Katrin – die Frau, die uns gut aussehen läßt

„Guck doch noch mal nach da!“

Wir alle sind immer bemüht Katrins Anweisungen Folge zu leisten, obwohl sie das eigentlich gar nicht so mag, also Anweisungen zu geben.
Doch manchmal lässt es sich halt nicht vermeiden, denn es ist ihr Job alles bei Rühlemann – ob Pflanze oder Mitarbeiter – ins rechte Licht zu rücken.

Seit 2012 setzt sie Akzente mit ihren wundervoll arrangierten Fotos von Pflanzen, Mitarbeitern und Projekten die Blog und Katalog dann zu einem wirklichen Augenschmaus machen, auch viele tolle Texte stammen aus ihrer Feder.

Ihre Mitarbeit und Hilfestellung bei der Gestaltung der kurzen Zusammenfassungen für unsere Kunden zu den Schnupperstunden ist unerlässlich. Hier schaut sie geduldig mit uns zusammen welche Infos wirklich wichtig sind und ist für die grafische Gestaltung und Umsetzung der dazu passenden Blogeinträge zuständig.

Hinter den Kulissen ist Katrin sehr fleißig,  kümmert sich um Pressesachen, behält die verschiedensten Projekte im Auge und bei ihren Safaris durch die Gärtnerei hat sie oft die Kamera im Anschlag.

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Dabei geizt sie nie mit Lob und netten Worten und motiviert uns, unsere Ideen und Projekte in der Gärtnerei zu verwirklichen.

Ihr Ideenreichtum und ihre freundliche, offene und neugierige Art sind auf jeden Fall für uns alle ein großer Gewinn.

Schön dass es dich gibt Katrin und vielen Dank das du uns immer so glänzen lässt!
Deine Kollegen

Ich pfeif drauf!

Warum der Pfeifenstrauch Pfeifenstrauch heißt!

Mit einfachem Werkzeug lässt sich in wenigen Minuten eine schön klingende Pfeife basteln. Man braucht dazu einen Zweig vom Pfeifenstrauch, eine Rosenschere, ein scharfes Messer, eine kleine Säge, eine dünne, nicht zu kurze Universalschraube.
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Zunächst schneidet man mit der Rosenschere ein gerades, ca. zehn bis zwölf Zentimeter langes Aststück ohne Knoten von einem ein- bis zweijährigen Trieb. Es sollte ungefähr einen bis eineinhalb Zentimeter Durchmesser haben.
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Dann wird mit der Schraube von einer Seite her das Mark aus dem Holz gebohrt. Dazu wird die Schraube ein kurzes Stück in das Mark gedreht und anschließend heraus gezogen. Beim nächsten Mal wird die Schraube etwas tiefer eingedreht und wieder herausgezogen und so weiter. So entsteht Stück für Stück das Pfeifenrohr. Wichtig ist, dass am unteren Ende ein ca. 1 cm langes Stück Mark in dem Rohr als Verschluss erhalten bleibt.
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Als nächstes wird mit der Säge etwa zwei Zentimeter vor dem oberen Ende das Rohr rechtwinkelig eingesägt. Ungefähr so tief, dass der innere Rohrquerschnitt ein Drittel angeschnitten ist. Mit dem Messer wird nun das Rohr von unten her schräg aufgeschnitten.
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Danach braucht man ein kurzes Aststück von vollem Holz, z.B. Hasel ist gut geeignet. Dieses Aststück sollte in der Länge dem oberen Rohrstück über dem Einschnitt, und im Umfang dem inneren Rohrdurchmesser entsprechen. Das Aststück wird geschält, dann von einer Seite her flach, keilförmig geschnitzt und anschließend mit der dünnen Seite nach außen zeigend in das obere Rohrstück gedrückt.
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Jetzt sollte an dem Einschnitt im Rohr gerade noch ein schmaler Schlitz als Öffnung vorhanden sein, durch den die Luft geblasen wird.
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Fertig!
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Kräuter + Schokolade = wow!

Die Idee von leckeren Schokoladen-Kräuterpralinen entstand kurz nach unserem ersten zufälligen Schokoladenexperiment im April (Beitrag siehe hier). Gestern war es dann soweit: flugs die Schokolade geschmolzen und hineingetaucht was uns vor die Finger kam.

Das Ergebnis: ein bunter Teller voll ungewöhnlicher Kräuter-Schoki-Kreationen! Mjam!
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Schon mal Erdkastanien in Schokolade gehüllt? Unbedingt probieren! Egal, ob weiße, dunkle oder Vollmilchschokolade – alle Varianten sind lecker. Besonders edel: nach dem Eintauchen in Schokolade in dunklem Kakao wälzen!
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Andenbeeren sind ja pur schon lecker – mit Schokoüberzug ein Gedicht und dazu noch sehr hübsch anzuschauen.
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Lakritztagetes, Wasserpfeffer, Parakresse … in Schokolade gebadet! Vor allem letztere bescheren ein pfeffrig-prickelndes Vergnügen.
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Wer die karamellig schmeckenden Früchte des Himalaya-Geißblatts mag, wird sie in Schokolade lieben. Zergehen auf der Zunge!
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Was hier aussieht wie ein kleiner Fischschwarm, sind die in Schokolade getauchten Stängel des Peruanischen Sauerklees. Eine hitverdächtige Idee, die im Vorübergehen entstand. Prädikat: sehr lecker!
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An den Früchten der Zwerg-Tamarillo scheiden sich die Geister; die einen lieben sie, die anderen spucken sie schnell wieder aus. Mit Schoko-Kleks absolut überzeugend!
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Was in den oben gezeigten Schoko-Pralinen nur funktioniert, wenn die Dosis der Parakresseblüten recht hoch ist, klappt bei den ganzen getauchten Blütenköpfen umso besser: ein nachhaltig prickelndes Vergnügen für Mutige und sicherlich eine Bereicherung des Halloween-Buffets 😉
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Hatte ich gerade die Mutigen unter uns erwähnt? Die folgende „Rose“ ist in Wahrheit eine in Schokolade getauchte Glockenchili. Zum Naschen nur für ganz Hartgesottene geeignet, – uns gefällt sie als ungewöhnliche Dekoidee!
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Schokoladenexperimente mit Kräutern und Früchten? Unsere Erfahrung: klasse!
Unsere Empfehlung für diesen Herbst? Ernten, in Schokolade tauchen, genießen!

Alle Jahre wieder – Überwinterung

Mit viel Humor, Lampenfieber und Spekulatius empfing Christian am vergangenen Samstag die interessierten Besucher seiner Schnupperstunden, die es wirklich wissen wollten: „Wie bekomme ich meine Schätzchen durch den Winter?“

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Schon bei der Einführung ins Thema gab es einige Aha-Erlebnisse: „Wir Gärtner sprechen oft von ausdauernden / mehrjährigen Pflanzen oder winterharten Pflanzen, aber was bedeutet das eigentlich genau?“
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‚Ausdauernd‘ (bei uns gekennzeichnet mit P=perennierend) heißt lediglich ‚mehrjährig‘ und gibt keine Auskunft über Frosthärte

„Welche Bedürfnisse haben Pflanzen im Winter und was gilt es unbedingt zu vermeiden?“
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Dauerhaft nasse Füße fördern das Absterben des Wurzelwerks

„Welches ist der ideale Überwinterungsort und wie schütze ich draußen vor Frost?“ ueberwinterung_11
Mit Vliesen, die auch in unserer Gärtnerei Verwendung finden …
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… oder Tannenreisig kann man den oberirdischen Teil der Pflanze gut gegen Sonne und Frost schützen

„Mit welchen Mitteln kann ich meine Pflanzen schützen, welche sind eher kontraproduktiv?“
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Plastikfolie über den Pflanzen unbedingt vermeiden!

Christians einfache und bildhafte Appelle, z.B.: „Wenn man mich ein halbes Jahr in einen dunklen Keller sperren würde, wäre ich auch beleidigt …!“ halfen sehr dabei, sich in die Bedürfnisse der Pflanzenwelt hineinzuversetzen ….
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… und mit Hilfe der konkreten Fragen und Anregungen der Gäste entspann sich ein sehr lebendiger Dialog, der am Ende dann auch wirklich keine Fragen mehr offen ließ.
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So ausführlich, individuell und vielseitig beraten, informiert und versorgt kann die dunkle Jahreszeit ruhig kommen 🙂
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Zu guter Letzt, hier die
Faustregeln zur Überwinterung
von Christian Müller

Das Thema Überwinterung beginnt beim Kauf der Pflanze! Setzen Sie sich mit den Ansprüchen der Pflanze auseinander: Welchen Standort bevorzugt die Pflanze? Ist eine Winterhärte gegeben? Wo ist der natürliche Lebensraum der Pflanze?

Im Herbst und im Winter benötigen unsere Pflanzen weniger Wasser und Dünger. Es ist ganz wichtig die Wassergaben der Witterung anzupassen; gedüngt werden sollte einmal im Monat mit dem Gießen. Stauende Nässe ist unbedingt zu vermeiden, da sonst die Wurzel Schaden nehmen kann.

Während des Winters können die meisten mediterranen Pflanzen kühl und hell überwintert werden. Licht ist ein ganz wichtiger Faktor bei der Überwinterung. Steht die Pflanze zu dunkel, kann es zu Problemen kommen – im schlimmsten Fall stirbt die Pflanze ab oder die Pflanze braucht im nächsten Frühjahr sehr lange um wieder mit dem Wachstum zu starten.

Pflanzen, die aus den Tropen stammen, sollten hell und warm durch den Winter gebracht werden. Temperaturen von unter 15°C sollten nicht unterschritten werden. Die trockene Luft in unseren Wohnzimmern kann zu einem Spinnmilbenbefall führen. Deshalb sollten die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden.

Bei Kübelpflanzen, die frostfest sind, sollte ein Durchfrieren der Erde verhindert werden. Sei es, dass die Pflanzen an einen geschützten Ort im Garten gestellt werden oder die Töpfe mit Laub, Luftpolsterfolie oder alten Decken vor dem Frost geschützt werden.

Winterharte Pflanzen sollten draußen überwintert werden. Werden diese aus übertriebener Fürsorge ins Haus geholt, scheitert die Überwinterung oft.

Nutzen Sie Reisig, Laub oder ein Vlies um Pflanzen draußen vor dem Frost zu schützen. Folie trägt in vielen Fällen zum Misserfolg der Überwinterung bei.

Wenn Sie an Ihren Pflanzen im nächsten Frühjahr wieder Wachstum beobachten, erhöhen Sie langsam die Wasser- und Düngergaben.

Ist die Überwinterung gelungen, gewöhnen Sie die Pflanzen vorsichtig wieder an das Licht. Glas lässt nur sehr wenig UV-Strahlung durch, daher besteht die Gefahr von Sonnenbrand, wenn es für die Pflanzen wieder ins Freie geht. Dies sollte somit an bedeckten Tagen geschehen.

Unser Aufstrich-Samstag

Was für ein schöner Tag!

Schon im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht: Welche Aufstriche wollen wir unbedingt machen? Schaffen wir es überhaupt sieben verschiedene Aufstriche zu kreieren? Hoffentlich klappt alles in der Küche… Wir haben den ganzen Freitag damit verbracht viele verschiedene Brotbeläge zu zaubern – leider mit mehr als 60 km Asphalt zwischen uns. Zwischendurch haben die Leitungen sicherlich geglüht weil wir uns gegenseitig mit unserem Kreativ-Flash angefeuert haben. Wie das halt so ist – das Lampenfieber steigt von Stunde zu Stunde. Endlich war es soweit!

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Nach einer kurzen Einführung konnten wir es gar nicht mehr erwarten, den Gästen unsere Aufstrich-Kreationen zum Verkosten anzubieten. Mehr als 20 verschiedene Sorten warteten darauf von den Teilnehmern probiert zu werden. Schon hier bekamen wir viele interessante Rückmeldungen. Vielen geht es wie uns, sie sind das eintönige Einerlei von Wurst, Käse und Marmelade einfach leid und suchen nach leckeren und kostengünstigen Alternativen. Da konnten wir helfen! Süß bis salzig, mild bis scharf und auch ganz ungewöhnliche Kreationen begeisterten die Gaumen unserer Teilnehmer und auch unsere eigenen.

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Nach diesem kulinarischen Highlight machten wir einen Rundgang durch die Gärtnerei. Hauptaugenmerk lag bei den Pflanzen, die wir auch für unsere Aufstriche genutzt haben und die wir besonders gerne mögen. Viele Fragen zu Pflege, Winterhärte und auch zur richtigen Ernte wurden gleich beantwortet.

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Danach ging es dann in die Küche, wo schon der Ausdauernde Lauch, die Marrokanische Minze, der Pinienrosmarin, der Französische Thymian, das Zitronenbasilikum, der Zimmerknoblauch, der Chinesische Gemüsebaum, das Bergbohnenkraut, das Cubanische Basilikum, die Vietnamesische Melisse, das Australische Zitronenblatt, der Deutsche Estragon, die Ausdauernde Kresse, die Gewürztagetes ‚Orange Gem‘, der Winterharte Majoran und diverse Chilisorten auf ihren Einsatz warteten.

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Ganz ohne Rezepte, frei Schnauze, wurde gemischt, geschnippelt, probiert, gelacht und überhaupt gab es einen regen Austausch und die Stimmung war die ganze Zeit über einfach ansteckend fröhlich.

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Zum einfachen Nachmachen gibt es hier gleich ein einfaches Grundrezept:
1 Dose Kidneybohnen oder andere Hülsenfrüchte nach Wahl mit der Gabel oder dem Pürierstab zerquetschen. Eine Handvoll zerkleinerte frische Kräuter nach Wahl damit vermengen, salzen und pfeffern nach Belieben. Ein Schuss Fruchtessig macht das Ganze noch etwas bekömmlicher und leckerer.

Probieren geht über studieren, guten Appetit!

Die nächsten und für dieses Jahr letzten Schnupperstunden gibt es am kommenden Samstag, den 19.9. zum Thema „Alle Jahre wieder – Überwinterung“.