Zucchini Kräuter Puffer

In allen Gärten macht sich jetzt Ernte-Stimmung breit und die Zucchini werden mehr und mehr. Auch die Kräuter sind gewachsen und warten auf Verarbeitung. Ein kinderleichtes Rezept kann auch die größten Zucchini- und Kräutermuffel meist begeistern.

Zuerst einfach die Zucchini grob reiben und salzen damit möglichst viel Flüssigkeit austritt. Während die Zucchini-Salz Mischung durchzieht, kann man einen schnellen Dip aus ungesüßtem Sojagurt (natürlich geht auch anderer Joghurt) und frischen Kräutern (z.B. Zimmerknoblauch, Rosmarin ‚Arp‘, Basilikum) nach Wahl machen. Salzen und Pfeffern nicht vergessen!

Die Mischung durch ein Küchentuch, Mulltuch oder ählichem pressen und reichlich frisch geschnittene Kräuter und etwas Vollkornmehl zur besseren Bindung hinzufügen. Hier haben wir Rosmarin Arp, Basilikum Wildes Purpur, hohes Bergbohnenkraut, Schnittknoblauch Quattro, Cubanisches Strauchbasilikum, Zimmerknoblauchblüten und Knoblauchweinblüten verwendet.

Je nach gewünschter Größe, kleine Portionen abnehmen und in der heißen Pfanne, mit ein wenig Rapsöl, von beiden Seiten schön goldbraun braten. Entweder drückt man die Klöpschen ganz flach für richtige Puffer oder man lässt sie etwas dicker für Bratlinge. Hierbei gibt es kein richtig oder falsch.

Nur noch hübsch auf dem Teller anrichten und fertig ist ein frisches, leichtes Essen in dem unsere selbst gezogenen Kräuter wunderbar zur Geltung kommen!

 

 

Salbei Schnupperstunde – der Rückblick

„Cur moriatur homo cui Salvia crescit in horto?“
(Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?)

 Sprichwort aus dem 14. Jahrhundert

Am letzten Samstag luden Eva Brendel und Maren Schmitz zum Kennenlernen dieser einzigartigen Heilpflanze ein.

Schon im Vorfeld haben die Beiden viele unserer verschiedenen Salbei Sorten in großen Töpfen kultiviert und gepflegt und damit die Vielfältigkeit und auch den Zierwert demonstrieren zu können.

Eva und Maren waren gespannt, ob bei dem warmen Wetter wirklich Leute den Weg in die Gärtnerei finden. Sie kamen! Trotz der Temperaturen ließen sich unsere Besucher nicht davon abhalten mehr über den Salvia Officinales zu erfahren.

Nach einer kurzen Einführung, wurde es noch heißer, denn in der Küche wurden, nach einem Rezept von Maren, Salbeibonbons hergestellt. Eva hatte ein Rezept für ein selbst gemachtes Salbei Deo vorbereitet, somit konnte gleich auch die schweißhemmende Wirkung des Salbeis erprobt werden.

In Gesprächen und Anekdoten gab es viel Wissenswertes über die Geschichte, Pflege und Wirkung vom Salbei zu Lernen.

Es wurde gezupft.

Gemörsert.

Geschnippelt.

Vermengt.

Gekleckst und auch gekleckert.

Vorsichtig Abgemessen.

Probiert.

Und natürlich gleich getestet ob das neue Deo auch wirklich gut duftet.

Die Stunden sind wie im Flug vergangen, wie das immer so ist, wenn eine besonders angenehme Atmosphäre herrscht. Selbstverständlich durfte jeder Gast auch sein eigenes Fläschchen mit Deo mit nach Hause nehmen und einen Handzettel mit den wichtigsten Infos rund um den Salbei.

Eva und Maren haben den Tag auf jeden Fall sehr genossen und sich über die rege Teilnahme von allen Gästen sehr gefreut.

Und damit Sie auch noch in den Genuss von selbstgemachten Deo und den Bonbons kommen, selbstverständlich auch hier noch einmal die Rezepte:

Salbei Deo:

100 ml Wasser in einem Topf erhitzen und dabei drauf achten dass das Wasser nicht heißer als 50 Grad wird. Dann einen Teelöffel Natron darin auflösen und zwei Teelöffel frischen oder einen Teelöffel getrockneten Salbei hinzugeben. Das Ganze läßt man nun ca.15 Minuten ziehen, bevor man durch einen Kaffeefilter abseiht.

Nun 38 – 40% Alkohol (z.B. Wodka) Boden bedeckend in eine Sprühflasche oder Deoroller gießen, 6 Tropfen ätherisches Salbeiöl und 2 Tropfen ätherisches Zitronenöl beimengen und mit der Salbei-Natron-Mischung aufgießen. Fertig.

Hinweis: ätherisches Salbeiöl ist für Schwangere und Kleinkinder nicht geeignet.

Salbeibonbons selber machen

Zutaten: 10 g frische Salbeiblätter (oder 5 g getrocknete Salbeiblätter) & 100 g Zucker

Nach der Ernte der frischen Salbeiblätter diese so fein wie möglich schneiden. 100 g Zucker abwiegen und in einen kleinen Kochtopf füllen. Backpapier auf der Arbeitsfläche auslegen. Der Zucker wird im Topf erhitzt  – erst schmilzt der Zucker sehr langsam, dann geht es jedoch sehr rasch. Wenn alles geschmolzen ist, den Salbei hinzufügen und zügig unterrühren. Am Besten gleich den Topf vom Herd nehmen und dabei aufpassen, die Zuckermasse ist enorm heiß. Man kann entweder aus dem Topf auf das Backpapier kleine Häufchen aufs Backpapier tropfen lassen oder mit dem Löffel die Bonbonmasse auf das Backpapier klecksen.

Wenn die Masse komplett ausgekühlt ist, läßt sie sich leicht vom Papier lösen und in die gewünschten Stückchen brechen. Guten Appetit!

Fotos: André Wieding

Kräutertag 2019

Fröhliche Gesichter wohin man am Kräutertag auch blickte. Standbetreiber, Besucher und überhaupt alle Teilnehmer können auf einen rund um gelungenen Tag zurückblicken. Bei strahlendem Sonnenschein lockte der 18. Kräutertag auch dies Jahr wieder über 10.000 Besucher in das beschauliche Horstedt und verwandelte den Ort in eine einzige Kräuteroase.

Auch wir, hier bei Rühlemann, waren wieder gespannt und aufgeregt, wie es dieses Jahr wohl werden würde. Hilke und Anastasija haben schon im Vorfeld viel mit unseren Pflanzen experimentiert und herausgekommen sind dabei drei köstliche Pestosorten und drei Sirupsorten, die bei uns in der Gärtnerei verkostet werden konnten.

Mit Annika als tatkräftige Unterstützung wurden Schnittchen und fahrbare Limonaden-Verköstigungsstände hergerichtet Meist kam Anastasija nicht wirklich weit mit ihrem Wägelchen, dann wurden schon die ersten Kostproben angefordert.Hilke bewaffnete sich mit ihrem Tablett, um den teilweise schon erschöpften Besuchern eine kleine Stärkung zu reichen.

Bei Natascha und Karen konnten unsere jüngsten Gäste zwischen Wildtomaten, marokkanischer Minze, Lakritztagetes und russischem Strauchbasilikum ihren Favoriten auswählen und selber eintopfen.

Sorgfältiges Angießen ist sehr wichtig!

Es wurde viel gelacht…

…geschnuppert…

…gefachsimpelt und schwierige Entscheidungen getroffen…

…Begeisterung geteilt…

…noch ein Näschen voll Duft genommen…

…mit schweren Herzen jedoch lachendem Gesicht die Auswahl getroffen.

Tobias im Gespräch mit Besuchern und ein kleiner Käfer hört auch gespannt zu.

Ob die Pflanze wohl noch in den Korb passt?

Luc kam teilweise mit dem Pflanzen einräumen gar nicht so schnell hinter her, behielt jedoch wie das ganze Team, seine glänzende Laune.

Ganz neu dieses Jahr und für unsere geflügelten Mitbewohner sicher das Highlight waren die Bienen(Futter)Tüten die gefüllt waren mit 6 ausgesuchten Pflanzen (Blumen-Oregano, Anis-Ysop, Kaskadenthymian, Salbei rosa blühend, wildes Basilikum und Lavendel `Hidcote Blue`) auf die die Insekten im wahrsten Sinne des Wortes fliegen.

Bei Stephanie und Marlene konnte man die Tüte ganz unkompliziert, fertig gepackt, kaufen und mitnehmen.

„Anstrengend aber wunderschön!“ Lautete bei vielen das Fazit – ebenso wie bei uns. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch bei allen Besuchern unserer Gärtnerei  und dem tollen Team von Kollegen die für so einen reibungslosen Ablauf beim Kräutertag gesorgt haben.

Bis zum nächsten Jahr!

Fotos: André Wieding

Giftige Schönheiten

Zwei Pflanzen sind uns in den letzten Wochen besonders aufgefallen. Das Maiglöckchen betört immer wieder durch seinen typisch lieblichen Duft der kleinen Glockenblüten und beim Vorübergehen nimmt man gerne eine Nase voll davon mit.

Übrigens ist das Maiglöckchen auch eine sehr dankbare Kübelpflanze, die Michaela auf ihrem halbschattigen Balkon, jedes Jahr wieder Freude bereitet.

Während das Maiglöckchen die Nase entzückt, beeindruckt die Küchenschelle mit ihren wunderschönen blauvioletten Blüten, die sich, nach und nach, zu filigranen „Puschel“-Samenständen entwickeln.

Michaela hat diese zwei giftigen Schönheiten zu einem einzigartigen Strauß zusammengestellt, der durch Optik und Duft bezaubert. Auch wenn sie nicht zum Verzehr geeignet sind, bereichern sie jeden Garten. Es müssen ja nicht immer Rosen sein.

 

Fotos Andrè Wieding

 

 

 

Start des Direktverkaufs

Am kommenden Montag, dem 1. April öffnen sich um 10.00 Uhr endlich wieder die Türen für unsere Kundinnen und Kunden von nah und fern. Bis zum 30. September haben Sie dann die Chance, vor Ort,  unser umfangreiches Sortiment zu erkunden.

Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Ob Heilkräuter, Würzkräuter, Teekräuter, Räucherkräuter, Kräuter für Green Smoothies – für jeden Menschen ist das Richtige dabei. Dazu noch die fachliche Beratung und Unterstützung durch unser freundliches und kompetentes Verkaufsteam, da steht einem gelungenen Ausflug nichts im Wege.

Wir freuen uns mit Ihnen auf eine schöne und interessante Kräuter- und Duftpflanzen-Saison 2019!