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Mädesüß-Brennnessel-Eis

Eis? Aus Mädesüß und Brennnessel?

Die Reaktionen der Kollegen und Kolleginnen waren eher verhalten. Sie sind ja einiges gewöhnt mit meinen Ideen und Rezepten, doch diesmal haben sie wirklich an mir gezweifelt.

Die Brennnessel stand als Zutat für meine Kreation schon fest. Das Mädesüß hat es über seinen Duft, der mir auf einem Spaziergang um die Nase wehte, mit in mein Rezept geschafft. Diese Intensität wollte ich unbedingt auch geschmacklich festhalten.

Für das Eis habe ich die jungen Triebe der Brennnesseln geerntet und die Blüten des Mädesüß. Wer mag, kann auch den Abrieb einer Zitrone mit in das Eis mischen, das gibt einen schönen leicht säuerlichen Unterton. Zusammen mit dem Mädesüß und der Note der Brennnessel schmeckt es unwiderstehlich.

Das fertige Eis kam bei allen sehr gut an, es hat auch nicht gepikst, wie viele befürchtet haben.

Es lässt sich schnell im Blender oder Mixer zubereiten und ist durch die Cashewkerne sehr cremig.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

1 große Tasse Cashewkerne (über Nacht einweichen oder, wenn es schnell gehen muss mit heißem Wasser 10 – 20 Minuten)

1 große Tasse Eiswürfel

2 reife Bananen

2 große Hände voll Mädesüßblüten und Brennnesseltriebe

1 EL Zitronensaft

1 TL Löwenzahnsirup oder andere Süße

 

Zubereitung:

Die Eiswürfel, Cashewkerne und gefrorenen Bananenstücke zuerst grob schon einmal mixen. Dann die Kräuter, den Zitronensaft und den Sirup hinzugeben, bis eine schöne homogene Masse entsteht.

Das Eis sollte wirklich gleich serviert werden oder man friert es portionsweise wieder ein. Langes stehen lassen bekommt dem Eis nicht gut.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen!

Fotos: André Wieding

Zwischenzeitlich bei Rühlemanns

Wie jedes Jahr habe ich viel Freude daran die jungen, frisch getopften Pflanzen regelmäßig zu Entspitzen um ihren Wuchs zu fördern.

Wichtig ist diese Arbeit besonders bei den wärmeliebenden Pflanzen, die nur in der Saison verfügbar sind und ab dem Spätsommer / Anfang Herbst nicht mehr verschickt werden.

Zum Beispiel unsere Vielfalt an verschiedenen Basilikumsorten, die sich bis auf Ausnahmen (Wildes Purpur, African Blue, wildes Tulsi), bei Temperaturen unter 12 Grad nicht wohlfühlen.

Bei richtiger Pflege, dem richtigen Ernteschnitt und Anpassung an ihre Bedürfnisse kann man auch in dieser kurzen Zeit schöne, große, blattreiche Pflanzen heranwachsen sehen und von viel Ernte zehren. Basilikum kann kulinarisch sehr vielseitig verwendet werden. Unsere Sorten sind unterschiedlich in ihrem Geschmack von fein/süßlich bis krautig/herb.

Selbst wenn manche der empfindlichen Pflanzen nicht mehr ihre volle Pracht zeigen, sobald die Tage wieder kälter werden können viele von ihnen Nachkommen in Form von Samen hinterlassen, die im nächsten Frühjahr neu ausgesät werden können. Auch eine Vermehrung über Stecklinge ist möglich.

Von der Erdmandel, die erst ab Mitte Mai in den Garten wandern sollte, erntet man im Spätherbst die süßlich schmeckenden Knöllchen und kann, wenn man es schafft, einige aufzubewahren, diese wieder einpflanzen um neue Pflanzen zu gewinnen.

Die Gewürz– und Lakritztagetes, bei Kindern sehr beliebt, sind durch ihren filigranen Wuchs wunderschön anzusehen und eignen sich unter anderem für süße und salzige Speisen, Kräutertees und Liköre.

Kapuzinerkresse wurde 2013 als Arzneipflanze des Jahres gekürt. Sie strotzt vor Vitamin C und die etwas scharf schmeckenden Blätter und essbaren Blüten sind eine geschmackvolle Ergänzung im Salat. Ihre Inhaltsstoffe haben die Eigenschaft die Vermehrung von Viren, Bakterien und Pilzen einzudämmen.

Stevia ist eine wertvolle Pflanze für Menschen, die Schwierigkeiten haben richtigen Zucker zu verwerten. Steviablätter werden gern für Süßspeisen aller Art sowie zur Süßung von Getränken verwendet, können aber auch zum Backen und Kochen genutzt werden.

Rezepte & Tipps gibt es hier:

https://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/praxis/rezepte

Text & Idee: Eva Brendel

Fotos: André Wieding

Auf den Bärlauch, fertig, los!

Möchte man in den Genuss dieser aromatischen Staude kommen, muss man sich beeilen, denn die Erntezeit ist begrenzt von Ende März bis Mai.

Kaum zeigt der Bärlauch sein sattes Grün und die schönen weißen Blüten (auch diese sind essbar!), zieht er sich auch schon wieder in den Untergrund zurück.

Diesmal verwende ich den Berliner Bärlauch für ein schnelles Rezept einer leckeren Käsecreme.

Nordischer „Obatzter“ mit Bärlauch

50 g weiche Butter mit 200 g Frischkäse, 100 g geriebenen Käse und 150 g zerdrücktem Camembert gut verrühren. Eine gute Handvoll Bärlauch sehr fein schneiden und mit hinzugeben. Das Ganze dann mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken und mit frischem Weißbrot servieren.

Alle Kollegen und Kolleginnen waren begeistert und es hat sich gezeigt, auch der Norden kann bayrisch.

Text & Idee: Michaela Görnig

Fotos: André Wieding

 

Ist da Tanne im Essen?

Rosmarin mit seinen nadeligen Blättern erinnert, grade Kinder, oft an den bekannten Tannenbaum. Auch seine Blätter sind ganzjährig grün und erfreuen uns mit ihrem tollen Duft und Aroma. Doch der Rosmarin kann so viel mehr!

Am 14.9.2019 von 12 bis 15 Uhr  zeigen Ihnen Eva & Frederike, was für tolle Eigenschaften der Rosmarin im Gepäck hat. Geschichtliches, kulinarisches und pflegendes um die Meisterin der Leichtigkeit, wie der Rosmarin auch wegen seiner anregenden Wirkung genannt wird, warten auf Sie.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet in Direktverkauf unserer Gärtnerei statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Wir hoffen auf ihre rege Teilnahme und freuen uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Anfahrtsbeschreibung

Fotos: André Wieding

 

…es ist noch Zucchini da

Bea hat noch einen letzten Riesenzucchini entdeckt und Michaela hat sich prompt entschlossen, dieses Prachtexemplar zu einer schnellen Creme-Suppe zu verarbeiten.

Rezept zum Nachkochen:

1 kg Zucchini in kleine Würfel schneiden. Eine rote Zwiebel würfeln und alles zusammen leicht andünsten. Zwei Handvoll Zimmerknoblauchblüten und eine Handvoll piemontesischer Limonenthymian hinzugeben und ca. 5 Min mitgaren. Im Anschluss mit einem Liter Gemüsebrühe aufgießen und 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Ein Becher Creme Fraiche (o.ä.) unterrühren und die Suppe pürieren. Selbsgemachte Brotcroutons geben den Extra Pfiff.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Fotos: André Wieding