Der Lavendel blüht

Wenn ich andere Menschen frage, was sie mit dem Duft von Lavendel verbinden, kommt oft die Antwort „Oma!“. Das kommt meist so schnell und von Herzen, dass ich lächeln muss.
Auch bei mir weckt der Duft von Lavendel diffuse Kindheitserinnerungen an das Haus und das Schlafzimmer meiner Großeltern. Denn wie es früher üblich war, hingen in den Schränken überall kleine Büschel oder Duftsäckchen mit Lavendel, die die Motten von der Kleidung fernhalten sollten.
Ich glaube nicht, dass meiner Großmutter bewusst war, dass ihre Kittelschürzen, Kleider und Blusen immer einen leichten Hauch von Lavendel verströmten. Oder, dass sie wusste, dass der Duft des Lavendels im Schlafzimmer sehr beruhigend wirkte.

In mir weckt dieser Duft immer die Assoziation von Wärme und Geborgenheit und deswegen liebe ich den Lavendel auch in all seinen Formen, Farben und Duftnuancen.

Dieser frische, klare Duft hilft mir, mich zu zentrieren, wieder Kraft zu schöpfen und meine Gedanken zu ordnen – er hilft mir mehr als so manches Mittelchen, das ich in der Apotheke dafür finden könnte.

Mit meiner Vorliebe für diesen Duft stehe ich zum Glück nicht alleine da, auch wenn ich manchmal verwundert angeschaut werde, wenn ich mal wieder ins Schwärmen gerate.

Es scheiden sich beim Lavendel aber auch die Geister. Entweder man mag ihn, oder man mag ihn gar nicht. Persönlich kenne ich niemanden, der sagt, er mag ihn „ein bisschen“. Vielleicht passt das aber auch gut zu seiner Ausstrahlung. Er ist keine Pflanze, die sich verbiegt und auch das Verholzen der Triebe zeugt von einer Erdverbundenheit und einem Streben der Sonne entgegen.

Doch nicht nur durch seinen Duft weiß der Lavendel zu überzeugen – auch seine eigenwillige Wuchsform, seine wunderbar klaren Farben und auch seinen Geschmack habe ich schätzen gelernt. Längst sind die Zeiten vorbei, wo er lediglich als Duftsäckchen die Schränke der Menschen von innen kennengelernt hat, nein, sein Eroberungsfeldzug in die Küchen und Hausapotheken der Menschen ist kaum aufzuhalten. Gut so!

Am nächsten Schnupper-Samstag, den 1.7. werden wir uns mit der kulinarischen Seite des Lavendels intensiv beschäftigen. Vielleicht sind Sie dabei?

Es geht wieder los!

Pünktlich zum Frühlingsbeginn startet am Montag, 20. März 2017 unser Pflanzenversand. Alle Bestellungen, die seit Erscheinen des neuen Katalogs eingetroffen sind werden nun der Reihe nach – natürlich immer unter Berücksichtigung der Lieferfähigkeit – bearbeitet. Dann heißt es hier wieder: suchen, finden, pflegen, gießen, bereitstellen, einpacken und dann ab die Post!

Nachdem sich Klaus, unser langjähriger Abteilungsleiter im Versand noch mit einem fulminanten Frühstück von uns verabschiedet hat, übernimmt ab Montag Matthias ‚Matze‘ Intemann, bisher Leiter der Vorkommissionierung, diesen Posten.

Und damit nicht genug – auch die Pflanzenkommissionierung bleibt unter seiner Leitung, so dass mögliche Engpässe in den einzelnen Abläufen schneller ausgeglichen werden können.

Wochenlang steckten die beiden im Winter die Köpfe zusammen, damit die Übergabe reibungslos funktioniert.

Matthias muss das aber nicht alleine wuppen, denn geballte Frauenpower steht ihm zur Seite“ meint Birgit, die jedes Jahr wiederkommt um von Ende März bis Ende Oktober pro Woche Hunderte von Päckchen zu packen.


Die Packtische und Pflanzentische sind dank unserer ‚alten Hasen‘ schon gut gefüllt und vorbereitet – jetzt freuen wir uns auf viele neue und bekannte Kolleginnen und Kollegen, die uns in dieser Saison unterstützen werden, damit es nun endlich wieder heißen kann:

Auf die Pflanzen, fertig, los!

„Wer hat an der Uhr gedreht…“?

Unser Versandabteilungsleiter Klaus ist nach über 12 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gegangen und ist damit der erste Pensionär bei Rühlemann’s!

In dieser Zeit haben wir von Klaus so manches erfahren und auch so einige Anekdoten gehört, aber was geht denn eigentlich ’so ab‘ im Versand? Ein kleiner Auszug, welche Aufgaben Klaus jetzt ad acta legen kann:

Unser Abteilungsleiter geht erstmal als „Klaus, der Baumeister“ in die Geschichte ein.
Als sich die Gärtnerei 2012 /13 durch Neubau vergrößert hat und wir einen neuen Versand bekamen, hat Klaus 16 neue Packtische, Behälter für Holzwolle und sein kleines Büro selber gebaut. Zu bauen oder reparieren gab es aber immer was. Alles musste so durchdacht und  aufgestellt werden, dass die Packer/innen und alle benötigten Utensilien ausreichend Platz hatten. Eines steht fest: Präzision ist sein Leben!

Vor jedem Saisonstart galt es unser EDV-Programm zu checken – läuft alles und werden die Kundenadressen auch richtig ausgedruckt? Die Paketabholung durch Postunternehmen wurde ebenfalls abgeklärt. Dann musste das Equipment vom Kugelschreiber über Kartonage bis zur Holzwolle durchgesehen  und bestellt werden. Ganz wichtig: die Kommunikation mit Kollegen, damit auf „Los geht’s los“ auch alles lief.

Wenn dann alles bereit war und der Pflanzenversand Ende März begann, konnte Klaus ‚alte‘ und neue Mitarbeiter begrüßen. Diese wurden dann über die Abläufe im Versand und in der Kommission informiert. Er selber hat aber auch seinen Sportschuhen Bewegung verschafft und Pflanzen kommissioniert, bzw. gepackt, wenn Not am Mann/ Frau war. Für jeden Mitarbeiter hatte Klaus immer ein offenes Ohr und wenn es mal irgendwo stockte, suchte Klaus nach Lösungen.

Ab jetzt wird es ruhiger für dich, aber bestimmt denkst du noch oft an die quirligen Versandzeiten zurück. Vielen Dank für deine Unterstützung und die nette Zeit, die wir mit dir hatten, aber jetzt sagen wir:

Tschüß Klaus und „DU PACKST DAS SCHON“!

Kiek mol wedder rin!

Es ist vollbracht!

Das Ende der diesjährigen Saison ist gekommen und viele Pflanzen sind an ihre neuen Standorte in ganz Deutschland und Europa versendet. Nachdem unser Direktverkauf seit dem 1.Oktober seine Pforten geschlossen hat, ist auch der Versand bereit für die verdiente Winterpause.

Die letzten Pakete wurden noch gepackt und gingen samt lebendem Inhalt auf die Reise. Prima, dass es so viele Menschen überall gibt, die genau wie wir, die Liebe zu unseren Schätzen teilen und die Welt grüner und lebendiger machen.

Auch in dieser Saison gab es viele schöne, anstrengende, turbulente und fröhliche Stunden hier in der Gärtnerei. Neue Pflanzen fanden Bewunderung, von uns, genauso wie von den Kunden. Ob nun die Himmelsblüte „Geisha Girl“, der goldene Bergtee, der gelbe Enzian und viele andere neue Sorten – wunderbar wie vielfältig die weite Welt der Pflanzen ist!

Einige Sorten konnten leider trotz intensiver Recherche unsererseits noch nicht entdeckt werden. Grade zur Weihnachtszeit wäre so ein hübscher „Dschingolan“ doch genau das Richtige – jedes Jahr in der Adventszeit hallt das fröhliche Lied durch die Gewächshäuser und inzwischen hat dieses Pflänzchen schon echten Kultstatus und Hitcharakter – wäre doch gelacht wenn wir es nicht irgendwann ausfindig machen.

Der „klingonische Oregano“ und der „Muskelkater-Salbei“ haben zwar schon einige Nachfragen und eine große Fangemeinde – doch leider konnten sie noch nicht für uns entdeckt und kultiviert werden.

Echte kulinarische Highlights scheinen die „Döner-Pflanze“ und die “Gyros Pflanze“ zu sein – das wäre doch mal eine interessante Alternative zum üblichen Dönerspieß. Doch auch hier: leider nichts zu machen – auch diese wunderbaren Exemplare sind im großen weltweiten Dschungel nicht gesichtet worden. Die Entdeckung solch einer Pflanze geht lediglich auf Hören/Sagen zurück.

Liebe Kunden – lassen sie sich dadurch bitte nicht aufhalten auch weiterhin die Augen und Ohren offen zuhalten um gemeinsam mit uns Botanika zu durchstreifen und dabei immer wieder Neues zu entdecken. Denn nicht nur Kunden kreieren so tolle Sachen wie die „Agastatschen“ , „Kümmerling-Thymian“, „Tantra-Duftnelke“ oder das „Sushi“, auch viele Kollegen haben schon für Pflanzennamen wie zum Beispiel das „fliederblütige Gleißblatt“, den „Stachelhalm“ und den „fliegenden Sommerhänger“ Pate gestanden.

Ersatzweise versuchen Sie es bei Ihrer Suche doch mal mit Jiaogulan, kirgisischem Oregano, Muskatellersalbei, Pita Bringaraj, Agastachen, Tatra-Duftnelken, fliederblütiges Geißblatt, Schachtelhalm, Kümmelthymian und dem hängenden Sommerflieder – da sollten Sie auf jeden Fall fündig werden!

Bernd-Uwe sagt „Tschüss“

Jetzt sind es nur noch wenige Tage und die Saison 2016 ist vorüber.

Es fühlt sich an, als wären die letzten Monate verflogen. Das mag wohl daran liegen, dass es für mich in den vergangenen Monaten viele Veränderungen gab. Bislang war es noch gar nicht so greifbar, aber nun, zum Ende der Saison, kommt auch die berufliche Veränderung.

Wie es im Leben oft ist, zieht das Eine, das Andere mit sich!

Ich bin aus privaten Gründen aus Norddeutschland weggezogen. Leider wird es dadurch unmöglich meinen bisherigen Traumjob als Verkaufsleiter im Direktverkauf bei Rühlemann´s für alle zufriedenstellend weiterzuführen.

Eine liebe Kollegin gab mir eine alte Volksweisheit mit auf den Weg:

Es gibt ein Bleiben im Gehen,

ein Gewinnen im Verlieren

und im Ende einen Neuanfang

Ich hoffe es bleibt nach meinem Gehen etwas von mir hier,

gewinnen werde ich, auch wenn ich hier etwas verliere

und das Ende meiner Zeit bei Rühlemann`s ist für mich auch ein Neuanfang.

Nun möchte ich Danke sagen,

für alle schönen Momente und Begegnungen die sich hier mit Kunden, Kollegen und Geschäftspartnern ergaben.

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Machen Sie es gut

Bernd-Uwe Eggers