Schnelle Mikrowellen Kräuterbrötchen

Mit wenigen einfachen Zutaten kann man auch in der Mikrowelle in kurzer Zeit frische Brötchen zaubern. Für zwei große Brötchen braucht man:

  • 200 g Mehl (z. B. 100 g Vollkorn & 100 g feines Mehl)
  • 1/2 TL Salz
  • entweder ein TL getrocknete Kräuter o. ein EL frische Kräuter nach Wahl
  • 1 TL Hefe (nur für den Geschmack)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml heißes Wasser

Optional sind getrocknete Tomaten, Oliven, Pinienkerne – davon kann man 20 g hinzugeben.

Erst die trockenen Zutaten und die Kräuter in eine Schüssel und dann das Wasser und das Öl hineingeben und zu einem Teig kneten. Diesen zu zwei Brötchen formen. Die Brötchen kommen dann auf einen Teller und werden bei 700 Watt für 4 min. gegart.

Wer eine Grill-Funktion an seiner Mikrowelle hat oder wie ich zu Hause noch eine Heißluftfritteuse besitzt, kann für eine schöne Bräune und Kruste noch zwei Minuten investieren. Mit einem knusprigen Brötchen aus der Bäckerei sind diese Brötchen nicht zu vergleichen, trotzdem eine schnelle und leckere Alternative. Die Brötchen auf den Bildern sind übrigens mit frischem Bärwurz und waren sehr lecker.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Fotos: André Wieding

 

Johanniskrautöl selber machen

„Es ist nicht möglich, daß eine bessere Arznei für Wunden in allen Ländern gefunden wird.“ Paracelsus

„Wie, du kennst kein Rotöl?“ Andre schaut mich an und schüttelt den Kopf. Das muss ja nicht so bleiben finden wir und machen uns auf die Suche nach blühenden Pflanzen. Gar nicht so einfach, denn der Name der Pflanze leitet sich daher ab, dass sie schon am 24. Juni erblüht, dies ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer. Die Erntezeit ist zwar bis September, doch schon jetzt sind hier in der Gärtnerei viele Pflanzen verblüht.

Wir sind zum Glück fündig geworden und haben genügend Blüten für unser Johanniskrautöl ernten können.

Die Herstellung ist denkbar einfach. Blüten und Blätter vom Stängel streifen, ein Schraubgefäß locker mit dem Kraut befüllen und mit einem Pflanzenöl (Olivenöl, Weizenkeimöl o.ä.) aufgießen, sodass die gesamten Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. An einem möglichst sonnigen Ort muss das Öl dann sechs Wochen ziehen, bis es eine schöne rote Farbe angenommen hat. Ab und zu ein wenig schütteln.

Frei nach dem Motto von Jean Pütz: „Ich hab da mal was vorbereitet… “ ist links auf dem Bild ist die Farbe vom fertigen Johanniskrautöl zu sehen und warum es auch als Rotöl bekannt ist.

Nun heißt es, Geduld zu haben und die Sonne ihre Arbeit tun zu lassen, dann wird das neu hergestellte Öl sicherlich auch bald Farbe bekennen. Die Mischung durch ein Sieb oder Mulltuch in eine saubere Flasche umfüllen und lichtgeschützt aufbewahren.

Zur Anwendung gibt es viele hilfreiche Seiten, sie sind so vielfältig, das es hier in unserem Blog den Rahmen sprengen würde. Aus meiner Hausapotheke ist es nicht mehr wegzudenken.

Viel Freude beim selber Machen!

Fotos Andrè Wieding

…es ist noch Zucchini da

Bea hat noch einen letzten Riesenzucchini entdeckt und Michaela hat sich prompt entschlossen, dieses Prachtexemplar zu einer schnellen Creme-Suppe zu verarbeiten.

Rezept zum Nachkochen:

1 kg Zucchini in kleine Würfel schneiden. Eine rote Zwiebel würfeln und alles zusammen leicht andünsten. Zwei Handvoll Zimmerknoblauchblüten und eine Handvoll piemontesischer Limonenthymian hinzugeben und ca. 5 Min mitgaren. Im Anschluss mit einem Liter Gemüsebrühe aufgießen und 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Ein Becher Creme Fraiche (o.ä.) unterrühren und die Suppe pürieren. Selbsgemachte Brotcroutons geben den Extra Pfiff.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Fotos: André Wieding

Zucchini Kräuter Puffer

In allen Gärten macht sich jetzt Ernte-Stimmung breit und die Zucchini werden mehr und mehr. Auch die Kräuter sind gewachsen und warten auf Verarbeitung. Ein kinderleichtes Rezept kann auch die größten Zucchini- und Kräutermuffel meist begeistern.

Zuerst einfach die Zucchini grob reiben und salzen damit möglichst viel Flüssigkeit austritt. Während die Zucchini-Salz Mischung durchzieht, kann man einen schnellen Dip aus ungesüßtem Sojagurt (natürlich geht auch anderer Joghurt) und frischen Kräutern (z.B. Zimmerknoblauch, Rosmarin ‚Arp‘, Basilikum) nach Wahl machen. Salzen und Pfeffern nicht vergessen!

Die Mischung durch ein Küchentuch, Mulltuch oder ählichem pressen und reichlich frisch geschnittene Kräuter und etwas Vollkornmehl zur besseren Bindung hinzufügen. Hier haben wir Rosmarin Arp, Basilikum Wildes Purpur, hohes Bergbohnenkraut, Schnittknoblauch Quattro, Cubanisches Strauchbasilikum, Zimmerknoblauchblüten und Knoblauchweinblüten verwendet.

Je nach gewünschter Größe, kleine Portionen abnehmen und in der heißen Pfanne, mit ein wenig Rapsöl, von beiden Seiten schön goldbraun braten. Entweder drückt man die Klöpschen ganz flach für richtige Puffer oder man lässt sie etwas dicker für Bratlinge. Hierbei gibt es kein richtig oder falsch.

Nur noch hübsch auf dem Teller anrichten und fertig ist ein frisches, leichtes Essen in dem unsere selbst gezogenen Kräuter wunderbar zur Geltung kommen!

 

Fotos: André Wieding

„Lass uns mal was Schönes machen!“

Michaela kann, wie wir alle inzwischen, das Frühjahr kaum noch erwarten. Hier in der Gärtnerei treiben die ersten jungen Pflanzen aus und verlocken mit ihren zarten Trieben zum Probieren.

So sind wir durch die Gewächshäuser gezogen und haben unsere Kiste mit allerlei Kräutern gefüllt. Mit hineingewandert sind das Basilikum „Green Pepper“, die marokkanische Minze und die Limonenminze, der Rosmarin „Veitshöchheim“, das Ragani, das Olivenkraut, der kanadische Lauch, der winterfeste Majoran und der Zimmerknoblauch.

Die Kräuter haben wir gewaschen und kleingeschnitten. Diese wurden für die vegetarische Variante mit Käse und Schmand, für die pflanzliche Variante mit einem Aufstrich auf Kokosbasis, Sojadrink und Tahin verrührt.

Nun wurde die Mischung auf einen fertigen Blätterteig aufgetragen, allerdings nur eine Hälfte, sodass man die andere Hälfte des Teiges später zum Einklappen nehmen konnte.

Nach dem herunter klappen wurde das nun vor uns liegende Rechteck in etwa ein bis zwei Zentimeter breite Streifen geschnitten und dann vorsichtig eingedreht. Davon gibt es keine Fotos, denn wir hatten jede Menge damit zu tun, alles richtig zu machen.

Michaelas Blätterteigstangen bekamen noch einen schönen Anstrich aus Ei und Milch, meine pflanzliche Variante mussten sich mit einem Finish aus Sojadrink begnügen.

Bei ca. 160 Grad Umluft kamen unsere Stangen für 12 bis 15 Minuten in den Backofen und nahmen eine wunderbar goldbraune Färbung an.

Jetzt kam die schönste Aufgabe … Probieren! Im ganzen Betrieb herrschte Einigkeit, dass die Stangen außerordentlich gut gelungen waren und die Kräuter mit der richtigen Intensität zur Geltung kommen. Wichtig ist mit den Kräutern großzügig zu sein.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Michaela & Martina