Rezepte

Rhabarber-Vanille-Tarte mit Süßes Thymian Pesto

Süßes Thymian Pesto

3-4 gute Hände voll Zitronenthymian (THY08)
80-100 ml Mandelöl
1-2 EL gemahlene Mandeln
2 EL Honig
Zitronensaft

Den Thymian waschen und die kleinen Blättchen von den Stielen zupfen.
Zitronenthymian, ein Schuß Zitronensaft, etwas Mandelöl und die gemahlenen Mandeln in einen Behälter geben und alles mit dem Pürierstab mixen. Nach und nach, je nach gewünschter Konsistenz, soviel Mandelöl hinzugeben, bis es schön cremig wird. Ganz zum Schluß den Honig noch dazu geben und gut verrühren.
Wer mag kann auch noch Zitronen oder Orangenzesten dazu geben 🙂

Rhabarber-Vanille-Tarte
für eine Tarteform à 35x10cm

Für den Mürbeteig:
70g kalte Butter
45g Puderzucker
1 Ei
1 Eigelb + 1 EL Sahne
140g Weizenmehl (Type 405)
1 Prise Salz
1 Prise Vanille

Für die Crème Pâtissière:
2 Eigelbe
60g Zucker
10g Weizenmehl (Type 405)
10g Speisestärke
250g Milch
1 Vanilleschote
eine gute Handvoll Zitronenthymian (THY08)


Für den Ofen-Rhabarber:
700g Rhabarber
80g Zucker
2 Orangen
1 Prise Vanille


Anleitungen
Für die Crème Pâtissière das Eigelb mit dem Zucker verrühren, Mehl und Speisestärke ebenfalls unterrühren. Den Zitronenthymian waschen und vom Stängel abzupfen. Die Vanilleschote auskratzten und die leere Schote zusammen mit dem Mark, dem abgezupften Zitronenthymian und der Milch in einem Topf erhitzen, bis die Milch fast kocht. Den Topf vom Herd nehmen, die Vanilleschote entfernen und die warme Milch unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben. Die Masse zurück in den Topf geben und unter Rühren erneut erwärmen, bis die Masse eindickt. In eine Schüssel füllen, direkt an der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und vollständig abkühlen lassen.

Für den Mürbeteig die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Das Ei und die kalte Butter in Stücken hinzugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zwischen zwei Backpapieren gleichmäßig dünn ausrollen und eine rechteckige Tarteform damit auskleiden. Überstehende Ränder abschneiden und die Form für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und die Stangen in Stücke schneiden, die so breit sind wie die Tarteform. Die Rhabarberstücke mit dem Zucker, dem Saft von zwei Orangen und der Vanille vermischen und in eine flache Auflaufform geben, sodass die Stücke nicht übereinander liegen. Auf der mittleren Schiene für 15 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben, bis der Rhabarber weich ist, aber noch Biss hat. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Den Backofen auf 160°C Ober- und Unterhitze herunterschalten.

Den gekühlten Tarteboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 15 Minuten blindbacken. In der Zwischenzeit für die Eistreiche das Eigelb mit 1 EL Sahne verquirlen. Die Tarte aus dem Ofen holen und gründlich mit der Eistreiche bestreichen. Dann weitere 15 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Den abgekühlten Tarteboden vorsichtig aus der Form lösen. Die Crème Pâtissière glatt rühren, auf den Boden geben und glatt streichen. Dann die Rhabarberstücke auf die Creme setzen und mit etwas Sirup aus der Auflaufform bestreichen. Nach Belieben mit süßem Thymian Pesto garnieren und bis zum Servieren kaltstellen.

Kräuter trocknen

Um im Winter nicht auf die wertvollen Kräuter verzichten zu müssen, gibt es tolle Möglichkeiten, diese zu konservieren, wobei das Trocknen, vorausgesetzt man beachtet einige Regeln, die einfachste Methode ist.

Auf gründliches Waschen am besten verzichten, dies fördert die Schimmelbildung.

Schonendes Trocknen im Schatten oder einem luftigen Raum erhält die Aromen, Farbe und Inhaltsstoffe.

Kleinblättrige Kräuter, wie zB. Thymian, Oregano oder Ysop, können in kleinen Büscheln gebündelt und an einer Leine getrocknet werden. Großblättrige Kräuter, wie beispielsweise Salbei oder Lorbeer, trocknen wunderbar auf einem Gitter.

Ein später, sonniger Vormittag ist ideal für die Ernte. Die Kräuter sind jetzt voller Aromen. Vor der Blüte stecken die meisten Inhaltsstoffe in den Pflanzen und es können auch ganze Triebe geerntet werden.
Beim Basilikum, dem nachgesagt wird, es verlöre beim Trocknen sein Aroma, kann man auch die Blüten miternten. Diese sind oft besonders aromatisch.

Ganz wichtig ist die richtige Aufbewahrung der getrockneten Schätze. Wer sie kühl und dunkel lagert, macht alles richtig. Dunkles Glas oder Keramik sind dafür besonders gut geeignet. Versehen mit einem Datum, können die Kräuter dann problemlos für ihren Einsatz in der Küche aufbewahrt werden.

Idee und Rezept: Eva Brendel

Fotos: André Wieding

Pfirsich-Himbeer-Biskuit mit süßem Pesto

Ein interessanter Kuchen für die sommerlichen Tage, mit Gänsehaut-Effekt!
Zutaten für 8 Stücke

200 ml Läuterzucker
Herstellung: 200 ml Wasser und 200 g Zucker mind. 1 Minute köcheln lassen. Je länger er kocht, desto dickflüssiger wird er. Anschließend abkühlen lassen.

1 Bund Basilikum, 1 Bund Zitronenmelisse und 2 EL Pistazien (geschält, ungesalzen)

Ich habe ein wenig mehr Zitronenmelisse und Basilikum genommen, damit es nicht so süß ist und an Konsistenz gewinnt.
1 fertiger Biskuitboden
1 Dose Pfirsiche (auch reife Pfirsiche möglich)
250 g Himbeeren

Für das Pesto die Kräuter und Pistazien klein hacken und mit dem abgekühltem Läuterzucker (nach und nach dazu geben, ggf. etwas weniger verwenden), pürieren oder im Mixer zu einer glatten Masse verarbeiten.

Den Tortenboden mit einem Teil des süßen Pestos bestreichen und mit den Pfirsichen und Himbeeren belegen. Das restliche Pesto über die Früchte geben und ggf. mit Sahne servieren.

Ein paar Blaubeeren dazu, schmecken auch sehr gut.

Besonders würzig wird das Pesto mit etwas Fenchelgrün.

Sriracha al à Karina

Schon bei der Aussprache hapert es bei uns allen, aber kennen tun es die Meisten. Die Idee diese scharfe Chili-Würz-Sauce selbst zu machen war schon lange da, doch gut Ding will Weile haben.    Karina´s zu Hause wurde somit in eine Chili-Tasting-Testzone verwandelt, in der sie, Freunde und Familie sich durch die verschiedenen Rühlemann´s Chilis probierten.
Oft gab es rote Gesichter, laufende Nasen und auch weitere typische Chili-war-zu-scharf Nebenwirkungen. Schließlich haben es, der Peruvian Purple (tatsächlich war hier die Farbe ausschlaggebend, denn lila ist cool), der Chili Anaheim – er brachte eine scharf-süße Note mit ins Spiel und der Cayenne – weil er das beste Aroma besitzt, in die finale Auswahl geschafft.

Die Zubereitung ist relativ simpel:
300g Chilis werden komplett klein geschnitten (inklusive Innenleben), ebenso wie 1-2 Knoblauchzehen. Mit einer Wassersalzmischung bestehend aus 500ml Wasser + 15g Salz, wandert alles in ein Bügelglas und wird gut geschüttelt.
Karina hat ihren Sriracha-Ansatz mit nach Hause genommen und brav zwei Wochen gewartet.              Es ist wichtig zwischendurch den Deckel kurz zu öffnen, damit das gebildete Gas entweichen kann. Achtung! Riecht sehr streng – das kommt vom Fermentieren.
Nach den zwei Wochen wird die Flüssigkeit/Salzlake von Chili und Knoblauch abgegossen und aufgefangen. Nun nimmt man drei Esslöffel Salzlake, Chili und den Knoblauch und püriert alles gut. Das Ganze noch einmal durch ein Sieb geben und fertig ist eine leckere, relativ milde Sriracha.
In Thailand wird die Salzlake übrigens oft zum Würzen verschiedener Speisen mit auf den Tisch gestellt, ein Versuch ist es sicher wert.
Wer es noch milder mag, kann einen Teil der Chilis durch Paprika ersetzen oder Zucker dazu fügen (in dem Fall auch etwas Essig, sonst startet die Fermentation neu). Viele Variationen sind möglich, probiert es doch einfach mal aus.
Guten Appetit!

Idee und Rezept: Karina

Fotos: André

Hauswurz-Salbe

Die Hauswurzsalbe ist unter anderem hilfreich bei Sonnenbrand, Insektenstichen und Verbrennungen.
Man nennt den Hauswurz auch „die heimische Aloe Vera“.
Die dicke Gelschicht im Blattinneren, von der Pflanze als Wasserspeicher für Trockenzeiten gedacht, weist herausragende Hautpflege- und Heileigenschaften auf, die der, der Aloe Vera ähneln. Dafür verantwortlich sind große Mengen an Gerb -, Bitter- und Schleimstoffen, Apfel- und Ameisensäure, fettes Öl, sowie Harze.
Die Inhaltsstoffe wirken unter anderem wundheilend und entzündungshemmend.
Gleichzeitig ist sie auch zur allgemeinen Hautpflege geeignet.
Ich fand ein einfaches Rezept zur Herstellung dieser Salbe, zum Auftragen auf die Haut.

Das Rezept

16-20 klein geschnittene Hauswurzblätter werden mit je 80 ml Jojobaöl und 80 ml Olivenöl,
20 Minuten im Wasserbad leicht geköchelt. Durch diesen Vorgang gehen die wertvollen Inhaltsstoffe vom Hauswurz in die Öle über . Dann siebt man die ausgelaugten Pflanzenteile ab und erhitzt das Auszugsöl erneut. Dazu kommen nun noch 12 g Kakaobutter und 8 g Bienenwachs, was unter Rühren im Öl aufgelöst wird.
Ich gab noch ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl hinzu, welches eine beruhigende Wirkung auf die Haut hat. Alle anderen Zutaten haben auch einen positiven Einfluß auf die Haut.
Ich füllte die Salbe gleich in kleine Tiegel ab und beschriftete sie.
Die Salbe ist circa 1 Jahr haltbar.

Der Hauswurz…..,
(lat. sempervivum, was so viel bedeutet wie immerlebend)

ist sehr genügsam und hält es an den unterschiedlichsten Standorten gut aus.
In der freien Natur wächst er vor allem in den europäischen Gebirgen, häufig auch in Felsspalten.
Der Hauswurz eignet sich gut als Bepflanzung für Steingärten, als Dachbegrünung und auf Trockenmauern. Hübsch und dekorativ sieht er auch in Schalen oder anderen Gefäßen aus.
Er benötigt wenig Wasser und so gut wie keine Pflege. Sogar den Winter besteht die robuste Pflanze ohne Winterschutz. So zieren die Blätter den Garten auch in der kalten Jahreszeit. Ein sonniger Standort ist gut geeignet im heimischen Garten. Staunässe allerdings mag er gar nicht.

Zwischen Mai und August wachsen lange Blütenstände aus der Blattrosette.
Nach der Blüte stirbt die Blattrosette ab. Aber für Nachschub ist gesorgt, denn es bilden sich immer wieder neue Tochterrosetten, sodaß sich der Hauswurz immer weiter ausbreitet und somit immer weiter lebt.

Idee und Rezept: Eva Brendel

Fotos: André Wieding