Kräuter

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Japanische Blütenkresse

Die Blütenkresse (Orychophragmus violaceus) erinnert mich immer ein wenig an die Nachtviole, doch das Überraschende in diesem Winter war, dass sie unglaublich früh anfing zu blühen, schon Anfang Februar hat sie hier in einem kalten Gewächshaus die Blütenstängel „geschoben“. Daher wohl auch der Name „February-Orchid“. Wir haben sie dann kurzerhand Ende Februar in ein wärmeres Haus versetzt, und sie blüht jetzt, im April immer noch.

Da die Winterhärte in Deutschland noch nicht getestet ist, habe ich eine Kiste Pflanzen im Freiland über den Winter stehen gelassen. Einige Pflanzen haben tatsächlich trotz des ziemlich strengen Winters überlebt, wie dieses Foto Mitte März zeigt:

Diese werden wir weiter vermehren, und auf Winterhärte auslesen.

Ich denke aber, das waren noch ganz kleine, junge Pflanzen, und ausgewachsene Pflanzen an einem geschützten Platz im Garten kommen dann bestimmt auch gut über den Winter.

Mehr über diese kulinarische Entdeckung aus Japan lesen Sie in unserm Shop.

Heilkräuter – eine kurze Reise in ihre Geschichte

Der Einsatz von Heilkräutern wird in der heutigen Zeit immer beliebter.  Der nachgewiesene Beginn der Verwendung von Kräutern zum Heilen reicht weit zurück.  4000 v. Chr belegen Aufzeichnungen verwendeten die Ägypter Kräuter bereits um u.a. Wunden und Abzesse zu heilen.

Die TCM, die traditionelle chinesische Medizin findet ihre nachweisbaren Anfänge 3000 v. Chr. Die Chinesen hatten beim Erforschen verschiedener Kräuter, Pflanzen und Wurzeln entdeckt, dass diese als Tee aufgebrüht, belebende Eigenschaften hatten.  Im  Jahr 3000 v. Chr. entstand dann das wohl älteste Kräuterbuch der Welt. Verfasst wurde es vom chinesischen Kaiser und Arzt Shen Nung.  365 pflanzliche Präparate hat er untersucht. Darunter auch die Süßholzwurzel. Von dieser schrieb er:  Sie glättet die Haut, stärkt die Muskulatur und die Knochen und ist zudem ein wirksames Gegengift bei Vergiftungen.  Aus China stammt auch die Massage. Bereits im Jahr 2600 v. Chr. wurden heilende Massagen in China verbreitet.  Verwendet wurden u.a. Kräuteröle.

Über den griechischen Arzt Hippokrates gelangte die Massage in die westliche Welt, u.a. wurden die Gladiatoren mit Hilfe der Massage „fit gehalten“ für Kämpfe und Spiele.  Hippokrates (460-370 v . Chr.)  gilt als der Begründer der medizinischen Wissenschaft. Er war wohl der berühmteste Arzt des Altertums, obwohl nicht nachgewiesen werden konnte, dass alle  Bücher von ihm verfasst wurden.

1483 wurde das erste Kräuterbuch der Welt gedruckt. In Rom erschien „Herbarium“ von Apulejus Barbarus . Viele weitere Kräuterbücher sind seitdem gedruckt wurden und immer wieder haben sich in der Vergangenheit berühmte Leute mit der Heilwirkung von Pflanzen beschäftigt, darunter Paracelsus  (1493 – 1541).  Er setzte zur Behandlung nicht nur Auszüge aus Kräutern ein, sonder auch chemische Mittel, wie Blei, Schwefel, Quecksilber, Kupfer und Eisen.  Er war Philosoph, Alchemist, Pflanzenforscher und Astronom.  Unter Astronomie verstand er die Erkenntnis der kosmischen Gesetze, der Urprinzipien des Alls und der dahinter wirkenden Kräfte.  Auch war er u.a. der Ansicht, dass die Pflanzen am besten wirken, die in der Farbe dem menschlichen Organ ähneln, welches kränkelt. Bei Augenentzündungen empfahl er daher z.B. Augentrost, weil die Blüte an das menschliche Auge erinnert oder Schöllkraut bei Gelbsucht, wegen dem gelblichen Saft der Pflanze.  Sein Leitspruch war: „Allein die Dosis macht, ob ein Ding Gift ist.  Alle Dinge sind Gift und nicht ohne Gift.“  Er war unter den Medizinern seiner damaligen Zeit ein krasser Außenseiter. Wegen seiner außergewöhnlichen Heilerfolge erwarb er sich im Lauf der Jahre jedoch den Ruf eines Wunderdoktors.

Neben Hippokrates – dessen Eidformel heute noch als Grundlage der ethischen ärztlichen Richtlinien gilt – und Paracelsus finde ich Hildegard v. Bingen (1098 – 1177 n. Chr.) sehr erwähnenswert. Hildegard v. Bingen war Heilige, Äbtissin (ab 1136n Chr.), Mystikerin, Prophetin und Heilkundige. Sie gilt als erste deutsche Naturforscherin und Heilerin: Sie schrieb Bücher über Pflanzen, über Krankheiten und wie sie entstehen.  Ein Mensch war für sie nicht einfach krank. Für sie stand jede Krankheit im Zusammenhang mit dem Geist (der Hinwendung zur Gott und zur Natur) und dem Körper.  Leider ist von ihren Originalwerken nicht eines erhalten.  Ihre Bücher, wie „Causae et Curae“ existieren nur als Abschriften aus dem 13. und 15. Jh!

Hildegard von Bingen, Paracelsus und Hippokrates Sie alle waren und sind eng verbunden mit der Geschichte der Pflanzenheilkunde

Einen gesunden Jahresanfang wünscht

Patricia Rühlemann

20 namenlose Lavendelarten

Wie im Katalog versprochen: Hier die Auflösung des Lavendelbildes aus dem Katalog 2011 (Seite 146-147) mit 20 verschiedenen Sorten:

(oben) von links nach rechts:
Provence-Lavendel ‚Blue Dwarf‘
Provence-Lavendel ‚Dutch‘
Lavendel ‚Two Seasons‘
Provence-Lavendel, weiß
Lavendel ‚Hidcote Blue‘
Provence-Lavendel ‚Grosso‘
Lavendel ‚Goodwin Creek‘
Kanarischer Lavendel
Lavendel ‚Richard Grey‘
Lavendel ‚Maillette‘

(oben) von links nach rechts:
Lavendel ‚Royal Purple‘
Annelies‘ Duftlavendel
Zimmerlavendel
Lavendel ‚Cecilia‘
Provence-Lavendel ‚Luberon‘
Provence-Lavendel ‚Bleu des Collines‘
Provence-Lavendel ‚Sumian‘
Provence-Lavendel ‚Felibre‘
Lavendel ‚Reve de Jean Claude‘
Provence-Lavendel ‚Julien‘

Ihr Daniel Rühlemann

Kratom ( Mitragyna speciosa) – wird es ein Verbot geben?

Am 19.April 2010 hatte ich geschrieben, dass es unter Umständen noch im Jahr 2010 ein Kratom-Verbot geben könnte. Dann gab es im Mai erst einmal Entwarnung. Der Sachverständigenausschuss vertagte damals die Abstimmung darüber auf den Dezember 2010.
In unserem Katalog werden Sie daher Kratom vergeblich suchen. Aber es gibt gute Neuigkeiten: Auf der Sitzung im Dezember des Sachverständigenausschusses war der Tagungsordnungpunkt n i c h t aufgeführt.
Kratom bleibt daher vorerst erlaubt, so dass wir es weiter als „Zierpflanze“ anbieten können. Wie lange die Entwarnung und damit die Erlaubnis zu Besitz und Handel dauert? – Das konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich hoffe aber auf viele Jahre, denn auch Ärzte und Apotheker hatten ihre Bedenken für ein Verbot geäußert.

Hier der Link für alle die sich mehr mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte beschäftigen möchten: www.bfarm.de

Patricia Rühlemann

Neues Basilikum 2011

Natürlich kommen weit aus mehr neue Sorten in unser Sortiment, aber eines wollen wir Ihnen hier schon mal vorab vorstellen:  Das Basilikum  „Zanzibar“ alias „Mrihani“ .

Am Montag, den 20. Dezember 2010 geht der neue Katalog mit der Post an viele unserer Kunden raus. Ab Weihnachten finden Sie dann auch in unserem shop alle neuen Sorten online zum Bestellen und den Katalog zum downloaden.

Und hier das Basilikum „Zanzibar“ im Onlineshop.

Eine gesegnete Weihnachtszeit und schon jetzt viel Spaß beim Schmökern und Stöbern,

wünscht Ihnen Patricia Rühlemann