Johanniskrautöl selber machen

„Es ist nicht möglich, daß eine bessere Arznei für Wunden in allen Ländern gefunden wird.“ Paracelsus

„Wie, du kennst kein Rotöl?“ Andre schaut mich an und schüttelt den Kopf. Das muss ja nicht so bleiben finden wir und machen uns auf die Suche nach blühenden Pflanzen. Gar nicht so einfach, denn der Name der Pflanze leitet sich daher ab, dass sie schon am 24. Juni erblüht, dies ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer. Die Erntezeit ist zwar bis September, doch schon jetzt sind hier in der Gärtnerei viele Pflanzen verblüht.

Wir sind zum Glück fündig geworden und haben genügend Blüten für unser Johanniskrautöl ernten können.

Die Herstellung ist denkbar einfach. Blüten und Blätter vom Stängel streifen, ein Schraubgefäß locker mit dem Kraut befüllen und mit einem Pflanzenöl (Olivenöl, Weizenkeimöl o.ä.) aufgießen, sodass die gesamten Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. An einem möglichst sonnigen Ort muss das Öl dann sechs Wochen ziehen, bis es eine schöne rote Farbe angenommen hat. Ab und zu ein wenig schütteln.

Frei nach dem Motto von Jean Pütz: „Ich hab da mal was vorbereitet… “ ist links auf dem Bild ist die Farbe vom fertigen Johanniskrautöl zu sehen und warum es auch als Rotöl bekannt ist.

Nun heißt es, Geduld zu haben und die Sonne ihre Arbeit tun zu lassen, dann wird das neu hergestellte Öl sicherlich auch bald Farbe bekennen. Die Mischung durch ein Sieb oder Mulltuch in eine saubere Flasche umfüllen und lichtgeschützt aufbewahren.

Zur Anwendung gibt es viele hilfreiche Seiten, sie sind so vielfältig, das es hier in unserem Blog den Rahmen sprengen würde. Aus meiner Hausapotheke ist es nicht mehr wegzudenken.

Viel Freude beim selber Machen!

Fotos Andrè Wieding

Bekannte treffen…

Haben Sie schon mal den „Tag der offenen Gärten“ besucht?

An bestimmten Terminen im Sommer, laden Gartenfreunde dazu ein, sich nach Lust und Laune kreative, mit viel Liebe und grünem Daumen angelegte Gärten anzusehen und dabei vielleicht die ein oder andere gedankliche Inspiration mitzunehmen.

Trotz Corona Pandemie konnten einige Termine auch 2020 angeboten werden. In sehr großen Gärten war es durchaus möglich, das sich die Gäste mit dem empfohlenen Mindestabstand von 1,50m, in Ruhe alles anschauen konnten.

An einem Sonntag rief mich meine Kollegin an, ob wir uns mal einen „offenen“ Garten in der Nähe anschauen wollten.

Am Eingang empfing uns schon so allerhand blühendes und duftendes.

Schnell war auch schon der erste Bekannte gesichtet.

Mit seinen leuchtend gelben Blüten und den roten Kapseln, welche sich nach der Blüte bilden, stand das Johanniskraut ´Tutsan´ als kräftiger Farbklecks im Beet.

Johanniskraut Tutsan

Johanniskraut ‚Tutsan‘

Unter einem kleinen Baum rankelte sich die Wegwarte in die Höhe, zur leider heute nicht vorhandenen Sonne.

Wegwarte

Wegwarte

Beim weiteren Rundgang mit Schnuppern und an Blättern reiben, um evtl. den Duft noch etwas heraus zu kitzeln, sahen wir in großer Menge, Kapuzienerkresse. Viele leuchtende Blüten, machten selbst diesen bedeckten Tag zu einem sonnigen.

gefüllte Kapuzinerkresse

Gefüllte Kapuzinerkresse

Dann kam ein Ginkgo. Bei diesem ca. 3m hohen Baum, fiel mir auf, daß die unteren Zweige mit sogenannten „Hühnergöttern“ (Steine mit einem Loch, welche oft an den Küsten zu finden sind) beschwert waren. So wachsen die Äste nicht alle senkrecht nach oben.

Ginkgo

Ginkgo

Weiter ging es auf die Terrasse. In einem Hängekorb hatte es sich ein riesiger Brasilianischer Sauerklee gemütlich gemacht. Als ich meinen persönlichen Lieblingsklee laut bewunderte, im Beisein der Gastgeberin, gab sie mir gleich den Tipp, daß ich diese Pflanze bei Rühlemann‘s kaufen könnte. Ich musste doch etwas schmunzeln, habe mich aber nicht “geoutet“.

Brasilianischer Sauerklee

In der ganzen Gartenvielfalt von Pflanzen, Obstbäumen und Gemüsebeete, entdeckte ich am Schluß noch einen kleinen Steckling in der Erde.

Das Australische Zitronenblatt. Diese Pflanze ist nicht winterhart und sollte wahrscheinlich nur ordentlich Wurzeln bilden um später in einem Kübel zu wohnen.

australisches Zitronenblatt

Australisches Zitronenblatt

Da wir diese Pflanzen nur als Jungpflanzen, oder Saatgut verschicken, bzw. verkaufen war es interessant zu sehen, wie sie sich so entwickeln.

Wie wir erfuhren, durfte dieser Garten schon seit 35 Jahren wachsen und gedeihen. Mit tollen Accessoires, gemütlichen sonnigen und schattigen Sitzgelegenheiten und vielem mehr, wird auch dieser Garten im nächsten Jahr wieder seine Pforten öffnen.

Gucken lohnt sich. 🙂

Heimlichtuer im Garten

Früh morgens, wenn der Cystus® sich noch unbeobachtet glaubt, schiebt er seine Blüten für den kommenden Tag wie kleine Schrauben aus seiner Knospe.

Auch wenn die Fotos aufgrund der Uhrzeit und des Lichts nicht das Highlight des Tages sind, war es wirklich ein schönes und spannendes Schauspiel, denn zumindest mir sind diese morgendlichen kleinen Blütenpäckchen nie vorher aufgefallen.

Die vielen Bienen und Hummeln die den Cystus® bei mir im Garten momentan umschwärmen waren schon in hab Acht – Stellung, die Blüte war kaum geöffnet und schon wurde sie besucht.

Es summt und brummt und blüht den ganzen Tag und ich freue mich immer wieder aufs Neue über diesen Riesenbusch der aus der jungen Pflanze vor zwei Jahren geworden ist.

 

Fundsache 2.0

Erinnern Sie sich noch an unseren kleinen Fundkater Findus von 2017?

Dieser ist inzwischen zu einem stattlichen Kater heran gewachsen und nimmt seine Aufgaben als Mäusefänger, Pflanzenqualitätsbeauftragter, Fotomodel und Wächter der Gärtnerei war.

Pünktlich zum Arbeitsanfang versammelt er sich mit allen Mitarbeitern, um sich schon mal genügend Motivation für seine Tagesaufgaben zu holen. Am liebsten natürlich in Form von Leckerchen und Streicheleinheiten, so startet es sich ja viel angenehmer in den Tag.

Notfalls fordert er auch zwischendurch rigoros mal eine Katzenminzepause mit eigens genähten Katzengamander und Katzenminze Beutelchen. Richtig so Findus – wer arbeitet, darf sich auch mal ausruhen!

Nun dürfen wir doch die Tore des Direktverkauf’s für Sie öffnen

Ab Samstag den 11. April sind wir wieder für Sie da. Es gelten die üblichen Öffnungszeiten, Einlass ist jedoch nur bis 17 Uhr.

Da wir zu Ihrem und unserem persönlichen Schutz nur eine begrenzte Anzahl Kunden einlassen können, haben wir hier für Sie die Standortliste der Pflanzen und die Saatgutliste zum runterladen bereitgestellt, damit Sie sich schon vor Ihrem Einkauf bei uns die jeweiligen Stationen für die Pflanzen die Sie mitnehmen möchten heraussuchen können.

Standortliste Pflanzen

Saatgutliste

Wenn Sie Saatgut kaufen möchten, würde es uns und den anderen Kunden sehr helfen, wenn Sie uns zu Beginn Ihres Besuches Ihre Saatgut-Einkaufsliste mit den jeweiligen Kürzeln (z.B. PET01X für Italienische Petersilie) geben würden. Wir suchen dann das Saatgut während Ihres Einkaufs für Sie heraus und können somit hoffentlich die Warteschlangen an den Kassen ein wenig verkürzen.

Zur Zeit keine Beratung.

Bitte halten Sie sich auch bei uns an die vorgegebenen Sicherheitsmaßnamen:
– Halten Sie Abstand zu anderen Kunden und Mitarbeitern
– Bezahlen Sie möglichst mit Karte
– Und bitte planen Sie Ihren Einkauf zu uns nicht als Familienausflug

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Ihr Verkaufsteam bei Rühlemann’s