Buchweizen-Torte mit Ölweiden-Marmelade

Die Früchte der essbaren Ölweide sind Scheinbeeren. Sie reifen im späten September und Oktober, schmecken süßsäuerlich, herb und sind sehr saftig. Sie enthalten einen Kern, der bei rohen Früchten mitgegessen werden kann. Die Beeren sind ähnlich, wie ihre Verwandten die Sanddornbeeren, durch ihren hohen Anteil an Vitamin C und Mineralstoffen sehr gesund.

Ölweiden-Marmelade
(für ca. 5x200ml Gläser Marmelade)
– 1 kg Ölweidenfrüchte
– 500 g Gelierzucker 2:1
– 1 Bio-Zitrone

Die Früchte in einem Topf mit etwas Wasser kurz aufkochen, durch ein Sieb streichen. Die Zitrone waschen und den Abrieb einer Zitronenhälfte mit dem Saft der ganzen Zitrone, dem Fruchtmus und dem Gelierzucker vermischen.
Alles einige Minuten rühren und sprudelnd kochen lassen. In die sauberen Gläser füllen bis zum Rand und sofort verschließen. Auf Grund des leicht herben Geschmacks der Marmelade schmeckt sie auch sehr gut zu herzhaften Gerichten oder auf Käsebrot.

Buchweizen-Torte
– 4 Eier, getrennt
– 180g Zucker
– 150g Buchweizenmehl
– 1 Päckchen Backpulver
– 500g Ölweiden-Marmelade
– 3/4l Sahne
– Zartbitter Schokoraspel

Den Backofen auf 190-200 Grad Umluft vorheizen.

Das Eiweiß mit einem Handrührgerät steif schlagen und 100g Zucker einrieseln lassen. Das Eigelb in einer anderen Schüssel mit dem restlichen Zucker schaumig rühren, den Eischnee darunterziehen. Buchweizenmehl und Backpulver zur Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Eine Springform von 26cm Durchmesser einfetten, den Teig einfüllen und ca. 30 Minuten backen.
Den erkalteten Boden einmal durchschneiden, zuerst mit der Hälfte der Ölweiden-Marmelade und dann mit einem Teil der Sahne bestreichen. Den obersten Boden aufsetzen und wieder zuerst mit Marmelade und dann mit Sahne bestreichen. Auch den Rand mit Sahne bestreichen, zuletzt die Torte mit den Schokoraspeln nach belieben bestreuen.

Tipp: Die Torte schon einen Tag vor dem Verzehr zubereiten und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. 🙂

von: Frederike Tischoff und Isa Engelmann

Fotos: André Wieding

Der Duft aus der Steppe

Ursprünglich sind die Duftpelargonien in der südafrikanischen Steppe beheimatet, doch auch hier finden diese pflegeleichten Pflanzen immer mehr Freunde.

Duftgeranie ‚Rober’s Lemon Rose‘

 

Sie haben ein sehr ansprechendes Blattwerk und attraktive Blüten in den unterschiedlichsten Größen und Farben. Zudem bestechen sie durch ihre mannigfaltigen Aromen. Auf den Blättern sitzen feine Drüsenhärchen, die schon bei leichten Berührungen durch uns oder den Wind ihren Duft freisetzen. Bienen und Hummeln profitieren von der langen Blütezeit und kommen gerne zu Besuch.

Apfelduftgeranie

 

Rosengeranien, speziell die ‚Attar of Roses‘

werden bei der Parfümherstellung und zu kosmetischen Zwecken verwendet. Per Wasserdampfdestillation wird der Duft aus den Blättern konserviert. Dieser Duft wirkt harmonisierend und ausgleichend. Raumdüfte oder Hautpflegeprodukte werden damit verfeinert.

Bienenwachs-Duftgeranie

 

Duftgeranie ‚Purple Unique‘

 

Eine besondere Stellung unter den Duftgeranien nimmt die Heil-Pelargonie ein. Das Extrakt aus der Wurzel wird zu medizinischen Zwecken benutzt. Es gilt als starkes Mittel gegen Bronchitis und Husten.

Die Pflege der Geranien ist unkompliziert. Sie brauchen nährstoffreiche Erde, einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz und genügend Wasser. Nasse Füße mögen sie nicht.

Während der Wachstumszeit benötigen die Pflanzen regelmäßig Dünger. Am einfachsten ist es, einen Flüssigdünger einmal wöchentlich mit in das Gießwasser zu geben. Dabei sollten Sie braune oder fleckige Blätter an den Pflanzen entfernen.

Eine Möglichkeit der Überwinterung besteht darin, die Pflanzen im Herbst aus den Töpfen zu nehmen und die Erde locker zu entfernen. Nun kürzt man die Triebe auf 10 cm ein und entfernt die restlichen Blätter von den Stängeln. Dies mindert die Anfälligkeit für Blattkrankheiten. Die Wurzeln mit einem Gemisch aus Erde und Sand bedecken. Optimal wäre ein heller Ort mit 5-10 Grad und eher trocken halten. Im Frühjahr werden sie einfach wieder einzeln in frische Erde getopft und es sollte wieder regelmäßig gedüngt werden.

Fotos Andrè Wieding

Idee & Anleitungen Eva Brendel

 

Johanniskrautöl selber machen

„Es ist nicht möglich, daß eine bessere Arznei für Wunden in allen Ländern gefunden wird.“ Paracelsus

„Wie, du kennst kein Rotöl?“ Andre schaut mich an und schüttelt den Kopf. Das muss ja nicht so bleiben finden wir und machen uns auf die Suche nach blühenden Pflanzen. Gar nicht so einfach, denn der Name der Pflanze leitet sich daher ab, dass sie schon am 24. Juni erblüht, dies ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer. Die Erntezeit ist zwar bis September, doch schon jetzt sind hier in der Gärtnerei viele Pflanzen verblüht.

Wir sind zum Glück fündig geworden und haben genügend Blüten für unser Johanniskrautöl ernten können.

Die Herstellung ist denkbar einfach. Blüten und Blätter vom Stängel streifen, ein Schraubgefäß locker mit dem Kraut befüllen und mit einem Pflanzenöl (Olivenöl, Weizenkeimöl o.ä.) aufgießen, sodass die gesamten Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. An einem möglichst sonnigen Ort muss das Öl dann sechs Wochen ziehen, bis es eine schöne rote Farbe angenommen hat. Ab und zu ein wenig schütteln.

Frei nach dem Motto von Jean Pütz: „Ich hab da mal was vorbereitet… “ ist links auf dem Bild ist die Farbe vom fertigen Johanniskrautöl zu sehen und warum es auch als Rotöl bekannt ist.

Nun heißt es, Geduld zu haben und die Sonne ihre Arbeit tun zu lassen, dann wird das neu hergestellte Öl sicherlich auch bald Farbe bekennen. Die Mischung durch ein Sieb oder Mulltuch in eine saubere Flasche umfüllen und lichtgeschützt aufbewahren.

Zur Anwendung gibt es viele hilfreiche Seiten, sie sind so vielfältig, das es hier in unserem Blog den Rahmen sprengen würde. Aus meiner Hausapotheke ist es nicht mehr wegzudenken.

Viel Freude beim selber Machen!

Fotos Andrè Wieding

Bekannte treffen…

Haben Sie schon mal den „Tag der offenen Gärten“ besucht?

An bestimmten Terminen im Sommer, laden Gartenfreunde dazu ein, sich nach Lust und Laune kreative, mit viel Liebe und grünem Daumen angelegte Gärten anzusehen und dabei vielleicht die ein oder andere gedankliche Inspiration mitzunehmen.

Trotz Corona Pandemie konnten einige Termine auch 2020 angeboten werden. In sehr großen Gärten war es durchaus möglich, das sich die Gäste mit dem empfohlenen Mindestabstand von 1,50m, in Ruhe alles anschauen konnten.

An einem Sonntag rief mich meine Kollegin an, ob wir uns mal einen „offenen“ Garten in der Nähe anschauen wollten.

Am Eingang empfing uns schon so allerhand blühendes und duftendes.

Schnell war auch schon der erste Bekannte gesichtet.

Mit seinen leuchtend gelben Blüten und den roten Kapseln, welche sich nach der Blüte bilden, stand das Johanniskraut ´Tutsan´ als kräftiger Farbklecks im Beet.

Johanniskraut Tutsan

Johanniskraut ‚Tutsan‘

Unter einem kleinen Baum rankelte sich die Wegwarte in die Höhe, zur leider heute nicht vorhandenen Sonne.

Wegwarte

Wegwarte

Beim weiteren Rundgang mit Schnuppern und an Blättern reiben, um evtl. den Duft noch etwas heraus zu kitzeln, sahen wir in großer Menge, Kapuzienerkresse. Viele leuchtende Blüten, machten selbst diesen bedeckten Tag zu einem sonnigen.

gefüllte Kapuzinerkresse

Gefüllte Kapuzinerkresse

Dann kam ein Ginkgo. Bei diesem ca. 3m hohen Baum, fiel mir auf, daß die unteren Zweige mit sogenannten „Hühnergöttern“ (Steine mit einem Loch, welche oft an den Küsten zu finden sind) beschwert waren. So wachsen die Äste nicht alle senkrecht nach oben.

Ginkgo

Ginkgo

Weiter ging es auf die Terrasse. In einem Hängekorb hatte es sich ein riesiger Brasilianischer Sauerklee gemütlich gemacht. Als ich meinen persönlichen Lieblingsklee laut bewunderte, im Beisein der Gastgeberin, gab sie mir gleich den Tipp, daß ich diese Pflanze bei Rühlemann‘s kaufen könnte. Ich musste doch etwas schmunzeln, habe mich aber nicht “geoutet“.

Brasilianischer Sauerklee

In der ganzen Gartenvielfalt von Pflanzen, Obstbäumen und Gemüsebeete, entdeckte ich am Schluß noch einen kleinen Steckling in der Erde.

Das Australische Zitronenblatt. Diese Pflanze ist nicht winterhart und sollte wahrscheinlich nur ordentlich Wurzeln bilden um später in einem Kübel zu wohnen.

australisches Zitronenblatt

Australisches Zitronenblatt

Da wir diese Pflanzen nur als Jungpflanzen, oder Saatgut verschicken, bzw. verkaufen war es interessant zu sehen, wie sie sich so entwickeln.

Wie wir erfuhren, durfte dieser Garten schon seit 35 Jahren wachsen und gedeihen. Mit tollen Accessoires, gemütlichen sonnigen und schattigen Sitzgelegenheiten und vielem mehr, wird auch dieser Garten im nächsten Jahr wieder seine Pforten öffnen.

Gucken lohnt sich. 🙂

Heimlichtuer im Garten

Früh morgens, wenn der Cystus® sich noch unbeobachtet glaubt, schiebt er seine Blüten für den kommenden Tag wie kleine Schrauben aus seiner Knospe.

Auch wenn die Fotos aufgrund der Uhrzeit und des Lichts nicht das Highlight des Tages sind, war es wirklich ein schönes und spannendes Schauspiel, denn zumindest mir sind diese morgendlichen kleinen Blütenpäckchen nie vorher aufgefallen.

Die vielen Bienen und Hummeln die den Cystus® bei mir im Garten momentan umschwärmen waren schon in hab Acht – Stellung, die Blüte war kaum geöffnet und schon wurde sie besucht.

Es summt und brummt und blüht den ganzen Tag und ich freue mich immer wieder aufs Neue über diesen Riesenbusch der aus der jungen Pflanze vor zwei Jahren geworden ist.