Cold Drip – Kräuter Cocktail mal anders

Normalerweise dient Cold Drip Verfahren der Kaffeeherstellung. Dabei wird über mehrere Stunden kaltes Wasser, tropfenweise, auf gemahlenen Kaffee gegeben. So entsteht ein kräftiger, kalter Kaffee. Seit dem 17. Jahrhundert ist diese Herstellungsweise bekannt. Niederländische Seeleute haben auf ihren Reisen durch die asiatischen Kolonien eine Vorform von Cold Drip entwickelt. Der kalt gebrühte Kaffee heißt dort auch heute noch „Dutch Coffee“. Das Verfahren wurde schließlich durch die Japaner weiterentwickelt.

Statt Kaffee ist es auch möglich, andere Flüssigkeiten zu verwenden. Mit neutralem Alkohol (zum Beispiel Wodka) lassen sich durch Mazeration ätherische Öle von Kräutern und Gewürzen ausziehen. Die Tropfgeschwindigkeit der Flüssigkeit bestimmt die Intensität des Endprodukts, je langsamer der Durchlauf, desto stärker das Aroma.

Zum Ausprobieren ein schönes Rezept:

Cocktail „Roaring Bear
Dieser Cocktail trifft einen wie ein, im wahrsten Sinne des Wortes, brüllender Bär. Er ist stark, herb und sehr würzig. Für den Rosmarinwodka haben wir das Cold Drip Verfahren benutzt. Hierfür ist der Wodka langsam und für mehrere Stunden über unseren Rosmarin „Arp getropft. Heraus kam ein intensiver Rosmarinwodka.

Was sie für den Cocktail benötigen:
6 CL Rosmarinwodka
2 EL Aperol
Eiswürfel
Wasser
1 EL Sirup (je nach Geschmack)

Zubereitung:
Ein Glas mit Eiswürfeln füllen. Rosmarinwodka, Aperol, einen Schuss Wasser und Sirup ins Glas geben. Alles miteinander verrühren. Ein weiteres Glas mit frischen Eiswürfeln füllen und den Cocktail dazugießen. Genießen.

Text & Idee:  Sandra Heim

Fotos: André Wieding

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