Mädesüß-Brennnessel-Eis

Eis? Aus Mädesüß und Brennnessel?

Die Reaktionen der Kollegen und Kolleginnen waren eher verhalten. Sie sind ja einiges gewöhnt mit meinen Ideen und Rezepten, doch diesmal haben sie wirklich an mir gezweifelt.

Die Brennnessel stand als Zutat für meine Kreation schon fest. Das Mädesüß hat es über seinen Duft, der mir auf einem Spaziergang um die Nase wehte, mit in mein Rezept geschafft. Diese Intensität wollte ich unbedingt auch geschmacklich festhalten.

Für das Eis habe ich die jungen Triebe der Brennnesseln geerntet und die Blüten des Mädesüß. Wer mag, kann auch den Abrieb einer Zitrone mit in das Eis mischen, das gibt einen schönen leicht säuerlichen Unterton. Zusammen mit dem Mädesüß und der Note der Brennnessel schmeckt es unwiderstehlich.

Das fertige Eis kam bei allen sehr gut an, es hat auch nicht gepikst, wie viele befürchtet haben.

Es lässt sich schnell im Blender oder Mixer zubereiten und ist durch die Cashewkerne sehr cremig.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

1 große Tasse Cashewkerne (über Nacht einweichen oder, wenn es schnell gehen muss mit heißem Wasser 10 – 20 Minuten)

1 große Tasse Eiswürfel

2 reife Bananen

2 große Hände voll Mädesüßblüten und Brennnesseltriebe

1 EL Zitronensaft

1 TL Löwenzahnsirup oder andere Süße

 

Zubereitung:

Die Eiswürfel, Cashewkerne und gefrorenen Bananenstücke zuerst grob schon einmal mixen. Dann die Kräuter, den Zitronensaft und den Sirup hinzugeben, bis eine schöne homogene Masse entsteht.

Das Eis sollte wirklich gleich serviert werden oder man friert es portionsweise wieder ein. Langes stehen lassen bekommt dem Eis nicht gut.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen!

Fotos: André Wieding

Auf den Bärlauch, fertig, los!

Möchte man in den Genuss dieser aromatischen Staude kommen, muss man sich beeilen, denn die Erntezeit ist begrenzt von Ende März bis Mai.

Kaum zeigt der Bärlauch sein sattes Grün und die schönen weißen Blüten (auch diese sind essbar!), zieht er sich auch schon wieder in den Untergrund zurück.

Diesmal verwende ich den Berliner Bärlauch für ein schnelles Rezept einer leckeren Käsecreme.

Nordischer „Obatzter“ mit Bärlauch

50 g weiche Butter mit 200 g Frischkäse, 100 g geriebenen Käse und 150 g zerdrücktem Camembert gut verrühren. Eine gute Handvoll Bärlauch sehr fein schneiden und mit hinzugeben. Das Ganze dann mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken und mit frischem Weißbrot servieren.

Alle Kollegen und Kolleginnen waren begeistert und es hat sich gezeigt, auch der Norden kann bayrisch.

Text & Idee: Michaela Görnig

Fotos: André Wieding

 

Er ist da!

Jedes Jahr ist es eine spannende Zeit, Warten auf den Katalog hat hier in der Gärtnerei fast denselben Effekt wie für Kinder warten auf den Weihnachtsmann.

Manchmal haben ihn Kunden schon vor uns und schwärmen davon, während wir nur die Online Version sehen können.

Umso größer ist die Freude, wenn er endlich ankommt.

Die Online Version ist im Download kostenlos. Zu einer Bestellung kann der Katalog gratis angefordert werden. Wer erstmal unverbindlich schauen möchte kann ihn gegen eine Gebühr von 5€ bei uns bestellen.

Wir hoffen Sie haben genauso viel Freude an dem Katalog wie wir. Auf eine schöne Gartensaison 2021!

 

Wohltuende Unterstützung bei Erkältungen

Ein einfaches Rezept von Eva Brendel für eine Salbe, deren Inhaltsstoffe lindernd und unterstützend sind bei Atemwegserkrankungen, zum Einreiben von Hals und Brust.

Für ca. 200 ml Salbe benötigt man:

200 ml kaltgepresstes biologisches Olivenöl
20 – 30 g kleingeschnittene Kräuter z.b. Thymian, Lavendel, Salbei, Spitzwegerich und
zusätzlich Wacholderbeeren, Samen von Anis und Fenchel. Diese werden im Mörser leicht gequetscht. Für die Salbe sollten getrocknete Kräuter verwendet werden, bei frischen Kräutern steigt die Fäulnisgefahr, durch den höheren Wassergehalt.

Das Öl mit den Zutaten ca. vier Wochen auf der Fensterbank stehen lassen und ab und zu umrühren. Dann durch ein sauberes Tuch abseihen und auspressen.
Alternativ kann man das Öl und die Kräuter im Wasserbad bei maximal 70 Grad mindestens 30 Minuten ausziehen lassen, abkühlen und noch einmal bei maximal 70 Grad 30 Minuten ausziehen lassen, dann durch ein sauberes Tuch abseihen und auspressen.

Das Öl, welches die wertvollen Inhaltsstoffe aufgenommen hat, wird nun im Wasserbad erhitzt (max. 70 Grad) und 20 g Bienenwachs hinzugegeben. Wenn alles geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen.

Eventuell kann man 6 -10 Tropfen ätherisches Öl der jeweiligen Kräuter hinzugeben (verstärken die Wirkung und erhöhen die Haltbarkeit). Vor Zugabe ätherischer Öle sollte die Salbe nicht mehr heiß, sondern handwarm sein. Abgefüllt in Salbentiegel ist die Salbe ca. 1 Jahr haltbar.

Thymian hilft und unterstützt bei allen Arten von Husten, bei Halsschmerzen und Erkältung. Er gilt als schleimlösend, krampflösend, reiz lindernd, schmerzstillend, entzündungshemmend und antibakteriell.
Lavendel wirkt beruhigend und entspannend auf die Atemwege und gilt zudem als leicht schleimlösend.
Salbei hilft besonders bei Halsschmerzen, Halsentzündungen und Erkältungen (antibakteriell, entzündungshemmend).
Spitzwegerich kennt man auch als hilfreich bei Hustenreiz und Entzündungen im Mund– und Rachenraum (entzündungshemmend, bakterienhemmend).
Wacholder gilt als Kreislauf stärkend, hilft bei Husten, Atembeschwerden, Erkältung und Kopfschmerzen (schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell).
Anis hilft bei Husten, Halsinfektionen, Kopfschmerzen (schleimlösend, krampflösend, antibakteriell, entspannend).
Fenchel hilf bei Halsinfektionen, Husten, Erkältung und Kopfschmerzen (schleimlösend krampflösend, antibakteriell, entspannend).
Olivenöl und Bienenwachs gelten als Haut pflegend und wärmend. Durch das Bienenwachs wird die Salbe fest.
Auch, wenn die Auswahl der verwendeten Pflanzen als hilfreich und unterstützend anerkannt sind, ersetzt das natürlich nicht den Arzt oder Apotheker.

Text und Idee: Eva Brendel

Fotos: André Wieding

Schnelle Mikrowellen Kräuterbrötchen

Mit wenigen einfachen Zutaten kann man auch in der Mikrowelle in kurzer Zeit frische Brötchen zaubern. Für zwei große Brötchen braucht man:

  • 200 g Mehl (z. B. 100 g Vollkorn & 100 g feines Mehl)
  • 1/2 TL Salz
  • entweder ein TL getrocknete Kräuter o. ein EL frische Kräuter nach Wahl
  • 1 TL Hefe (nur für den Geschmack)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml heißes Wasser

Optional sind getrocknete Tomaten, Oliven, Pinienkerne – davon kann man 20 g hinzugeben.

Erst die trockenen Zutaten und die Kräuter in eine Schüssel und dann das Wasser und das Öl hineingeben und zu einem Teig kneten. Diesen zu zwei Brötchen formen. Die Brötchen kommen dann auf einen Teller und werden bei 700 Watt für 4 min. gegart.

Wer eine Grill-Funktion an seiner Mikrowelle hat oder wie ich zu Hause noch eine Heißluftfritteuse besitzt, kann für eine schöne Bräune und Kruste noch zwei Minuten investieren. Mit einem knusprigen Brötchen aus der Bäckerei sind diese Brötchen nicht zu vergleichen, trotzdem eine schnelle und leckere Alternative. Die Brötchen auf den Bildern sind übrigens mit frischem Bärwurz und waren sehr lecker.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Fotos: André Wieding