Er ist da!

Jedes Jahr ist es eine spannende Zeit, Warten auf den Katalog hat hier in der Gärtnerei fast denselben Effekt wie für Kinder warten auf den Weihnachtsmann.

Manchmal haben ihn Kunden schon vor uns und schwärmen davon, während wir nur die Online Version sehen können.

Umso größer ist die Freude, wenn er endlich ankommt.

Die Online Version ist im Download kostenlos. Zu einer Bestellung kann der Katalog gratis angefordert werden. Wer erstmal unverbindlich schauen möchte kann ihn gegen eine Gebühr von 5€ bei uns bestellen.

Wir hoffen Sie haben genauso viel Freude an dem Katalog wie wir. Auf eine schöne Gartensaison 2021!

 

Wohltuende Unterstützung bei Erkältungen

Ein einfaches Rezept von Eva Brendel für eine Salbe, deren Inhaltsstoffe lindernd und unterstützend sind bei Atemwegserkrankungen, zum Einreiben von Hals und Brust.

Für ca. 200 ml Salbe benötigt man:

200 ml kaltgepresstes biologisches Olivenöl
20 – 30 g kleingeschnittene Kräuter z.b. Thymian, Lavendel, Salbei, Spitzwegerich und
zusätzlich Wacholderbeeren, Samen von Anis und Fenchel. Diese werden im Mörser leicht gequetscht. Für die Salbe sollten getrocknete Kräuter verwendet werden, bei frischen Kräutern steigt die Fäulnisgefahr, durch den höheren Wassergehalt.

Das Öl mit den Zutaten ca. vier Wochen auf der Fensterbank stehen lassen und ab und zu umrühren. Dann durch ein sauberes Tuch abseihen und auspressen.
Alternativ kann man das Öl und die Kräuter im Wasserbad bei maximal 70 Grad mindestens 30 Minuten ausziehen lassen, abkühlen und noch einmal bei maximal 70 Grad 30 Minuten ausziehen lassen, dann durch ein sauberes Tuch abseihen und auspressen.

Das Öl, welches die wertvollen Inhaltsstoffe aufgenommen hat, wird nun im Wasserbad erhitzt (max. 70 Grad) und 20 g Bienenwachs hinzugegeben. Wenn alles geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen.

Eventuell kann man 6 -10 Tropfen ätherisches Öl der jeweiligen Kräuter hinzugeben (verstärken die Wirkung und erhöhen die Haltbarkeit). Vor Zugabe ätherischer Öle sollte die Salbe nicht mehr heiß, sondern handwarm sein. Abgefüllt in Salbentiegel ist die Salbe ca. 1 Jahr haltbar.

Thymian hilft und unterstützt bei allen Arten von Husten, bei Halsschmerzen und Erkältung. Er gilt als schleimlösend, krampflösend, reiz lindernd, schmerzstillend, entzündungshemmend und antibakteriell.
Lavendel wirkt beruhigend und entspannend auf die Atemwege und gilt zudem als leicht schleimlösend.
Salbei hilft besonders bei Halsschmerzen, Halsentzündungen und Erkältungen (antibakteriell, entzündungshemmend).
Spitzwegerich kennt man auch als hilfreich bei Hustenreiz und Entzündungen im Mund– und Rachenraum (entzündungshemmend, bakterienhemmend).
Wacholder gilt als Kreislauf stärkend, hilft bei Husten, Atembeschwerden, Erkältung und Kopfschmerzen (schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell).
Anis hilft bei Husten, Halsinfektionen, Kopfschmerzen (schleimlösend, krampflösend, antibakteriell, entspannend).
Fenchel hilf bei Halsinfektionen, Husten, Erkältung und Kopfschmerzen (schleimlösend krampflösend, antibakteriell, entspannend).
Olivenöl und Bienenwachs gelten als Haut pflegend und wärmend. Durch das Bienenwachs wird die Salbe fest.
Auch, wenn die Auswahl der verwendeten Pflanzen als hilfreich und unterstützend anerkannt sind, ersetzt das natürlich nicht den Arzt oder Apotheker.

Text und Idee: Eva Brendel

Fotos: André Wieding

Schnelle Mikrowellen Kräuterbrötchen

Mit wenigen einfachen Zutaten kann man auch in der Mikrowelle in kurzer Zeit frische Brötchen zaubern. Für zwei große Brötchen braucht man:

  • 200 g Mehl (z. B. 100 g Vollkorn & 100 g feines Mehl)
  • 1/2 TL Salz
  • entweder ein TL getrocknete Kräuter o. ein EL frische Kräuter nach Wahl
  • 1 TL Hefe (nur für den Geschmack)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml heißes Wasser

Optional sind getrocknete Tomaten, Oliven, Pinienkerne – davon kann man 20 g hinzugeben.

Erst die trockenen Zutaten und die Kräuter in eine Schüssel und dann das Wasser und das Öl hineingeben und zu einem Teig kneten. Diesen zu zwei Brötchen formen. Die Brötchen kommen dann auf einen Teller und werden bei 700 Watt für 4 min. gegart.

Wer eine Grill-Funktion an seiner Mikrowelle hat oder wie ich zu Hause noch eine Heißluftfritteuse besitzt, kann für eine schöne Bräune und Kruste noch zwei Minuten investieren. Mit einem knusprigen Brötchen aus der Bäckerei sind diese Brötchen nicht zu vergleichen, trotzdem eine schnelle und leckere Alternative. Die Brötchen auf den Bildern sind übrigens mit frischem Bärwurz und waren sehr lecker.

Viel Spaß beim Nachmachen.

Fotos: André Wieding

 

Johanniskrautöl selber machen

„Es ist nicht möglich, daß eine bessere Arznei für Wunden in allen Ländern gefunden wird.“ Paracelsus

„Wie, du kennst kein Rotöl?“ Andre schaut mich an und schüttelt den Kopf. Das muss ja nicht so bleiben finden wir und machen uns auf die Suche nach blühenden Pflanzen. Gar nicht so einfach, denn der Name der Pflanze leitet sich daher ab, dass sie schon am 24. Juni erblüht, dies ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer. Die Erntezeit ist zwar bis September, doch schon jetzt sind hier in der Gärtnerei viele Pflanzen verblüht.

Wir sind zum Glück fündig geworden und haben genügend Blüten für unser Johanniskrautöl ernten können.

Die Herstellung ist denkbar einfach. Blüten und Blätter vom Stängel streifen, ein Schraubgefäß locker mit dem Kraut befüllen und mit einem Pflanzenöl (Olivenöl, Weizenkeimöl o.ä.) aufgießen, sodass die gesamten Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. An einem möglichst sonnigen Ort muss das Öl dann sechs Wochen ziehen, bis es eine schöne rote Farbe angenommen hat. Ab und zu ein wenig schütteln.

Frei nach dem Motto von Jean Pütz: „Ich hab da mal was vorbereitet… “ ist links auf dem Bild ist die Farbe vom fertigen Johanniskrautöl zu sehen und warum es auch als Rotöl bekannt ist.

Nun heißt es, Geduld zu haben und die Sonne ihre Arbeit tun zu lassen, dann wird das neu hergestellte Öl sicherlich auch bald Farbe bekennen. Die Mischung durch ein Sieb oder Mulltuch in eine saubere Flasche umfüllen und lichtgeschützt aufbewahren.

Zur Anwendung gibt es viele hilfreiche Seiten, sie sind so vielfältig, das es hier in unserem Blog den Rahmen sprengen würde. Aus meiner Hausapotheke ist es nicht mehr wegzudenken.

Viel Freude beim selber Machen!

Fotos Andrè Wieding

…es ist noch Zucchini da

Bea hat noch einen letzten Riesenzucchini entdeckt und Michaela hat sich prompt entschlossen, dieses Prachtexemplar zu einer schnellen Creme-Suppe zu verarbeiten.

Rezept zum Nachkochen:

1 kg Zucchini in kleine Würfel schneiden. Eine rote Zwiebel würfeln und alles zusammen leicht andünsten. Zwei Handvoll Zimmerknoblauchblüten und eine Handvoll piemontesischer Limonenthymian hinzugeben und ca. 5 Min mitgaren. Im Anschluss mit einem Liter Gemüsebrühe aufgießen und 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Ein Becher Creme Fraiche (o.ä.) unterrühren und die Suppe pürieren. Selbsgemachte Brotcroutons geben den Extra Pfiff.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Fotos: André Wieding