Salbei Schnupperstunde – der Rückblick

„Cur moriatur homo cui Salvia crescit in horto?“
(Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?)

 Sprichwort aus dem 14. Jahrhundert

Am letzten Samstag luden Eva Brendel und Maren Schmitz zum Kennenlernen dieser einzigartigen Heilpflanze ein.

Schon im Vorfeld haben die Beiden viele unserer verschiedenen Salbei Sorten in großen Töpfen kultiviert und gepflegt und damit die Vielfältigkeit und auch den Zierwert demonstrieren zu können.

Eva und Maren waren gespannt, ob bei dem warmen Wetter wirklich Leute den Weg in die Gärtnerei finden. Sie kamen! Trotz der Temperaturen ließen sich unsere Besucher nicht davon abhalten mehr über den Salvia Officinales zu erfahren.

Nach einer kurzen Einführung, wurde es noch heißer, denn in der Küche wurden, nach einem Rezept von Maren, Salbeibonbons hergestellt. Eva hatte ein Rezept für ein selbst gemachtes Salbei Deo vorbereitet, somit konnte gleich auch die schweißhemmende Wirkung des Salbeis erprobt werden.

In Gesprächen und Anekdoten gab es viel Wissenswertes über die Geschichte, Pflege und Wirkung vom Salbei zu Lernen.

Es wurde gezupft.

Gemörsert.

Geschnippelt.

Vermengt.

Gekleckst und auch gekleckert.

Vorsichtig Abgemessen.

Probiert.

Und natürlich gleich getestet ob das neue Deo auch wirklich gut duftet.

Die Stunden sind wie im Flug vergangen, wie das immer so ist, wenn eine besonders angenehme Atmosphäre herrscht. Selbstverständlich durfte jeder Gast auch sein eigenes Fläschchen mit Deo mit nach Hause nehmen und einen Handzettel mit den wichtigsten Infos rund um den Salbei.

Eva und Maren haben den Tag auf jeden Fall sehr genossen und sich über die rege Teilnahme von allen Gästen sehr gefreut.

Und damit Sie auch noch in den Genuss von selbstgemachten Deo und den Bonbons kommen, selbstverständlich auch hier noch einmal die Rezepte:

Salbei Deo:

100 ml Wasser in einem Topf erhitzen und dabei drauf achten dass das Wasser nicht heißer als 50 Grad wird. Dann einen Teelöffel Natron darin auflösen und zwei Teelöffel frischen oder einen Teelöffel getrockneten Salbei hinzugeben. Das Ganze läßt man nun ca.15 Minuten ziehen, bevor man durch einen Kaffeefilter abseiht.

Nun 38 – 40% Alkohol (z.B. Wodka) Boden bedeckend in eine Sprühflasche oder Deoroller gießen, 6 Tropfen ätherisches Salbeiöl und 2 Tropfen ätherisches Zitronenöl beimengen und mit der Salbei-Natron-Mischung aufgießen. Fertig.

Hinweis: ätherisches Salbeiöl ist für Schwangere und Kleinkinder nicht geeignet.

Salbeibonbons selber machen

Zutaten: 10 g frische Salbeiblätter (oder 5 g getrocknete Salbeiblätter) & 100 g Zucker

Nach der Ernte der frischen Salbeiblätter diese so fein wie möglich schneiden. 100 g Zucker abwiegen und in einen kleinen Kochtopf füllen. Backpapier auf der Arbeitsfläche auslegen. Der Zucker wird im Topf erhitzt  – erst schmilzt der Zucker sehr langsam, dann geht es jedoch sehr rasch. Wenn alles geschmolzen ist, den Salbei hinzufügen und zügig unterrühren. Am Besten gleich den Topf vom Herd nehmen und dabei aufpassen, die Zuckermasse ist enorm heiß. Man kann entweder aus dem Topf auf das Backpapier kleine Häufchen aufs Backpapier tropfen lassen oder mit dem Löffel die Bonbonmasse auf das Backpapier klecksen.

Wenn die Masse komplett ausgekühlt ist, läßt sie sich leicht vom Papier lösen und in die gewünschten Stückchen brechen. Guten Appetit!

Fotos: André Wieding

Kräutertag 2019

Fröhliche Gesichter wohin man am Kräutertag auch blickte. Standbetreiber, Besucher und überhaupt alle Teilnehmer können auf einen rund um gelungenen Tag zurückblicken. Bei strahlendem Sonnenschein lockte der 18. Kräutertag auch dies Jahr wieder über 10.000 Besucher in das beschauliche Horstedt und verwandelte den Ort in eine einzige Kräuteroase.

Auch wir, hier bei Rühlemann, waren wieder gespannt und aufgeregt, wie es dieses Jahr wohl werden würde. Hilke und Anastasija haben schon im Vorfeld viel mit unseren Pflanzen experimentiert und herausgekommen sind dabei drei köstliche Pestosorten und drei Sirupsorten, die bei uns in der Gärtnerei verkostet werden konnten.

Mit Annika als tatkräftige Unterstützung wurden Schnittchen und fahrbare Limonaden-Verköstigungsstände hergerichtet Meist kam Anastasija nicht wirklich weit mit ihrem Wägelchen, dann wurden schon die ersten Kostproben angefordert.Hilke bewaffnete sich mit ihrem Tablett, um den teilweise schon erschöpften Besuchern eine kleine Stärkung zu reichen.

Bei Natascha und Karen konnten unsere jüngsten Gäste zwischen Wildtomaten, marokkanischer Minze, Lakritztagetes und russischem Strauchbasilikum ihren Favoriten auswählen und selber eintopfen.

Sorgfältiges Angießen ist sehr wichtig!

Es wurde viel gelacht…

…geschnuppert…

…gefachsimpelt und schwierige Entscheidungen getroffen…

…Begeisterung geteilt…

…noch ein Näschen voll Duft genommen…

…mit schweren Herzen jedoch lachendem Gesicht die Auswahl getroffen.

Tobias im Gespräch mit Besuchern und ein kleiner Käfer hört auch gespannt zu.

Ob die Pflanze wohl noch in den Korb passt?

Luc kam teilweise mit dem Pflanzen einräumen gar nicht so schnell hinter her, behielt jedoch wie das ganze Team, seine glänzende Laune.

Ganz neu dieses Jahr und für unsere geflügelten Mitbewohner sicher das Highlight waren die Bienen(Futter)Tüten die gefüllt waren mit 6 ausgesuchten Pflanzen (Blumen-Oregano, Anis-Ysop, Kaskadenthymian, Salbei rosa blühend, wildes Basilikum und Lavendel `Hidcote Blue`) auf die die Insekten im wahrsten Sinne des Wortes fliegen.

Bei Stephanie und Marlene konnte man die Tüte ganz unkompliziert, fertig gepackt, kaufen und mitnehmen.

„Anstrengend aber wunderschön!“ Lautete bei vielen das Fazit – ebenso wie bei uns. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch bei allen Besuchern unserer Gärtnerei  und dem tollen Team von Kollegen die für so einen reibungslosen Ablauf beim Kräutertag gesorgt haben.

Bis zum nächsten Jahr!

Fotos: André Wieding

Kräutertag 2019 – Sind Sie dabei?

Am Sonntag den 16.06.2019 laden wir sie ganz herzlich ein, uns im Rahmen des 18.Horstedter Kräutertags, zu besuchen. Auch wir haben uns zu diesem tollen Event wieder einiges einfallen lassen, um Sie zu überraschen. Unsere jüngsten Besucher können sich wieder selber Kräuter aussuchen, eintopfen und mit nach Hause nehmen.

Von 10 bis 18 Uhr haben Sie Zeit bei uns die Kräuterluft zu genießen und sich von den Pflanzen mit ihrem Duft, Aussehen und Geschmack beeindrucken zu lassen.

Wir freuen uns schon sehr auf Sie!

Foto: André Wieding

 

Agretti – vom Saatgut zum Spaghetti

Na ja, ganz so schnell wie die Überschrift vermuten lässt ging es dann doch nicht.
Allerdings wesentlich einfacher als erwartet. Im Januar hat Michaela ganz spontan entschieden, dass sie etwas mit Agretti kochen möchte.
Also hat sie kurzer Hand das Saatgut ausgesät und schon nach wenigen Wochen lief das Salzkraut auf.

Ende Januar konnte man die jungen Sämlinge schon pikieren und in eigene Töpfe geben. Überraschend wie schnell das Agretti sich entwickelt.

Man konnte ihm schon fast beim Wachsen zuschauen.

Nach ca. 8 bis 10 Wochen war es dann soweit und die Pflanzen waren prächtig gediehen und eine reiche Ernte stand an. Einzig die Salzwiesen oder die salzige Brise eines Meeres in der Nähe ließ den typischen Salzgeschmack etwas vermissen. Beim nächsten Mal helfen wir da ein wenig nach.

Ergänzt mit wenigen, einfachen Zutaten zauberte Michaela köstliche „Spaghetti mit Agretti“ für alle! Hm!

Und wer jetzt Lust bekommen hat es selber auszuprobieren kommt über HIER ganz leicht an sein eigenes Saatgut. Viel Spaß beim Nachkochen!

Fotos:  Martina Warnke

 

 

Giftige Schönheiten

Zwei Pflanzen sind uns in den letzten Wochen besonders aufgefallen. Das Maiglöckchen betört immer wieder durch seinen typisch lieblichen Duft der kleinen Glockenblüten und beim Vorübergehen nimmt man gerne eine Nase voll davon mit.

Übrigens ist das Maiglöckchen auch eine sehr dankbare Kübelpflanze, die Michaela auf ihrem halbschattigen Balkon, jedes Jahr wieder Freude bereitet.

Während das Maiglöckchen die Nase entzückt, beeindruckt die Küchenschelle mit ihren wunderschönen blauvioletten Blüten, die sich, nach und nach, zu filigranen „Puschel“-Samenständen entwickeln.

Michaela hat diese zwei giftigen Schönheiten zu einem einzigartigen Strauß zusammengestellt, der durch Optik und Duft bezaubert. Auch wenn sie nicht zum Verzehr geeignet sind, bereichern sie jeden Garten. Es müssen ja nicht immer Rosen sein.

 

Fotos Andrè Wieding