„Kräutertag? Voll gut!“

Wenn glücklich strahlende Menschen den Kräutertag mit einem Arm voller Kräuter verlassen und StammkundInnen schon auf‘s nächste Mal anstoßen, dann sagen wir uns jedes mal wieder: alles richtig gemacht!

Wie zu erwarten, war der Andrang an den über 90 Ständen im Ort und auch in unserer Gärtnerei bei feinstem Wetter groß. Trotzdem verlief alles in gewohnt freundlicher und friedlicher Atmosphäre. Es wurde überall geschaut, probiert, geschnuppert, gekostet und gestaunt – und genau so hatten wir uns das gewünscht!



Für einen reibungslosen Ablauf vor und hinter den Kulissen sorgte in unserer Gärtnerei in diesem Jahr ein Team von über 20, sehr engagierten KollegInnen. Sie verkauften unermüdlich Pflanze um Pflanze, berieten Hilfe suchende KundInnen, verteilten leckere selbst hergestellte Kostproben, entwarfen schöne und originelle Kräuterdeko, betreuten Kinder beim Topfen ihrer ersten Kräuter, gaben Tipps beim Gewinnspiel, führten Besucher durch die normalerweise geschlossenen Bereiche der Gärtnerei, versorgten die Verkaufs-flächen pausenlos mit Nachschub und die Gärtnerei mit Wasser und beantworteten dabei gut gelaunt jede Menge Fragen.

Verkaufsleiterin Silke R.: „Ich bin wieder einmal überwältigt von der Hilfe so vieler Kolleginnen und Kollegen, die es möglich gemacht haben, dass der Kräutertag ein so toller Tag war. Nicht nur für die Besucher, sondern auch für uns als Team. Danke dafür!!!“


Anni mit KundInnen an der Kasse

Brigitte …

… und Silke M. im Beratungsgespräch

André mit Nachschub

Fredi beim Auffüllen der Basilikumflächen

Svenja mit einem Besucher beim Gewinnspiel, bei dem 3 Pflanzen erraten werden sollten

Hilke, Anastasija und Elveda mit Kräuter-Kostproben in Buttermilch und Quark
(die Rezepte finden Sie am Ende dieses Blogbeitrags)

Michaelas Kräutersträuße brachten bunte Farbtupfer auf die Tische

Natascha und Karen …

… halfen Kindern beim Eintopfen ihrer ersten Kräuter

Betriebsleiter Tobias Breuckmann führte durch verschiedene Bereiche und erzählte dabei einiges über Historie und Philosophie der Gärtnerei

Erhaltenswerte Pflanzenvielfalt konnte am Beispiel verschiedener Basilikumpflanzen mit allen Sinnen erfahren werden

Auch außerhalb unserer Gärtnerei …

drehte sich vieles um frische Kräuter, …

deren Nutzen für die Umwelt …

und köstlicher Verwendung.

Wer weitere Eindrücke vom Kräutertag 2018 in bewegten Bildern genießen möchte, sollte den Beitrag des NDR, der voraussichtlich am 23.6.2018 im Rahmen der Sendung DAS! gezeigt werden wird, nicht verpassen!

Hier die Rezepte unserer diesjährigen Kostproben von Daniels Kräuter-Kreationen:

Yin & Yang
Wasabiblätter
Langer Koriander
Zimmerknoblauch, grün
Basilikum „Wildes Purpur“
Toronjil Morado
Quark, 40% Fett i. Tr.
Salz

Süß & Sauer
Lakritztagetes
Bananenminze
Roter Sauerampfer
Quark, 40% Fett i. Tr.
Zucker, Salz

Ost & West
Bärwurz
Zwiebellauch
Liebstöckel
Bronze-Perilla
Yauthli
Quark, 40% Fett i. Tr.
Salz

Buttermilch mit Australischem Zitronenblatt
Blatt vom Australischen Zitronenblatt nach Geschmack (vorsichtig dosieren) mit
1 gehäuften TL Zucker pürieren und 500 ml Buttermilch dazugeben. Wer‘s weniger säuerlich mag oder Milch nicht verträgt, nimmt als Alternative z.B. Sojamilch.

Es kräutert wieder in Horstedt

Wenn gut gelaunte Besucher von einer Kräuter-Leckerei zur nächsten schlendern,
Altbewährtes begrüßen, Neues entdecken, die Region erleben und dabei jeden
Moment genießen – dann ist wieder Kräutertag in Horstedt!

Ob alternative Süße durch Stevia, kulinarisch vielseitig verwendbares Australisches Zitronenblatt oder „Kraut der Unsterblichkeit“ – unsere Gärtnerei ist an diesem Tag von 11.00 – 18.00 Uhr geöffnet und hält eine riesige Palette von Würz- Duft- und Heilpflanzen bereit, insgesamt über 800 Sorten an Pflanzen und noch einmal genauso viele als Saatgut.

Glücklich ist der, der eines der 50 Kochbücher „Weltkräuterküche“ von Gärtnerei-Chef Daniel Rühlemann und Sternekoch Wolfgang Pade aus Verden gewinnt. 33 Rezepte mit exotischen Kräutern warten darin auf experimentell veranlagte Hobbyköche.

Schon allein die Pflanzendüfte beim Schlendern durchs Gewächshaus lassen einem
das Wasser im Mund zusammenlaufen; da passt es gut, dass zwischendurch immer wieder Kostproben von sehr außergewöhnlichen Kräuterquark-Kreationen gereicht werden oder das Aroma des Australischen Zitronenblatts in einfacher Buttermilch gekostet werden kann.

Während die einen gemütlich bummeln, nehmen andere an einer Führung durch die Gewächshäuser teil oder freuen sich mit ihren Kindern über die ersten selbst eingetopften Kräuter, die dann zuhause weiterwachsen dürfen.

Wer so richtig auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auf der Kräutermeile im Ort
verwöhnen lassen: ob Kräuterpommes, -frikadelle, -brot, -fisch oder -bratwurst,
die Auswahl an kulinarischen Genüssen ist vielfältig.

Anregungen zur Verwendung von Kräutern gibt es an fast jedem der über 90 Stände, und vieles davon kann käuflich erworben werden. Damit auch das Auge nicht zu kurz kommt, bieten zudem regionale Kunsthandwerker ihre Waren feil.

Das genaue Tagesprogramm kann beim Veranstalter
Kräuterregion Wiesteniederung erfragt werden: www.kraeuterregion.de

Eine Anfahrtsbeschreibung gibt’s hier.

Herzlich willkommen!

Von Wetter, Pflanzenversand und Rosen

Wenn die Apothekerrose blühend in der Versandstraße steht, dann ist endlich Sommer!
… So jedenfalls könnte man das für die letzten Jahre formulieren.

Dieses Jahr ist hier bei uns im Norden wirklich alles anders und das Wetter für unseren Versand eine komplexe Herausforderung. Im Frühjahr wollten die Pflanzen nach dem ungewöhnlich strengen Winter einfach nicht aus dem Töpfen kommen. Dann schaltete das Frühjahr schon nach kurzer Zeit auf Hochsommer und nun explodiert das Pflanzenwachstum förmlich. Die GärtnerkollegInnen schneiden, schneiden, schneiden und schneiden, die Kommissionierer drehen Runde um Runde um Runde und in der Packhalle wird ein Pflanzenpaket nach dem anderen gepackt.

Der Blick auf die wunderschön blühenden Rosen versöhnt ein wenig mit Stress und ungewohnter schwüler Hitze. Anastasija nahm sich im Vorübergehen eine Blüte mit und warf sie kurzerhand in ihre Teetasse. Und war vom feinen Rosengeschmack dieses Tees sofort ganz angetan.


Dies blieb nicht lange unbemerkt – neugierige KollegInnen schauten über die Schulter, nahmen einen Schluck und waren sich einig: das ist ein richtig leckerer Tee, der gekühlt sogar noch besser schmeckt!


„Wie das wohl schmeckt?“

Anastasija wartet gespannt …

„Ui, überraschend lecker!“

Test bestanden!

Und wie das öfter mal in dieser Gärtnerei passiert, entwickelte sich daraus eine ganz eigene Dynamik. Melli, die Testerin, fragte sich plötzlich: „Wie diese Rose wohl in Kombination mit anderen Kräutern schmeckt?“

Und so wanderten inzwischen schon Brasilianischer Sauerklee, Jasmin und Minze zur Rose in die Tasse. Richtig passend fanden die beiden bisher nur den Sauerklee, der durch seine Säure eine sehr erfrischende Note hinzufügt. Minze und Jasmin überdeckten den feinen Geschmack der Rose zu sehr.

So sehr auf die Rose gekommen, wollen die beiden aber noch nicht aufgeben:
„Wir experimentieren weiter!“

Seltene Früchte

Wie kleine Fruchtgummi-Herzen sehen sie aus, die Beeren des Strauch-Geißblatts. Entdeckt hat sie Susanne, als sie mit ihren Kolleginnen aus der Saatgut-Abteilung just neben der Pflanze Pause machte.

„Es ist gar nicht so einfach, die Beeren zu entdecken. Und das liegt hauptsächlich daran, dass die Vögel ganz versessen auf sie sind und sie wegfuttern sobald sie reif sind.“


Zu unserem Glück haben die Piepmätze ein paar der Leckereien übersehen und so konnten wir doch noch einige ablichten. Susanne freut es besonders, ist doch das Strauch-Geißblatt ihre absolute Lieblingspflanze.

„Die Blüten erscheinen sehr früh im Jahr – oft werden sie vom Frost in kleine optische Kunstwerke verwandelt. Und der Duft ist einfach betörend. Ich liebe ihn wirklich!“

Gärtnern auf kleinstem Raum

Wie Gärtnern auch in der Stadt auf kleinstem Raum sehr gut funktionieren kann, demonstrierten Sandra und Martina am vergangenen Samstag im Rahmen der diesjährigen Schnupperstunden.

In einem sehr unterhaltsamen Vortrag stellten sie die verschiedensten Möglichkeiten – gemäß ihrem Motto auf sehr kleinem Raum – vor.

Ob ein kleiner Teegarten, eine Gemüsekiste oder eine fröhliche Blühlandschaft im Miniaturformat entstehen sollte – mit den wichtigsten Informationen zu Erde, Platz-, Licht-, Wasser- und Nährstoffbedarf der jeweiligen Pflanzen kann eigentlich jeder sofort loslegen.

Auch kostspielige Pflanzbehälter braucht es dafür nicht. Als Anschauungsmaterial hatten sie Bäckerkisten zu Hochbeeten umfunktioniert (Skizze: Sandra Heim), …

… Gummistiefel, alte Kartoffelsäcke und leere Hundefutterdosen bepflanzt und sogar vor Wasserrohren nicht halt gemacht. Diese funktionieren, mit Pflanzlöchern versehen, sehr gut als vertikale oder horizontale Beete.


Im Grunde können alle ausrangierte Gefäße, je nach persönlicher Vorliebe, verwendet werden – wichtig ist allerdings bei allen ein Loch im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann!

Das Thema regte sichtlich die Phantasie der Besucher an, es entstand ein lebendiger Austausch und am Ende gab‘s wohlverdienten Applaus!


Hier noch ein lieber Gruß an Rosa, die das Thema eigentlich hatte vorstellen wollen, jetzt aber lieber in der Stadt gärtnert 😉

Die nächsten Schnupperstunden finden schon in knapp zwei Wochen am Samstag, den 26. Mai statt. Das Thema: Kinder-Kräuter-Küche für Kinder ab 8 Jahren.