Friesische Bruschetta

 

Wie könnte eine der beliebtesten italienischen Vorspeisen ins Norddeutsche übersetzt schmecken? Am besten mit Queller, auch Meeresspargel genannt!
Ich komme von der Nordseeinsel Borkum und kenne dieses Gericht von dort. Es schmeckt mir sehr gut und die Geschmacksnerven der Testesser der Gärtnerei waren ebenfalls positiv überrascht.

Für die Friesische Bruschetta schneide ich Tomaten, Zwiebeln, Zimmerknoblauchlauch und Schnittlauch klein und würze das Ganze mit Pfeffer, Salz und Olivenöl.
Für das Meeresspargelpesto zerkleiner ich Queller mit einem Mörser und vermenge es mit Olivenöl.
Dieses Pesto bildet das Bett für eine angeröstete Landbrotecke, die ich mit dem Tomaten-Zwiebel-Schnittlauch-Trio bedecke.
Die friesische Note wird unterstrichen durch frische Nordseekrabben.
Als i-Tüpfelchen drapiere ich frische Quellerzweige auf diese Bruschetta mit Nordsee-Aroma.

Guten Appetit wünscht Fiona!

Text/Idee & Umsetzung: Fiona

Fotos: André Wieding

Buntes Ofengemüse mit Kräuter Dip

Für das Ofengemüse benötigt man:

2 Rote Beete

1 Süßkartoffel

2 Äpfel

600g bunte Möhren

3 Pastinaken

5 rote Zwiebeln

1 Bund Lauchzwiebeln

3 Knoblauchzehen

200g Schafskäse

6Eßl. Öl

Salz

Bunter Pfeffer

Französischer Thymian

Rosmarin Arp

Schnittknoblauch Quattro

Bergbohnenkraut

Liebstöckel

Für den Dip

150g Frischkäse

200g Schmand

¼ TL Gemüsebrühe

Salz

Zitronenschale

Zimmerknoblauch

Französischer Thymian

Olivenkraut

Petersilie

Zubereitung:

Rote Beete, Süßkartoffel, Pastinaken, Lauchzwiebeln, Möhren und Äpfel waschen, schälen und in Stücke schneiden.

Zwiebeln schälen und vierteln. Knoblauchzehe ganz feinschneiden.

Das Gemüse auf ein Backblech geben und mit dem Öl, Knoblauch, Salz und Pfeffer gut vermengen.

Den Backofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen und 25 Min garen.

Gemüse aus dem Ofen nehmen und den Schafskäse krümelig drüberstreuen.

Kräuter darauf verteilen und noch 10 Min überbacken.

Mit frischen Kräutern und Blüten dekorieren.

Frischkäse und Schmand im Mixer verrühren.

Die Gewürze und die gehackten Kräuter unterrühren.

Mit frisch geriebener Zitronenschale abschmecken.

Idee & Umsetzung Doris Lünsmann

Bilder: André Wieding

Picobello – Limoncello

Hey Brigitte! Trink einen Limoncello für mich mit auf Sizilien!“ war einer der häufigsten Sätze vor meinem Urlaub. Ich hatte gar keine Vorstellung, wie Limoncello schmeckt. Bisher hatte ich noch keinen getrunken und er stand nicht zuoberst auf meiner Prioritätenliste für die Urlaubsplanung.
Wie es dann so ist, sitze ich in einer netten Bar am Strand und höre mich „Un Limoncello, prego!“ ordern. Eisgekühlt, bei einem Sonnenuntergang am Meer, traumhaft.
Zurück in der Gärtnerei ging ich an unseren Ponderosa Zitronen vorbei und zack! Der Limoncellogeschmack auf der Zunge nebst Urlaubsgefühl stellte sich ein.
Jetzt war ich von der Idee angetan, Limoncello selbst herzustellen. Damit ich nicht alleine arbeiten, recherchieren und trinken musste, habe ich kurzerhand Heiko und Cynthia mit ins Boot geholt.

Im Netz fand ich verschiedene Rezepte, mit teilweise sehr unterschiedlichen Angaben zum Alkoholgehalt des Trägers. Einigkeit herrscht darüber, dass hochprozentiger Alkohol die Aromen besser aus der Schale löst. Deswegen haben wir uns für 96%igen Weingeist entschieden.
Da unsere Ponderosa Zitronen noch grün waren, haben wir sieben sizilianische Zitronen gründlich gewaschen, abgetrocknet und die Zesten ganz dünn abgeschält. Mitunter haben wir eine grobe und eine feine Raspel genommen. Die weiße Haut der Frucht würde den Likör bitter machen, also vorsichtig raspeln und schälen.
Die Zesten haben wir in den Weingeist (ca. 0,8 Liter) gegeben und es entstand sofort eine Gelbfärbung. „Ist Weingeist gelb?“, fragte Cynthia erstaunt. Nein, natürlich nicht, doch der hohe Alkoholgehalt sorgt dafür, dass der Weingeist seine Arbeit unverzüglich aufnimmt und die Aromen und Farbstoffe aus den Zesten zieht.
Den Ansatz haben wir gut verschlossen eine Woche an einem warmen Ort ziehen lassen.

Aus 400 g Zucker und einem Liter Wasser wird Zuckerwasser für den Limoncello hergestellt. Das Wasser wird leicht geköchelt, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Idealerweise wartet man bis das Zuckerwasser vollständig abgekühlt ist, wir haben mit einem kalten Wasserbad nachgeholfen.
Nun wurden die zwei Flüssigkeiten zusammengemischt und augenblicklich probiert. Uah! Zitroniger, jedoch sehr „medizinischer“ Geschmack. Das lag vermutlich an dem enorm hohen Alkoholgehalt. Heiko war pfiffig und hatte die Zitronen, von denen wir die Zesten geschält haben, ausgepresst. Dieser Saft war noch im Kühlschrank.
Erneut wurde gemischt – etwa ein drittel Zitronensaft zu zwei dritteln Limoncello. Hm, lecker!
Nach weiteren zwei Wochen ziehen ist er auch ohne zusätzlichen Saft fertig. Jetzt schmeckt er auch pur oder bildet eine tolle Grundlage für Cocktails.

Geduld ist nicht meine größte Stärke und ich wollte unbedingt, mit den noch grünen Zitronen, einen zweiten Durchgang starten. Die am Anfang kräftig grüne Färbung ist nach dem Mischen und Ziehen lassen leider etwas verblasst – dennoch, ein eigener Limoncello à la Brigitte.
Jetzt haben wir beide Sorten im Vergleich verkostet. Der gelbe Limoncello ist aromatisch, fruchtig und lecker, wohingegen der grüne Limoncello extrem wie Medizin schmeckt. Die unreifen Zitronen haben einfach keine Chance gehabt, genügend Aroma entwickeln zu können. Schade.
Jetzt werden wir wohl noch einen dritten Ansatz wagen, allerdings erst, wenn die Zitronen gut ausgereift sind.
Bis dahin! Eure Brigitte

 

Fotos: André Wieding