Waldmeister Wackelpudding

Den Duft und das Aroma vom Waldmeister verbinde ich spontan immer mit meiner Kindheit, mit Softeis und giftgrünem Wackelpudding. Ehrlicherweise kannte ich nur die fertigen Puddingschälchen oder gekauftes Pulver zum Anrühren.

Ob es wohl einen Unterschied macht, den Pudding ganz ohne künstliche Aromen herzustellen?

An zwei verschiedenen Rezepten wollte ich mich ausprobieren. Nach dem Versuch habe ich die Rezepte noch ein wenig modifiziert, da der Wackelpudding nicht gewackelt hat sondern sehr fest geworden ist. Für die Fotos war das gut ;).

Geschmacklich war es ein himmelweiter Unterschied zu den gekauften Varianten, wobei dies positiv zu bewerten ist. Das sanfte Aroma und der wunderbare Duft kamen in beiden Rezepten gut zur Geltung.

Bei der Variante in Grün habe ich Waldmeistersirup mit Lebensmittelfarbe verwendet, der hellere Wackelpudding ist ohne Farbstoffe.

Für beide Rezepte benötigt man je ein Bund Waldmeister und einen Teelöffel Agar-Agar. Den Waldmeister am besten schon zwei Tage vorher ernten, damit er ein wenig anwelkt und mehr Aroma entwickelt.

Der Waldmeister wird in 500ml Flüssigkeit (Apfelsaft oder Wasser) gelegt und zum Kochen gebracht. Sobald es kocht, den Topf vom Herd ziehen und den Sud fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Den Waldmeister aussieben und die aromatisierte Flüssigkeit wieder in den Topf geben.

Bei Variante A mit Apfelsaft werden  vier EL Waldmeistersirup und ein Teelöffel (ca. 4 g) Agar-Agar hinzugefügt, dann ein bis zwei Minuten und ständigem Rühren köcheln lassen.

Bei Variante B mit Wasser wird der Sirup mit zwei gehäuften Esslöffeln Rohrzucker ersetzt, auch hier nimmt man einen Teelöffel Agar-Agar. Aufkochen und zwei Minuten rührenderweise köcheln lassen.

Nun wird das Ganze in Schalen gefüllt und kommt für mindestens drei Stunden in den Kühlschrank. Dort wird der Wackelpudding fest und ist fertig zum Genießen.

Fotos von Andrè Wieding

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