Gärtnerei

Es kräutert wieder in Horstedt

Wenn gut gelaunte Besucher von einer Kräuter-Leckerei zur nächsten schlendern,
Altbewährtes begrüßen, Neues entdecken, die Region erleben und dabei jeden
Moment genießen – dann ist wieder Kräutertag in Horstedt!

Ob alternative Süße durch Stevia, kulinarisch vielseitig verwendbares Australisches Zitronenblatt oder „Kraut der Unsterblichkeit“ – unsere Gärtnerei ist an diesem Tag von 11.00 – 18.00 Uhr geöffnet und hält eine riesige Palette von Würz- Duft- und Heilpflanzen bereit, insgesamt über 800 Sorten an Pflanzen und noch einmal genauso viele als Saatgut.

Glücklich ist der, der eines der 50 Kochbücher „Weltkräuterküche“ von Gärtnerei-Chef Daniel Rühlemann und Sternekoch Wolfgang Pade aus Verden gewinnt. 33 Rezepte mit exotischen Kräutern warten darin auf experimentell veranlagte Hobbyköche.

Schon allein die Pflanzendüfte beim Schlendern durchs Gewächshaus lassen einem
das Wasser im Mund zusammenlaufen; da passt es gut, dass zwischendurch immer wieder Kostproben von sehr außergewöhnlichen Kräuterquark-Kreationen gereicht werden oder das Aroma des Australischen Zitronenblatts in einfacher Buttermilch gekostet werden kann.

Während die einen gemütlich bummeln, nehmen andere an einer Führung durch die Gewächshäuser teil oder freuen sich mit ihren Kindern über die ersten selbst eingetopften Kräuter, die dann zuhause weiterwachsen dürfen.

Wer so richtig auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auf der Kräutermeile im Ort
verwöhnen lassen: ob Kräuterpommes, -frikadelle, -brot, -fisch oder -bratwurst,
die Auswahl an kulinarischen Genüssen ist vielfältig.

Anregungen zur Verwendung von Kräutern gibt es an fast jedem der über 90 Stände, und vieles davon kann käuflich erworben werden. Damit auch das Auge nicht zu kurz kommt, bieten zudem regionale Kunsthandwerker ihre Waren feil.

Das genaue Tagesprogramm kann beim Veranstalter
Kräuterregion Wiesteniederung erfragt werden: www.kraeuterregion.de

Eine Anfahrtsbeschreibung gibt’s hier.

Herzlich willkommen!

Von Wetter, Pflanzenversand und Rosen

Wenn die Apothekerrose blühend in der Versandstraße steht, dann ist endlich Sommer!
… So jedenfalls könnte man das für die letzten Jahre formulieren.

Dieses Jahr ist hier bei uns im Norden wirklich alles anders und das Wetter für unseren Versand eine komplexe Herausforderung. Im Frühjahr wollten die Pflanzen nach dem ungewöhnlich strengen Winter einfach nicht aus dem Töpfen kommen. Dann schaltete das Frühjahr schon nach kurzer Zeit auf Hochsommer und nun explodiert das Pflanzenwachstum förmlich. Die GärtnerkollegInnen schneiden, schneiden, schneiden und schneiden, die Kommissionierer drehen Runde um Runde um Runde und in der Packhalle wird ein Pflanzenpaket nach dem anderen gepackt.

Der Blick auf die wunderschön blühenden Rosen versöhnt ein wenig mit Stress und ungewohnter schwüler Hitze. Anastasija nahm sich im Vorübergehen eine Blüte mit und warf sie kurzerhand in ihre Teetasse. Und war vom feinen Rosengeschmack dieses Tees sofort ganz angetan.


Dies blieb nicht lange unbemerkt – neugierige KollegInnen schauten über die Schulter, nahmen einen Schluck und waren sich einig: das ist ein richtig leckerer Tee, der gekühlt sogar noch besser schmeckt!


„Wie das wohl schmeckt?“

Anastasija wartet gespannt …

„Ui, überraschend lecker!“

Test bestanden!

Und wie das öfter mal in dieser Gärtnerei passiert, entwickelte sich daraus eine ganz eigene Dynamik. Melli, die Testerin, fragte sich plötzlich: „Wie diese Rose wohl in Kombination mit anderen Kräutern schmeckt?“

Und so wanderten inzwischen schon Brasilianischer Sauerklee, Jasmin und Minze zur Rose in die Tasse. Richtig passend fanden die beiden bisher nur den Sauerklee, der durch seine Säure eine sehr erfrischende Note hinzufügt. Minze und Jasmin überdeckten den feinen Geschmack der Rose zu sehr.

So sehr auf die Rose gekommen, wollen die beiden aber noch nicht aufgeben:
„Wir experimentieren weiter!“

Seltene Früchte

Wie kleine Fruchtgummi-Herzen sehen sie aus, die Beeren des Strauch-Geißblatts. Entdeckt hat sie Susanne, als sie mit ihren Kolleginnen aus der Saatgut-Abteilung just neben der Pflanze Pause machte.

„Es ist gar nicht so einfach, die Beeren zu entdecken. Und das liegt hauptsächlich daran, dass die Vögel ganz versessen auf sie sind und sie wegfuttern sobald sie reif sind.“


Zu unserem Glück haben die Piepmätze ein paar der Leckereien übersehen und so konnten wir doch noch einige ablichten. Susanne freut es besonders, ist doch das Strauch-Geißblatt ihre absolute Lieblingspflanze.

„Die Blüten erscheinen sehr früh im Jahr – oft werden sie vom Frost in kleine optische Kunstwerke verwandelt. Und der Duft ist einfach betörend. Ich liebe ihn wirklich!“

Gärtnern in der Stadt

Sie wohnen in der Stadt und es juckt Sie im grünen Daumen?
Sie wissen aber nicht so recht, wie Sie sich im Großstadt-Dschungel Ihre eigene kleine, grüne Oase schaffen könnten? Dann sind die Schnupperstunden am kommenden Samstag, den 12. Mai wie für Sie gemacht!

„Platz ist auf dem kleinsten Balkon“ lautet das Motto von Sandra Heim und Martina Warnke, die an diesem Tag viele, auch ungewöhnliche Ideen vorstellen, wie und wo Gärten auf kleinstem Raum aussehen, wachsen und gedeihen können.

Um ausführlich auf Ihre ganz individuellen Fragen und Projekte eingehen zu können, bieten sie insgesamt drei – jeweils einstündige – Einführungen ins Thema an:
um 12.00, 13.00 und 14.00 Uhr.

Dazu haben sie in den letzten Wochen mit viel Spaß einige Beispiele als Anschauungsmaterial vorbereitet und – wie immer – viele weitere Ideen im Gepäck!

Die Veranstaltung ist kostenlos, auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Treffpunkt ist der Eingangsbereich des Direktverkaufs, Auf dem Berg 2, 27367 Horstedt / ROW. Anfahrtsbeschreibung
Weitere Schnupperstunden-Termine finden Sie hier: Schnupperstunden 2018

Führung durch die Gewächshäuser

Trotz des nassen Wetters am vergangenen Samstag fanden sich doch einige neugierige Besucher ein, die sich die Chance, einmal in den für Kunden sonst nicht zugänglichen Bereich unserer Gärtnerei zu schnuppern, nicht entgehen lassen wollten.

Beginnend bei der vegetativen bzw. generativen Vermehrung konnten sie den Weg der Pflanzen von der Aussat bzw. den Stecklingen bis zur verkaufsfähigen Pflanze einmal hautnah miterleben.

Frisch pikierte Sämlinge des Mutterkrauts z.B. ernteten viele „Ooohs“ und „Aaahs“, denn diese sind in diesem Stadium noch ziemlich winzig.

Anhand der Erdbeerminze wurde der Weg vom frischen Steckling über das durchwurzelte Exemplar in der Vermehrungs-Platte bis hin zu fertig getopften Pflanzen dargestellt, die dann in der für sie passenden Klimazone weiterwachsen dürfen.

Damit das klappt, sind natürlich eine Menge gärtnerische Tätigkeiten wie regelmäßiges gießen, düngen, stäbeln, schneiden, rücken, räumen nötig. Am Ende des Weges stehen dann der Pflanzenversand und unser Direktverkauf und – nicht zuletzt – der Garten unserer Kunden!

Natürlich wurden auch alle mitgebrachten oder spontan entstehenden Fragen wie z.B. , „Warum sehen die Gewächshäuser so unterschiedlich aus?“ „Wie funktioniert der Pflanzenversand?“ „Was bedeutet biologischer Pflanzenschutz?“ beantwortet, so dass der Entwicklung des grünen Daumens am Ende nichts mehr im Wege stand.


Tobias zeigt Erdbeerminze in verschiedenen Stadien bis hin zur fertig getopften Pflanze

Von der Topfmaschine durch die Gewächshäuser und das Freiland ...


… ging es weiter zu einem der nächsten Standorte, an dem die Pflegearbeiten beginnen.

Natürlich gab es auch einen Abstecher in den Bereich der Kommissionierung …

… in dem die versandfähigen Pflanzen bereitstehen.

Fertig kommissionierte Bestellungen stehen schon zum Versand am Montag bereit

Durch’s Freiland ging es zurück zum Direktverkauf

Die soll mit – jetzt kann das Abenteuer der Pflanzenaufzucht losgehen!

Fotos: André Wieding