Rezepte

Schön war’s – und scharf!

Die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Schnupperstunden war gleich ein Volltreffer:
Herzhaftes Schoko-Chili, Schoko-Chili-Kuchen und Pikantes Apfelkompott standen auf der Speisekarte der kreativen Chili-Küche und zahlreiche Besucher folgten der Einladung.

Die weiteste Anreise hatten wohl unsere Nürnberger Gäste, die den Schnuppertag gleich mit dem Kräutertag verbanden, andere nutzten den Anlass um die Gärtnerei noch vor dem großen Ansturm kennenzulernen. Kurze Begrüßung durch Martina und Franzi, im Alltag unsere sympathischen Telefonstimmen:

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„Wir hoffen, Sie werden in den nächsten Stunden genausoviel Spaß und Freude haben wie wir bei unseren Vorbereitungen. Für uns sind die Schnupperstunden etwas ganz Besonderes, in die wir viel Herzblut investieren um mit Ihnen unsere Leidenschaft teilen zu können! Als ‚Aperitif‘ gibt es deswegen gleich ein Orangen-Chili-Wasser!“

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Orangen-Chili-Wasser
1 Bio-Orange und 1 große rote Chilischote zerkleinern und zusammen in einen Krug mit ca. 1,5 Liter Wasser geben. Eiswürfel dazu und schon hat man ein leckeres, erfrischendes Getränk.

Nach dieser gelungenen Einstimmung hieß es Ärmel aufkrempeln, Aufgaben verteilen,
nochmal kurz in die Rezepte schauen, gut gelaunt Kuchenteig rühren, Äpfel und Zwiebeln schälen im Akkord – und gleichzeitig das Schoko-Chili ansetzen!

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So ganz nebenbei gab’s jede Menge Hinweise zur Aufzucht und Pflege der Pflanzen, wurde über Schärfegrade gefachsimpelt und Tipps und Tricks zum Haltbarmachen ausgetauscht. Und: „Rezepte sind ja immer nur als Basis zu verstehen. Seien Sie mutig und kreativ, kochen Sie nach Lust und Laune und nach dem eigenen Geschmack!“ ermutigte Martina die gut gelaunten ‚Küchenhelfer‘.

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Herzhaftes Schoko-Chili – Süß und scharf
2 große Zwiebeln und 5 Knoblauchzehen klein schneiden und mit ein wenig Öl in der Pfanne anbraten. 200 – 400 ml Wasser und 500g passierte Tomaten hinzufügen. Wenn es leicht köchelt, 50g dunkle Schokolade in kleinen Stücken hinzugeben und schmelzen lassen. Gewürze (2 getrocknete Chilischote, zerbröselt, 1 TL Zimt, 2 TL Koriander, 2 TL Kurkuma, 1 TL Paprikapulver edelsüß, 2 TL Oregano, 2 EL Sojasauce, 2 TL Zucker,
1 EL Zitronensaft und 1TL Salz) und 500g Bohnen, egal ob schwarz, rot oder weiß, in die Tomatensauce geben. Bei offenen Deckel und leichter Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Dann kam der spannende Moment des Abschmeckens: „… zu scharf … eindeutig…!“. Naja, macht nix, wozu gibt es Kokosmilch? Also erst mal ausgiebig ‚löschen‘, dann aber nix wie ran an die Pötte – Neugier und Appetit waren groß! Und wie immer bei Chili schieden sich beim Schärfegrad die Geister – von „Genau richtig! Lecker!“ bis hin zu „Uiuiuiuiuiiii!“ und „Die Nase ist jetzt jedenfalls frei!“.

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Wie gut, dass gleich darauf der Nachtisch in Form des Schoko-Chili-Kuchens folgte, der auch bei den Fans der gemäßigten Chili-Küche großen Anklang fand.

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Schoko-Chili-Kuchen
2 Tassen Mehl, 1 Tasse Zucker, ½ Tasse Kakao, ½ Tl Backpulver, 2 getrocknete Chilischoten (bzw. vorsichtig auch mal mit einer frischen Schote wagen),1 Prise Salz in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen vermengen.
1 Tasse Wasser,1 EL Balsamico-Essig und 1 Tasse Speiseöl (auch Raps-, Sesam- oder Erdnussöl sind möglich) mit einem Handrührgerät unterrühren.
Teig in eine Form füllen und je nach Dicke etwa 25 – 35 Min. bei 175 Grad backen.
Zur Dekoration eignen sich Erdnussbutter und Bananen.

Das feurige Apfelkompott vollendete schließlich das süß-scharfe Menü aufs Feinste.
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Pikantes Apfelkompott
1 kg Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen. Die kleingeschnittenen Apfelstücke in eine Schüssel mit Wasser und Zitronensaft geben, so werden sie nicht braun. Zusammen mit 200g Zucker und 1-2 getrockneten Chilischoten und 2TL Zimt in einen Topf geben und kochen bis die Äpfel anfangen zu zerfallen. Kompott in eine Schale geben und abkühlen lassen. Die Chilischoten herausfischen oder im Kompott lassen – dann aber bitte nicht mitkauen!!!

Martina und Franziska: „Am Ende waren sich alle einig, dass die Rezepte einfach und trotzdem lecker und raffiniert sind, und dass es durchaus möglich ist, innerhalb kürzester Zeit ein komplettes Menü für Viele zu kochen, ohne sich völlig zu verausgaben oder stundenlang in der Küche zu stehen. ‚Das probieren wir gleich morgen aus!‘ war einer der Sätze, der am häufigsten fiel.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den vielen fleißigen Küchenfeen bedanken, ohne deren Hilfe wir sicher viel länger fürs Aufräumen, Abwaschen und überhaupt den ganzen Ablauf gebraucht hätten – vielen Dank!!!“

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Fisch und Kraut

Die Sonne im Gesicht, Sand unter den Füßen, Meeresrauschen im Ohr … und dann in ein knuspriges Fischbrötchen beißen, hmmmm! An der Küste sind sie Kult, für mich bedeuten sie Erholung pur. Fischbrötchen – ich liebe sie!

Am Samstag, den 07. Mai 2016 findet der sechste Weltfischbrötchentag (ja, den gibt’s wirklich!) entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste statt. Hauptsache Fisch und gute Unterhaltung heißt die Devise. Außerdem werden so nebenbei jedes Jahr neue leckere Fischbrötchen vorgestellt.

Anlass für mich, mir mein ganz persönliches Fischbrötchen zu kreieren. Statt Remoulade nur Fisch & Kraut, statt üblichem Dill oder Petersilie knackigen Meerfenchel, von Daniel in seinem Buch Weltkräuterküche ausführlich beschrieben. Das passt! Jetzt noch schnell ’ne CD mit Meeresrauschen einlegen, Augen zu und genießen!

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Sternblumensnack

Vor einigen Tagen wünschte ich mir als Pausensnack ein Brot mit leckerer Avocadocreme, als würzende Zutat fehlte mir nur noch etwas Knoblauch …
Da nickten sie mir aus der Entfernung auch schon freundlich zu, die hübschen Blüten der Sternblume, die nicht nur nach Knoblauch duften sondern auch genauso schmecken.
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Schwupps, ein wenig Kraut derselben geschnitten, dazu ein paar Blüten als Deko …
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 … und nach wenigen Minuten konnte ich in mein leckeres Brot beißen!
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Die übrigen Zutaten bestanden aus dem Fruchtfleisch von Avocado und etwas Zitronensaft. Alles fein pürieren und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig!
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Ein Hoch auf die Brennessel

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Ja, es stimmt. Seit 2013 führen wir die Große Brennessel als Pflanze in unserem Sortiment. „Die kann man doch an jeder Ecke ausgraben!“ ist oft der erste Kommentar, Sekunden später gefolgt von „Wer will die schon im Garten haben …?“

Zwei Reaktionen, die immer wieder mit Vehemenz auftreten und mich nachdenklich gestimmt haben – da ich selbst doch ein großer Fan dieses Krauts bin!

Wie aber konnte eine so nützliche Heilpflanze so in Ungnade geraten? Liegt es an den kleinen gemeinen Brennhaaren, an den unangenehmen Erinnerungen von Stürzen in Brennesselhorste? An der allgemeinen Verfügbarkeit „was an jeder Ecke umsonst wächst, kann nix wert sein“? Oder an der enormen Wuchs- und Ausbreitungsfreude der Pflanze, welche einem Kraut sofort den Stempel des UN-Krauts aufdrückt, das auf jeden Fall im Garten bekämpft werden muss?

Ihre Rennaissance feiert die Geschmähte heutzutage in Grünen Smoothies, im Frühjahr eine der besten Zutaten für einen frischen Vitaminkick nach der langen Winterpause.
Brennesseltee ist längst in den Regalen der Supermärkte angekommen. In einer Mischung mit grünem Tee sogar als ‚Detox‘-Variante angepriesen. In entschlackenden Frühjahrssuppen ist sie schon seit Urzeiten eine wichtige Zutat und meine Urgroßmutter, die um den hohen Vitamingehalt dieser Pflanze wusste, mischte sie großzügig unter den Spinat.

Eine noch recht unbekannte Variante aus dem Bereich der ‚Wildnis-Küche‘ sind Brennessel-Chips. Kinder, die diese einmal selbst über dem Lagerfeuer gebruzzelt und anschließend genascht haben, werden das so schnell nicht vergessen.
Ein Snack mit einem Hauch von Abenteuer!

Und so einfach geht’s:
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Brennesselblätter für ca. 3-5 Sekunden in heißem Fett frittieren.
brennnessel_2Etwas abtrocknen lassen, …
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… nach Geschmack würzen, z.B. mit Salz und Paprika …
brennnessel_4und dann genüsslich auf der Zunge zergehen lassen! Lecker!

Weltkräuterküche

Daniels erstes Kochbuch zu 33 seiner liebsten exotischen Kräuter, entstanden 2015 in Zusammenarbeit mit Spitzenkoch Wolfgang Pade aus Verden, ist da!

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„WELTKRÄUTERKÜCHE will sinnliche Freuden wecken, zeigen wie viel Spaß es macht, durch die kleinen Pflanzenstars Akzente auf dem Teller zu setzen und wie viel Genugtuung darin liegen kann, Kräuter daheim erfolgreich gedeihen zu sehen.

Kräuterexperte Daniel Rühlemann bringt dem Leser die einzelnen Pflanzen durch seine ausführlichen, liebevollen Beschreibungen näher und gibt Tipps für die Anzucht und Ernte.

Spitzenkoch Wolfgang Pade möchte mit seinen leicht nachzukochenden Rezepten zeigen, wie einfach es ist, sich durch den Einsatz der Kräuter unerwartete Genüsse zu erschließen.“

Ab sofort bis Ende Februar 2016 exklusiv erhältlich bei Rühlemann‘s und Pades Restaurant.

Hier können Sie ganz einfach bestellen (Link zum Onlineshop).

Das Buch ist sofort lieferbar. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (ins europäische Ausland zzgl. EUR 6,00 Versandkosten).

Ab März 2016 auch im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-8404-7043-1).