Jetzt ist Zeit zum Säen

Von Ende Oktober bis Anfang den neuen Jahres haben Martina und ich wie jedes Jahr unsere Saatgutabteilung unterstützt – Saatguttüte um Saatguttüte füllten wir ab, füllten wir ab, füllten wir ab. Wenn der neue Katalog herausgekommen ist und die Zeit des Säens und Pflanzens wieder näher rückt, nehmen wir die vielen telefonischen Bestellungen entgegen.

Die Erinnerung an das wunderschöne, skurrile oder bemerkenswerte Saatgut aber bleibt.

Der Geruch
Oft duftet, manchmal auch schon fast unangenehm, das ganze Büro danach.
Man bekommt regelrecht Appetit, z.B. auf Fisch (Dill) oder eine leckere Suppe (Liebstöckel) oder der Gedanke an einen leckeren Tee kommt auf (Anis-Ysop).
Nach dem Abfüllen der Epazote müssen wir meist erst einmal lüften, aber wenn jemand das Büro betritt und es ganz besonders würzig riecht, kann es nur der Bockshornklee sein.

Das Aussehen
Von weitem betrachtet sieht alles gleich aus, aber aus der Nähe unterscheidet sich jedes einzelne Korn vom nächsten und jedes ist einzigartig schön wie z.B. die Süßdolde mit ihrer glänzenden Oberfläche oder die Ringelblume mit ihren Zacken.

Der Rizinus erinnert mich immer an Wachteleier und die Asiatische Moringa sieht aus, als wenn jedes einzelne Korn in Geschenkpapier eingewickelt wäre.

Das Samenkorn des Raupenkrauts – würde es sich bewegen, könnte man glauben, es wäre eine Raupe.

Und die Herzsame sieht wirklich aus, als hätte jemand auf jedes Korn ein kleines Herz gemalt. Eine Kundin erzählte mir sogar einmal, sie wolle mit der Herzsame bei der Hochzeit ihrer Tochter den Tisch schmücken.

Das Gefühl
Es fliegt durch die Luft (Tagetes), sperrt sich beim Eintüten (Ringelblume, Inkagurke, Erdmandel), kullert vom Schreibtisch (Senf, Cilantro), ist so fein, dass man jedes einzelne Korn gar nicht erkennen kann (Teebaum), liegt flach da (Luffa) oder bringt uns zum Niesen (Chili).

Haben Sie auch solche Assoziationen? Schauen Sie mal genau hin!

Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Abfüllen mit Gefühl, Geruch und wunderschönem Aussehen.

 

Frisch eingetroffen: der Katalog 2017

360 Seiten geballte Information in Wort und Bild im altbewährten Format, gespickt mit  vielen zusätzlichen Beiträgen unserer kräuterbegeisterten Mitarbeiter.

Hier können Sie den Katalog 2017 bestellen.

…oder als PDF downloaden.

NEU: Daniels erste Duftvokabeln – eine Einteilung aller aromatischen, duftenden Pflanzenarten in zwanzig grundlegende Duftkategorien. So lassen sich beispielsweise für den Minzeliebhaber schnell alle anderen Pflanzen, die nach Minze duften zusätzlich zu den üblichen Minzen finden.

Der Versand unserer Pflanzen erfolgt ab Ende März 2017 in der Reihenfolge der Bestelleingänge – natürlich unter Berücksichtigung der jahreszeitlich unterschiedlichen Versandfähigkeit der Pflanzen.

NEU: Um Ihnen einen Überblick zu geben, haben wir im vorliegenden Katalog 2017 für jede Pflanze angegeben, wann sie grundsätzlich lieferfähig ist.

Wir laden Sie jetzt schon herzlich dazu ein, 2017 mit allen Sinnen einzutauchen in die Welt der Kräuter und Duftpflanzen:

* Am 1.4.2017 um 10.00 Uhr öffnet unser Direktverkauf vor Ort. Bis Ende September sind wir dann wieder von Montag bis Samstag von 10.00 – 18.00 Uhr persönlich für Sie da.

* Besuchen Sie uns zum Kräutertag in Horstedt am Sonntag, den 18. Juni 2017 von 11.00 – 18.00 Uhr. Ein Markt mit einer gelungenen Mischung für die ganze Familie!

*Lernen Sie unsere Schnupperstunden kennen: Information & Aktion vor Ort, kostenlos und ohne Voranmeldung!

Wir wünschen Ihnen gemütliche Feiertage und einen guten Start ins neue Gartenjahr!

Das war dufte!

Kindern einen spielerischen Zugang zu Kräutern aufzuzeigen, war das Ziel der Schnupperstunden vom vergangenen Samstag. Schon beim Eintreten in die Oase sah man den bunt dekorierten Tisch mit den verschiedensten Anregungen speziell für unsere Gäste zwischen 8 und 12 Jahren. Kräutermärchen warteten darauf, gelesen zu werden, Bastelvorschläge für ein Kräuter-Memory und Geschenkanhänger lagen aus, Kräuterbubis schauten keck aus ihren Töpfen und Blüteneiswürfel sorgten für eine farbenfrohe Erfrischung.

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Dass der Duft bei Kräutern eine große Rolle spielt, wurde schnell klar. Auch einige vorbeischlenderne Erwachsene ließen ihre Nase gaaanz tief eintauchen …

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So wurden dann auch als erstes Duftsäckchen mit verschiedenen getrockneten Kräutern wie beruhigendem Lavendel und aufmunternder Zitronenverbene gefüllt.

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Gleich danach ging es zum Backen in die Gärtnereiküche. Zwei verschiedene Teige, einer mit Blüten und Kraut von Toronjil Morado, der zweite mit Kraut von Australischem Zitronenblatt standen zur Verfügung. Beide Kräuter geben Keksen eine leckere zitronige Note. Vor allem, als sie frisch aus dem Ofen kamen, dufteten sie unwiderstehlich! (Rezepte s.u.)

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Als es zwischendurch etwas ruhiger war, nutzte Anke die Chance und büxte mit ein paar Kindern ins Freiland aus. Dort konnten sie ganz frischen Lavendel ernten, um daraus unter Anjas Anleitung kleine ‚Fliegenscheuchen‘ zu basteln.

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Das Kräuter-Memory, bei welchem das getrocknete Kraut seinem Namen zugeordnet werden sollte, musste natürlich auch gleich getestet werden.

Über die Möglichkeit, sich ganz frei und kreativ austoben zu können, freuten sich besonders die kleineren Geschwister: da wuchsen neben Salbei, Thymian und Oregano auch Herzblumen unter lila Wolken und einer Sonne mit großen roten Punkten!

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Ganz selbstverständlich wurde das Programm erweitert: die Blätter des Australischen Zitronenblatts hatten Kuschelfaktor, mit einer Blumenspritze kann man ganz phantastisch auch den großen Bruder nass machen und Tomaten auf Augenhöhe? Muss man einfach naschen!

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Am Ende war die Zeit im Nu verflogen. Schnuppertage für Kinder? Gerne wieder!

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Mürbeteigplätzchen mit Toronjil Morado
250 g Mehl
125 g Butter
100 g Zucker
1 Tl Backpulver
1 Tü. Vanillezucker
1 Ei
Eine Handvoll getrocknetes Toronjil Morado

Teig ausrollen, Formen ausstechen und bei etwa 200°C 6-8 min backen.

Sandplätzchen mit Australischem Zitronenblatt
250 g Butter
250 g Zucker
2 Tü. Vanillezucker
2 Eier
250 g Mehl
250 g Maizena-Stärke
1 Tü. Backpulver
~10 Blatt sehr fein gehacktes Australisches Zitronenblatt

Kugeln formen und bei 250°C ca. 7 min hellgelb backen.

Erster Schnuppertag für Kinder

Kinder

Wir laden ein zum ersten Schnuppertag speziell für Kinder!

Am morgigen Samstag, den 2.7.2016 wird in unserer Gärtnerei von 12.00 – 15.00 Uhr alles im Zeichen des spielerischen Umgangs mit Kräutern stehen.

Freut euch auf sinnliche Erfahrungen und praktisches Tun – auch die leisen Momente werden nicht zu kurz kommen.

Wir werden mit euch Kräuterkekse backen und Duftsäckchen füllen, zusätzlich könnt ihr Kräuter-Memory spielen, Kräutermärchen lesen oder sogar selber schreiben und malen. Weitere Anregungen könnt ihr mit nach Hause nehmen … lasst euch überraschen!

Anja Bodmann und Anke Gettel freuen sich auf euch!

Und so findet ihr den Weg zu uns: Wegbeschreibung

Duft auf Nasenhöhe

Viele kennen die Vanilleblume (Heliotrop) als schöne Pflanze für den Balkonkasten oder einen Kübel und erfreuen sich an dem tollen Duft, den die Pflanze im Sommer bei voller Blüte verströmt.

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Letztes Jahr im Oktober kam mir der Gedanke daraus einen Hochstamm zu ziehen.
Also gedacht, getan: einen Steckling bewurzelt und eingetopft.

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An einem Stab befestigt, von Seitentrieben und Knospen befreit, regelmäßig gedüngt, den Zuwachs wieder an dem Stab befestigt, ……..

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Als die Vanilleblume im Dezember eine Höhe von ca. 80 cm erreicht hatte, brach ich die Triebspitze aus, um nun aus den Seitentrieben eine Krone zu formen. Die Neutriebe entspitzte ich im Wochenrhythmus um eine möglichst dichte Krone auf den Stamm zu bekommen.

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Anfang April wurde der Heliotropstamm in den Kübel gepflanzt, in dem er den Sommer verbringen wird. Die Krone wurde ein letztes Mal zurückgeschnitten und Nemesien als Unterbepflanzung gesetzt.

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Der langen Mühe Lohn: ein wunderschöner Heliotrophochstamm, der seinen Duft direkt auf Nasenhöhe verströmt!

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