Winterruhe im Pflanzenversand

Auch dieses Jahr neigt sich dem Ende zu und unser Team vom Pflanzenversand entschwindet, zwar nicht gerade in den Süden, jedoch in die wohlverdiente Winterpause.

 

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

aus: Erich Kästner, Der September

Saatgut und Bücher werden, wie gewohnt, auch in den Wintermonaten versendet. Wir wünschen eine schöne Herbst- und Winterzeit.

Foto: André Wieding

Herbstlich cremige Pilze mit Salbei

Herbstzeit ist Pilz-Zeit!

Wer sich, so wie ich, mit Pilzen nicht gut auskennt sollte sich lieber auf den Einkauf verlassen. Ansonsten kann man dieses Rezept auch wunderbar mit Steinpilzen, Pfifferlingen und was es sonst noch an erdigen Köstlichkeiten gibt, machen.

Das Rezept ist schlicht und lässt sich auch von Küchenanfängern leicht zubereiten.

Zutaten für 4 Portionen:

ca. 800 g Pilze, 1 Bund Salbei, 100ml Weißwein (trocken oder halbtrocken),

400 ml Hafersahne, 1 – 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und ein EL trockene Gemüsebrühe

nach gusto: getrocknete Kräuter zur Intensivierung des Geschmacks (getrocknete Basilikumblüten harmonieren wunderbar)

Die Pilze putzen und große Pilze ggf. halbieren. Die Salbeiblätter in Streifen schneiden. Sahne, Wein, Salbei, Gemüsebrühe und die gepressten Knoblauchzehen verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Auflaufform mit Margarine fetten und die Pilze und die Soße hineingeben.

Das Ganze für etwa 20 – 25 Minuten bei 220 Grad in den Backofen.

Dazu passt wunderbar Kroketten, Reis oder Kartoffelpüree.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Fotos: André Wieding

Winterschlaf

Und schon wieder ist eine Saison vorbei… Ab morgen ( 1. Oktober ) geht der Direktverkauf in den Winterschlaf.

Sollten Sie noch PflanzenWünsche haben: Im Versand wird noch bis Ende Oktober fleißig weiter gepackt und verschickt.

Tobi’s Prachtexemplar

Ein herzliches DANKESCHÖN an alle verständnisvollen und geduldigen Kunden!

Schön, das wir auch in diesem Jahr so viele alte und neue Kunden im Direktverkauf begrüßen durften.

Das Verkaufsteam wünscht Ihnen einen pflanzenfreundlichen und erholsamen Winter.

Bis zum Frühling!

 

Text & Foto Silke Rogosik

Wilder guter Heinrich

Es gibt so viele wilde Alternativen zu dem handelsüblichen Spinat, dass ich schon seit Jahren dazu übergegangen bin, diese in meinem Garten zu kultivieren, ohne dass ich mich wirklich darum kümmern muss. Dazu gehören beispielsweise Brennnesseln, Malven, Giersch und mein absoluter Favorit, der gute Heinrich.

Normalerweise hab ich es nicht so mit genauen Rezepten und in meiner Küche läuft vieles „frei Schnauze“. Gerade bei den wilden Gemüsesorten im Garten ist das auch nicht unbedingt nötig. Da kann es auch jahreszeitlich bedingt ganz anders schmecken.

Eines meiner Lieblingsrezepte lässt sich schnell und einfach nach kochen und sieht immer toll aus.

Die Zutaten sind für etwa zwei Portionen:

4 große Handvoll guter Heinrich (o.andere wilde Spinatkräuter wie Baumspinat, Melde etc.)

1 bis 2 Lauchzwiebeln

3 Aprikosen

etwas Rapsöl

ca. 100 ml Gemüsebrühe

Salz und Chili

Wenn man gerade Blüten im Garten hat, ruhig gleich ein paar für die Dekoration ernten. Dafür geeignet sind z. B. Mohn, Kamille, Kornblumen, Thymian oder Tagetes.

Die Blätter werden verlesen und gewaschen, sehr große Blätter klein zupfen und alles trocken schütteln. Die Lauchzwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Die Aprikosen werden entkernt und in Spalten zerteilt.

Die Zwiebeln in Öl leicht andünsten und den guten Heinrich dazu geben. Das Ganze etwas einköcheln lassen und mit der Brühe ablöschen. Jetzt die Aprikosen hinzugeben und ebenfalls kurz, sie sollten wirklich nicht zu matschig werden, mitziehen lassen.

Zum Schluss mit Salz und Chili pikant abschmecken und mit den Blüten schön anrichten.

 

Ein echter Augen- und Gaumenschmaus und innerhalb weniger Minuten auf dem Tisch.

Auch hier bei den Kollegen und Kolleginnen kam das Gericht sehr gut an. Einfach mal Ausprobieren. Viel Spaß und guten Appetit.

Fotos: André Wieding

 

 

 

 

Pflanzen aus aller Welt entdecken

Einmal um die Welt – wo Pflanzen zu Hause sind

Maren und Maren auf Expedition

Ob an klaren Bachläufen, im feucht-warmen Dschungel, in der trockenen Savanne, überall behaupten sich Pflanzen und haben ihre Bedürfnisse an die klimatischen Bedingungen angepasst. In unserer Gärtnerei in Horstedt, mitten im norddeutschen Schmuddelwetter und den vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone, gedeihen die verschiedenartigsten Stauden und Kräuter aus allen Erdteilen und wir Gärtner versuchen ihnen gerecht zu werden.

Es gibt Kalthäuser, in denen die Temperaturen im Winter bis auf wenige Grad über null absinken, Warmhäuser, Trockentische, Lichttische, feuchte Zonen im Freiland und für die absoluten Wärmeliebhaber das Morpheus mit gemütlichen zwanzig Grad zu jeder Jahreszeit.

Diese Beiden stammen ursprünglich aus Gebirgsregionen und kommen deshalb mit trockenen, steinigen Böden gut klar: vorne der Himalaya-Knöterich und rechts hinten die Kaukasus-Fetthenne.

Wo wir Handschuhe, Schal und Mütze gegen die Kälte anziehen, fühlen sich grönländischer Porst (hinten) und schottischer Liebstöckel wohl.

Einige Pflanzen in der Gärtnerei zeigen auf kleinen Hinweisschildern ihre Bedürfnisse an. Diese hier mögen es gerne feucht.

Im Amazonasgebiet im tropischen Regenwald sind die speziellsten Pflanzen zu finden. Wir haben uns durch den norddeutschen Dschungel gekämpft, um sie zu bestaunen:

Anamu aus Peru

Auch zu Hause lassen sich mit Pflanzen schöne Erdteile entdecken. Pflanzen die ihren Ursprung in anderen Ländern haben, sollte man auch zu Hause ihren Bedürfnissen gemäß versorgen und auf Lichtbedarf, Temperatur oder Bodenfeuchte achten um viel Freude mit ihnen zu haben.