Kräuter entdecken & genießen

In neun Tagen, am Sonntag, den 18.Juni 2017 ab 11.00 Uhr ist es wieder soweit:

Dann verwandelt sich der sonst so beschauliche Ort Horstedt von einem Tag auf den anderen in ein Paradies für Kräuterliebhaber.

Bis zu 100 Aussteller rund um unsere Gärtnerei locken im Zeichen der Kräuter mit einer bunten Mischung aus kulinarischen Leckereien, vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten,
Informationen und regionalem Kunsthandwerk.

Über 800 Kräuter und Duftpflanzen können allein in unserer Gärtnerei entdeckt werden!
Dazu gibt es ein kleines, aber feines Programm:

Daniel stellt in Form von Kostproben seine neuesten Kräuterquark-Kreationen vor,
wie immer außergewöhnlich überraschend in Kombination und Geschmack.

Kinder dürfen ihre ersten Gärtner-Erfahrungen machen, indem sie leckere Kräuter
selber eintopfen, um sie dann mit nach Hause zu nehmen.

Unser Betriebsleiter ermöglicht wieder vielen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen,
in den Produktionsbereich der Gärtnerei. Der Beginn der Führungen wird jeweils kurz zuvor bekannt gegeben.

Herzlich willkommen!

PS. Eine Anfahrtsbeschreibung gibt’s hier.

Ungewöhnliche Teepflanzen

Wenn wir an Kräutertee denken, fallen uns als erstes Minze, Melisse, Salbei und Thymian mit ihrer wohltuenden Wirkung ein. Gleich gefolgt von äußerst wohl schmeckenden Sorten wie der Zitronenverbene oder dem Griechischen Bergtee.

Aber haben Sie sich schon einmal Tagetes, Geranien, Bergenien, Chrysanthemen oder Gras aufgebrüht? Klingt nicht lecker? Anja und ich wollten’s wissen und trafen uns zu einem Tee-Experiment der besonderen Art.

Zunächst probierten wir uns durch die vielen verschiedenen Sorten von Duftgeranien, die auch als Teepflanzen gekennzeichnet sind. Unsere Favoriten: Duftgeranie ‚Lemon Fancy‘, gleich gefolgt von der Duftgeranie ‚Prince Rupert‘. Beide zaubern einen unerwartet leckeren fruchtig-zitronigen Geschmack in die Tasse. Andere Sorten wie z.B. die Duftgeranien ‚Rober’s Lemon Rose‘ und ‚Bourbon‘ sind vermutlich eher für’s Aromatisieren von Tee geeignet.

Danach schlürften wir uns durch die Gewürztagetes-Sorten. Bei Yauthli dominierte ein klarer Aniston; die Strauch-Tagetes fanden wir auch sehr lecker, weil sie einen intensiv fruchtigen Tee hervorbringt. Klarer Favorit war aber ganz eindeutig die Lakritztagetes!

Dann wurde es richtig schräg, denn nun brühten wir uns Gras auf! Natürlich keins von der Wiese nebenan, sondern Zitronengras und Palmarosa, welches einen feinen Rosenduft verströmt. Hier besticht das Zitronengras durch seinen klaren Zitrusgeschmack, aber auch das Palmarosagras würden wir als einen feinen Sommertee in unsere privaten Teesammlungen aufnehmen.

Der Sibirische Tee, eine Pflanze aus der Familie der Bergenien, lässt noch etwas auf sich warten. Denn „es sind die schwarzen, schon abgestorbenen Blätter, die man nach einem langen Winter unter dem Schnee an der Pflanze findet, aus denen der leckere, berühmte Altai-Tee bereitet wird.“ Falls Sie also nach dem nächsten Winter alte Blätter an der Pflanze finden: statt auf den Kompost, fix in die Teekanne werfen!

Chinesischer Teejasmin ist lecker und schon lange bekannt. Der aromatische Blütengeschmack der Chinesischen Tee-Chrysantheme interessiert uns auch sehr – allerdings müssen wir uns da noch ein wenig gedulden, denn erst wenn die Tage kürzer werden, öffnet diese Chrysantheme ihre großen weißen Blüten, aus denen der Tee gemacht wird.

Macht aber nix, denn wie heißt es so schön?
Abwarten und Tee trinken …

Kräuterbrot mit frischen Kräutern

Juchu! Endlich Sommerwetter, draußen sitzen, sich vom allgemeinen Grill-Fieber anstecken lassen und im Grünen lecker essen. Als passende Beilage empfiehlt sich ja geradezu ein leckeres Kräuterbrot – noch besser schmeckt es, na klar, wenn es mit frisch geernteten Kräutern aus dem eigenen Garten gebacken wurde.

Wir haben den Selbstversuch gewagt und verschiedene Zwiebelgewächse (Winterheckezwiebel, Zwiebellauch, Chinesischer Lauch, Rakkyo, Schnittlauch ‚Profusion‘, Zimmerknoblauchblüten) im Teig getestet.
Als Alternative zum Vergleich: Olivenkraut.

Zutaten:
1 Pizzateig (falls es fix gehen soll, einfach fertigen Teig nehmen)
150 g Frischkäse (evtl. zusätzlich geriebenen Käse)
Salz, Pfeffer
Kräuter – wir haben uns spontan für vier Varianten entschieden:
No 1 – mit Zimmerknoblauchblüten
No 2 – mit Olivenkraut
No 3 – mit verschiedenen Zwiebelgewächsen (s.o.)
No 4 – wie No 3, zusätzlich geriebenen Käse über die Kräuter geben

Zubereitung: Kräuter klein schneiden. Pizzateig ausrollen und mit Frischkäse bestreichen. Salzen, pfeffern und mit Kräutern reichlich belegen.

Den Teig von der kurzen Seite aufrollen und der Länge nach dreimal tief einschneiden. Ca. 20 min im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) backen und den köstlichen Duft aus dem Ofen genießen!

Die KollegInnen durften das noch warme Brot probieren und waren allesamt begeistert.  Womit wir gar nicht gerechnet hatten: Olivenkraut und Knoblauchblüten im Brot waren die Renner!

Verraten Sie uns Ihr Lieblingskräuterbrot?

Green Smoothies 2.0 – die Rezepte

Green Smoothies sind beliebt, das war am letzten Samstag deutlich zu spüren!
In gewohnt gut gelaunter Manier gaben Martina und Sandra im Rahmen ihrer Schnupperstunden eine Einführung ins Thema:

Warum überhaupt Green Smoothies?
Wie geht das denn?
Was muss ich beachten?


Im Anschluss stellten sie die Vorzüge der Wildkräuter vor, die sie für ihre Smoothie-Rezepte extra ausgesät hatten: Gänseblümchen, Vogelmiere, Hirschhornwegerich, Löwenzahn, Gartenmelde und Brennnessel.

Fünf verschiedene Rezepte wurden mit den BesucherInnen gemixt – je nach Zutaten waren die Ergebnisse eher würzig, fruchtig oder auch richtig kräuterig.
Die Rückmeldungen fielen dementsprechend aus und reichten von ’schmeckt grün‘ bis hin zu ’superlecker‘!




Im Laufe der drei Stunden wurden die MitmischerInnen immer experimentierfreudiger, so dass zum Schluss ganz neue Rezepte entstanden. Das Thema ‚Green Smoothies‘ dürfte somit wieder einige Fans gewonnen haben …..

Zum Nachmixen für alle, die sich lieber an Erprobtes halten, gibt’s hier die Rezepte:

Grünes Dynamit
10 Spitzen Brennnessel (die Spitze + die obersten zwei bis vier Blätter)
1 Handvoll Gänseblümchen
1 Apfel
½ – 1 Banane
3-4 Blätter Giersch
0,25 Liter Bio-Apfelsaft oder Wasser


Der Herr der Tomaten – SaMaTo

½ Handvoll Basilikum
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
bisschen Lauch
4 große Tomaten
3 Blätter Bärlauch
¼ Avocado
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
Wasser


Natürlich schön

5 Salbeiblätter
1 Handvoll Giersch (alternativ Handama / Brasilianischer Spinat)
1 Handvoll Hirschhornwegerich
1 Kiwi
1 Scheibe Ananas
15 Trauben
½ Banane
5 Erdbeeren

Taraxa Stellaria – Zaubertrank für den Stoffwechsel
1 Handvoll Vogelmiere
10 junge Löwenzahnblätter
2 Äpfel
1 Handvoll Erdbeeren
¼ Zitrone mit Schale
1cm Ingwer
1 El Cashew- oder Mandelmus

…und zum Schluss unser kleines Powerpaket! Da bei diesem Smoothie keine zusätzliche Flüssigkeit hinzugegeben wird, besitzt er eine festere Konsistenz und ist ganz wunderbar zum Löffeln geeignet. Verfeinert mit sogenannten Toppings (Haferflocken, Chia- und Leinsamen, Nüssen etc.) wird daraus ein leckeres und nahrhaftes Frühstück aus der Schüssel.

Sei schlau – starte Blau
ca. 200 Gramm Blaubeeren
½ -1 Banane
1 große Handvoll Melden (ggfs. Handama,
Spinat, Brasilianischer Spinat)
1 – 1 ½ EL Cashew- oder Mandelmus
Wasser nach Belieben

als Topping-Ideen:
Mandelsplitter, Haferflocken, Gojibeeren,
Rosinen, Chia, Leinsamen uva.

Fröhliches Mixen wünschen Martina & Sandra!

Duftende Kräutersträuße im Frühling

Nachdem Michaelas Kräutersträuße zum Saisonstart sehr viel Anklang gefunden haben, lässt sie ihren Blick nun jeden Freitag durch die Gärtnerei schweifen, um einen jahreszeitlich passenden Strauß für unseren Direktverkauf zu zaubern.

Auch uns verzaubert sie mit dem Ergebnis jedes Mal auf’s Neue: ob Strauß oder Sträußchen – die bunte Mischung ist jedesmal eine wunderbare Überraschung fürs Auge und eine würzige für die Nase.

Heute war es eine Mischung aus Blüten von Jakobsleiter, Meisterwurz und rosa blühendem Salbei. Dazwischen die dunklen und herrlich frisch duftenden Blätter der Englischen Minze.

Der nächste Strauß sah wirklich edel aus. Wer hätte gedacht, dass Ewiger Kohl solch ein Blickfang sein kann? Die weiteren Zutaten waren die köstlich duftenden Blüten der Mexikanischen Orangenblume eingebunden in Blätter von La Lot, Kleinem Galgant und Sibirischem Tee.


Auch das folgende, sehr würzig duftende Exemplar hat uns optisch schier vom Hocker gehauen: Die Blüten von Sanikel und Zimmerknoblauch, kombiniert mit Blättern von Meerkohl und Zweigen von Teebaum.




Last but not least – ein Strauß wahrlich zum Reinbeißen! Neun verschiedene Sorten Basilikum – Basilikum ‚Pesto Perpetuo‘, ‚Zanzibar‘, ‚Rotes Lesbos‘, Rotes und Türkisches Buschbasilikum, Buschbasilikum ‚Corfu‘, Strauchbasilikum ‚Mammut‘, Zyprisches Strauchbasilikum und das großblättrige Zitronenbasilikum – fanden den Weg in die Vase und wirkten dort äußerst dekorativ!


Da sich Basilikum in der Vase allerdings nicht lange wohl fühlt, bleibt dieses Sträußchen wohl eher die Selbstbedienungsvariante für ein leckeres Essen, bei dem frisches Basilikum als Zutat unverzichtbar ist 😉

Wir wünschen einen fröhlichen Restfrühling – die nächsten Sträuße gibt’s im Sommer!