Gärtnerei

Wird es 2011 kaum noch traditionelle Heilmittel geben?

„Die Verflechtung von pharmazeutischer Industrie und akademischer Wissenschaft wird immer enger. Experten fürchten um die Unabhängikeit der biomedizinischen Forschung. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) macht sich Sorgen. „Im internationalen Vergleich der großen Pharmastandorte ist Deutschland mittlerweile Schlusslicht“ -“ so zu lesen im Ärzteblatt im Jahr 2004.
Im selben Jahr wurde von der EU die Richtlinie 2004/24/EG , kurz THMPD (Traditional Herbal Medicinal Product Directive) verabschiedet. Die Richtlinie zur Änderung der Richtlinie 2001/83/EG, welches die Richtlinie zur Schaffung eines Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel hinsichtlich traditioneller pflanzlicher Heilmittel ist. Klingt kompliziert? Ist es auch! Zufall?
Fakt ist, dass 1970 rund 52% der Deutschen pflanzliche Heilmittel zu sich nahmen und diese Zahl bis heute auf 70% geklettert ist. Tendenz weiter steigend. …

Was blüht denn da?

Heute hatte ich mich eigentlich nur wegen der Chili-Dekoration fotografisch in der Gärtnerei umgesehen und dabei diese „Stars der Pflanzenwelt“ vor die Kamera bekommen.
Wenn Sie die einzelnen Bilder anklicken, erhalten Sie weitere Informationen über die einzelnen Pflanzen!



Alle Pflanzen werden auch in unserem nächsten Katalog zu sehen sein – versprochen!

Ihre Patricia Rühlemann

Harmonisieren und Klären

Daniel räuchert gerne. Bereits zu seinen Zeiten in Österreich hat er jedes Haus, das er neu bezog mittels Räucherware gereinigt. Damals nutzte er mangels eigener Gärtnerei noch Kräuter in Säckchen, schüttete sie in einen alten Topf, stellte diesen auf eine Heizplatte, schloss alle Fenster, öffnete alle Zimmertüren und verlies für etwa zwei Stunden das Haus, während das Räucherwerk vor sich hin kohlte. Da lag es nahe, auch in der Gärtnerei zu räuchern und in diesem Jahr erstmals ein Seminar anzubieten.
Wie man mit getrockneten Pflanzen räuchert, zeigten Bernd und Brigitte allen Interessierten.

RäuchernRäuchernRäuchernRäuchern

Sie hatten sich hierfür einen nach dem Mondkalender sehr guten Tag ausgesucht, denn er stand im zunehmenden Mond und damit für harmonisierende Kräfte. Bei abnehmenden Mond ist die richtige Zeit für reinigende Räucherungszeremonien. …

Der Chili „Bolivian Wild – Capsicum baccatum“

Gemahlene Chilis kennt man auch unter dem Namen Cayennepfeffer. Die Bezeichnung Capsicum leitet sich aus dem griechischen kapsa ab, was so viel bedeutet wie Kapsel und auf die Form der Wildchilis hinweist. Und wer sich immer schon fragte, was für den scharfen Geschmack verantwortlich ist – das ist das Capsaicin – ein Inhaltsstoff, der auch in Wärmepflastern – wie das ABC-Pflaster (Arnika, Belladona, Capsicum) verwendet wird.
Der Bolivian Wild ist ein Chili, mit sehr kleinen Früchten, die extrem scharf sind. Sein ursprüngliches Heimatland ist wie bei allen Chilis in Südamerika zu finden. Bei uns im Verkaufsgewächshaus gedeiht er hervorragend. Mindestens einmal im Jahr wird er gekürzt.
Der Bolivian Wild ist ein Chili, den Chili-Experte Boris Reinsch bei uns in Horstedt vor zwei Jahren vorgestellt hat und so sieht er aus:

Wer Lust und Zeit hat mehr über Chilis zu erfahren, ist herzlich eingeladen am Samstag, den 18.September 2010 hier in unsere Gärtnerei in Horstedt zu kommen.
Auf alle Chilis gibt es an diesem Tag 20% Rabatt auf den Vorortverkauf. Zudem wird Boris Reinsch ein kostenloses Seminar ohne Voranmeldung geben und Ursula Schröder zaubert ein köstliches Buffet mit Rezepten aus der Welt der Chilis.

Feurige Zeiten wünscht
Patricia Rühlemann

P.S.: Gestern Abend (15.09.2010) erreichte uns die Nachricht, dass Boris Reinsch erkrankt ist und Ruhe verordnet bekommen hat. Daher werden Daniel und ich an diesem Tag Ihnen die Chilis näher bringen mit Geschichten, Informationen und Experimenten in der Küche.

Der 1. Basilikumtag

Am Samstag den 05.06.2010 war unser erster Basilikumtag. Im nächsten Jahr wir das wiederholen. Es gab ein reichhaltiges Büffett von Patricia, natürlich mit verschiendenen Sorten Basilikum. Besonders das Basilikumpesto hat mich umgehauen. So viel Geschmack! Aber auch kein Wunder, den erstens schmeckt selbstgemachtes Pesto IMMER besser als gekauftes, und zweitens haben wir nur den stärksten Aromabringer unter der Sonne Horstedts dafür genommen: Das Zyprische Strauchbasilikum! Bei der Verarbeitung fiel auch auf, dass diese Sorte besonders fleischige, und damit ergiebigere Blätter als die meisten anderen Sorten hat.

Ein anderes Highlight war das Orangen-Zitronenbasilikum-Eis mit Ahornsirup, Orangensaft, Zitronensaft und unserem Zitronenbasilikum „Mrs. Burns Lemon“. Eine Zubereitung bei der das leckere Zitronenaroma dieses Basilikums so richtig gut rauskam. Das hat uns echt Mut gemacht. Demnächst werden wir noch tausend andere Kräuter in unsere neue Eismaschine reinwerfen – wir werden berichten!

Es gab an diesem Tag 10 Sorten Basilikum als Pflanze, die sonst nur als Saatgut da waren, extra zu unserem normalen Angebot von 23 Sorten Basilikumpflanzen: