Das war dufte!

Eins vorweg: die Kinder, die unsere Gärtnerei am letzten Samstag zu den Schnupperstunden ‚Das ist dufte‘ besuchten, waren wirklich große klasse!
Backen & Basteln stand auf dem Programm – und während es draußen immer grauer wurde, wurde es drinnen immer kreativer und bunter.

Egal ob beim Backen der Kräuter-Muffins (mit Australischem Zitronenblatt oder Minze), beim Bemalen und Füllen der Duftsäckchen oder beim Herstellen der Duftkugeln – mit Kardamom, Australischem Zitronenblatt, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Zitronenverbene oder Minze – schon nach kurzer Einweisung übernahmen die Kids die Regie, halfen sich gegenseitig, sorgten für ständigen Muffin-Nachschub bei Eltern und Kunden und schafften so eine wunderbar lebendige Atmosphäre.

Hilke und Anke genossen es – trugen ihre Ideen, Vorbereitungen und die Anleitung der jungen BesucherInnen doch schöne und bunte Früchte!

Ankes Kommentar zum Tag: Supi!
Hilke: Das mache ich gerne wieder!


Das Befüllen der Förmchen war Teamwork

Auch Anke hatte sichtlich Spaß dabei

Jetzt musst du aber auch probieren!

Die Duftsäckchen wurden erst bemalt …

… dann befüllt

… und ein schönes Band durfte natürlich auch nicht fehlen.

Fertig!

Wer hat Lust, mal selbst Lavendel zu schneiden? Daraus kann man kleine Duftsträuße binden!

Das Basteln der Duftkugeln war sicherlich der kniffeligste Teil: zuerst eine Kugel aus Holzwolle pressen, dann Kräuter aussuchen, die ersten Blätter um die Kugel legen und sogleich mit Draht umwickeln. Kleiner Tipp: Große Blätter zuerst, kleine darüber – das hält besser!




Das hat geklappt!

Und wie das duftet!

Mit bunten Bändern zum Aufhängen wirken sie noch schöner.

Erster Schnuppertag für Kinder

Kinder

Wir laden ein zum ersten Schnuppertag speziell für Kinder!

Am morgigen Samstag, den 2.7.2016 wird in unserer Gärtnerei von 12.00 – 15.00 Uhr alles im Zeichen des spielerischen Umgangs mit Kräutern stehen.

Freut euch auf sinnliche Erfahrungen und praktisches Tun – auch die leisen Momente werden nicht zu kurz kommen.

Wir werden mit euch Kräuterkekse backen und Duftsäckchen füllen, zusätzlich könnt ihr Kräuter-Memory spielen, Kräutermärchen lesen oder sogar selber schreiben und malen. Weitere Anregungen könnt ihr mit nach Hause nehmen … lasst euch überraschen!

Anja Bodmann und Anke Gettel freuen sich auf euch!

Und so findet ihr den Weg zu uns: Wegbeschreibung

Vielfalt der Teekräuter

… hieß das Thema der Schnupperstunden am vergangenen Samstag. Anja Bodmann und Martina Warnke, unseren Kunden stimmlich bestens vertraut durch die telefonische Auftragsannahme, zauberten dafür gut gelaunt eine ‚Teebar‘ mit den verschiedensten Teekräutern.
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Von unseren Dauerbrennern wie Marokkanischer Minze „… schmeckt frisch viiiiieeel besser als Beuteltee!“ über Anisysop und Ananassalbei bis hin zu ganz neuen Sorten wie der Chinesischen Tee-Chrysantheme durfte alles probiert, beschnuppert und auch gemischt werden.
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Bei unseren jüngsten Testern lagen die Zitronen- und Orangenverbene sowie die Lakritztagetes auf der Beliebtheitsskala weit vorne.
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Das Interesse am Thema war groß und manch einer freute sich an diesem verregneten und recht kalten Tag über einen Becher frisch zubereiteten Kräutertee. Anja und Martina sorgten dafür, dass Tee & Themen nicht ausgingen, schenkten ein und plauderten fröhlich aus dem ‚Teekästchen‘ 😉

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Im Laufe der drei Stunden entstand ein interessanter Austausch der sehr individuellen Geschmackserlebnisse. Das Fazit lautete: Probieren lohnt sich – auch zunächst ungewohnte Teekräuter wie z.B. Basilikum sind ein überraschender Genuss. Und so verabschiedeten sich die mutigen Tester am Nachmittag dankbar mit warmem Tee im Bauch und frischen Ideen im Kopf!

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Kräuter für Kinder 3.Teil: Hauswurz – Sempervivum tectorum

Hauswurz ist eine sehr schöne Kinderpflanze, denn sie ist kinderleicht anzupflanzen und zu pflegen. Eine Dachpfanne und ein paar Steine z.B. und schon kann es losgehen. Da sie zu den Sukkulenten zählt, genügt ihr auch ein steiniger Untergrund mit wenig Sand und Wasser. Hauswurz lässt sich deshalb auch gut in Steingärten pflanzen, z.B. gemeinsam mit Tripmadam. Sie verkraftet Trockenheit und auch Frost.

Ihre Genügsamkeit und das Durchhaltevermögen haben ihr wohl auch ihren lateinischen Namen beschert, der sich aus semper = immer , vivus = lebend und tectus = Dach zusammensetzt. Früher glaubten die Menschen, dass Hauswurz vor Blitzeinschlägen schützt, weshalb schon Karl der Große verordnete, dass es auf die Häuserdächer gepflanzt wird. Im Internet habe ich auf verschiedenen Seiten gefunden, dass am Schutz vor Blitzen wohl tatsächlich etwas dran sein soll. Untersuchungen haben demnach ergeben, dass die Spitzen der Blätter der Hauswurz den heutigen Blitzableitern ähnlich sind. Häuser mit Hauswurzbewuchs werden also durchaus von gewittrigen, elektrischen Entladungen heimgesucht, aber es baut sich kein extremes Spannungsgefälle auf, das zum Blitzschlag führt. Man benötigt für diesen natürlichen Blitzableiter aber  ziemlich viele dieser Pflanzen. Als Orakel diente die Hauswurz früher ebenfalls. Hatte man Hauswurz mit rötlich gefärbten Blüten, deutete sich ein freudiges Ereignis an, während schneeweiße Blüten den baldigen Tod eines Angehörigen verkündeten. Seit Alters her wird Hauswurz zudem äußerlich bei Verletzungen, Verbrennungen, Hämorrohiden und Hautausschlägen verwendet. Hierfür nimmt man entweder frische Blätter, die man zerkleinert und dann als Umschlag auf die Wunde packt oder den ausgedrückten Pflanzensaft mit etwas Wasser verdünnen und dann als Kompresse auflegen. Sempervivum tectorum steht unter Naturschutz. Wildpflanzen daher bitte am Fundort belassen.

Ihre Patricia Rühlemann

Der Chili „Bolivian Wild – Capsicum baccatum“

Gemahlene Chilis kennt man auch unter dem Namen Cayennepfeffer. Die Bezeichnung Capsicum leitet sich aus dem griechischen kapsa ab, was so viel bedeutet wie Kapsel und auf die Form der Wildchilis hinweist. Und wer sich immer schon fragte, was für den scharfen Geschmack verantwortlich ist – das ist das Capsaicin – ein Inhaltsstoff, der auch in Wärmepflastern – wie das ABC-Pflaster (Arnika, Belladona, Capsicum) verwendet wird.
Der Bolivian Wild ist ein Chili, mit sehr kleinen Früchten, die extrem scharf sind. Sein ursprüngliches Heimatland ist wie bei allen Chilis in Südamerika zu finden. Bei uns im Verkaufsgewächshaus gedeiht er hervorragend. Mindestens einmal im Jahr wird er gekürzt.
Der Bolivian Wild ist ein Chili, den Chili-Experte Boris Reinsch bei uns in Horstedt vor zwei Jahren vorgestellt hat und so sieht er aus:

Wer Lust und Zeit hat mehr über Chilis zu erfahren, ist herzlich eingeladen am Samstag, den 18.September 2010 hier in unsere Gärtnerei in Horstedt zu kommen.
Auf alle Chilis gibt es an diesem Tag 20% Rabatt auf den Vorortverkauf. Zudem wird Boris Reinsch ein kostenloses Seminar ohne Voranmeldung geben und Ursula Schröder zaubert ein köstliches Buffet mit Rezepten aus der Welt der Chilis.

Feurige Zeiten wünscht
Patricia Rühlemann

P.S.: Gestern Abend (15.09.2010) erreichte uns die Nachricht, dass Boris Reinsch erkrankt ist und Ruhe verordnet bekommen hat. Daher werden Daniel und ich an diesem Tag Ihnen die Chilis näher bringen mit Geschichten, Informationen und Experimenten in der Küche.