Neulich in der Schweiz

… hatte ich die Möglichkeit, auf über 2000 m Höhe ein wenig durch die Berge zu wandern. Ich war schier überwältigt von der Pflanzenvielfalt, die dort geballt auf kleinstem Raum wächst. Außerdem fiel mir eine wunderschöne, sehr große Staude mit vielen leuchtend gelben Blüten auf. Da ich nicht wusste, wie sie heißt, machte ich Fotos und recherchierte zuhause. Und fand heraus: es war der Gelbe Enzian!

Moment mal, dachte ich, den haben wir doch auch als Pflanze in unserer Gärtnerei stehen! Warum ist der mir noch nie aufgefallen???

Also suchte ich und wurde fündig. In diesem Moment konnte ich verstehen, wie es unseren Kunden manchmal ergeht. Man hat ein bestimmtes Bild einer Pflanze im Kopf – meist von einer voll erblühten Staude in ihrer vollen Größe – und bestellt sie in der Gärtnerei. Die Vorfreude ist groß, das Paket wird geliefert, man packt sie vorsichtig aus und „Oooh …, die hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt …“

Dabei ist das, was man in diesem Moment nicht sehen kann, trotzdem da: das volle Potential der Pflanze steckt im Topf! Wenn man sie dann liebevoll an den für ihre Ansprüche passenden Platz pflanzt, kann sie dieses bei entsprechender Pflege auch voll entfalten.

Der Gelbe Enzian braucht dafür allerdings ein paar Jahre Zeit. Find ich toll! Ein Wesen, das sich von unserer schnelllebigen Zeit einfach nicht beeindrucken lässt!

Gleich zwei neue Azubis

… begannen am 1. August ihre Ausbildung zur GärtnerIn in unserer Gärtnerei. Damit hatten wir zum ersten Mal vier Auszubildende in einem Jahr!


Frederike, Jannik, Cynthia und Jenny

Jenny, die ihre Ausbildung im Mai erfolgreich abgeschlossen hat, Frederike, die im zweiten Jahr ihrer Ausbildung steht und inzwischen einen Teil ihrer Zwischenprüfung abgelegt hat, und ganz aktuell Cynthia und Jannik, die nun seit drei Wochen dabei sind.


Die obligatorische Schultüte der KollegInnen gab’s gleich morgens um sieben

Eine der ersten innerbetrieblichen ‚Lehreinheiten‘ bekamen sie gleich zu Beginn:
Tobias erklärte den beiden spontan die Funktionsweise der Gewächshausthermometer.


Schön war’s und Spaß hat es gemacht

Nach einer schönen Vorbereitungzeit, in der wir einige Basilikumpflanzen hegten und pflegten, die inzwischen eine stattliche Größe erreicht hatten, freuten wir uns sehr über zahlreiche Besucher zum Basilikumschnuppertag am letzen Samstag.



Einige bekannte Gesichter gaben uns auch wieder die Ehre. Nach einer kleinen Einführung in die Pflege und den richtigen Schnitt der Königin der Kräuter, um eine ertragreiche Ernte den Sommer über zu erhalten, unterhielten wir uns noch über verschiedene Verwendungsmöglichkeiten.


Außer dem kulinarischen Genuss, den das Basilikum bereitet, enthält es darüberhinaus ätherisches Öl, welches entspannend und nervenberuhigend wirkt.

Was liegt da näher als ein Badesalz herzustellen und es zuhause auszuprobieren, denn jeder Gast konnte sein Badesalz natürlich mitnehmen. Gesagt – getan. Viele fleißige Helfer versammelten sich in der Küche, mixten aus den bereitstehenden Zutaten ihr Badesalz.

Zutaten für ein Vollbad:
30g Meersalz, grob
ca. 5 ml Jojobaöl
ca. 7 – 10 Tropfen ätherische Öle (z.B. Basilikum und Orange)

Zubereitung:
Ein kleines Schraubglas bis zur Hälfte mit Meersalz füllen. Jojobaöl und ätherische Öle dazugeben. Glas schließen und kräftig schütteln, damit sich die Öle gut mit dem Salz verbinden. Dann das Glas mit Meersalz auffüllen und nochmals kräftig schütteln. Fertig!



Anschließend halfen sie dabei, eine leckere Paprika-Oliven-Basilikum-Paste zuzubereiten.

Zutaten für 2 Personen:
2 Paprikaschoten (gelb oder rot)
ca. 50g Oliven, entsteint
1 Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
4 Zweige Buschbasilikum (z.B. griechisches oder türkisches)
1/2 TL Limettensaft
1 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die entkernten, gewaschenen Paprikaschoten halbieren. 10 Minuten in einen 200°C heißen Ofen auf ein Backblech legen, um die Haut gut lösen zu können. Oliven, Schalotte, Knoblauch fein hacken / schneiden. Basilikum waschen, trocken tupfen und klein schneiden. Paprikahälften grob schneiden und fein pürieren. Das Püree mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Restliche Zutaten unterrühren; wer‘s ganz fein mag: pürieren. Fertig!


Auf Brot serviert, machte sich ein Gast zur Aufgabe, alle Besucher damit zu erfreuen. “Sehr lecker, die Paste!“ war immer wieder zu hören.

Bedanken wollen wir uns – außer bei unseren fleißigen Helfern – auch bei unseren Überraschungsbesuchern Valeria und Anja, die uns mit Basilikumlimonade und Basilikummuffins versorgten.

Ein rundum gelungener Tag, bis nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: Basilikum, Basilikum, Basilikum……

André und Eva

Wer schön sein will muß baden

… oder was das Basilikum außer lecker schmecken noch alles kann!

Ein Bad zu nehmen hat schon etwas Magisches. Den Alltag abschalten, sich entspannen und die Ruhe genießen ist sooo wichtig für uns, damit wir der heutigen Schnelllebigkeit stand halten können. Ein schönes Bad aus Meersalz und ätherischen Ölen, die uns in eine positive Verfassung versetzen können, ist eine gute Methode, sich eine Auszeit zu nehmen.
Die Auswahl der ätherischen Öle ist sehr vielfältig, sodass jede/r für sich bei der Herstellung eines Badesalzes die derzeit gerade passenden Öle nutzen kann. Möchte ich voller Tatendrang oder entspannt aus der Wanne steigen?

An unserem Schnuppertag am kommenden Samstag den 12.8. von 12.00-15.00 Uhr geben wir einen kleinen Einblick in die Kraft des ätherischen Öls des Basilikums und seine Dosierung und stellen mit Ihnen zusammen ein einfaches Badesalz her, dessen Wirkung in diesem Fall für Entspannung in der Badewanne sorgen soll.

Außerdem darf natürlich der kulinarische Genuss dieses leckeren Krautes nicht fehlen. Bei der Zubereitung einer Paprika-Oliven-Basilikumpaste darf auch kräftig mitgeholfen und probiert werden.

Wir freuen uns auf Sie, herzlich willkommen zu unserem Basilikumtag!
Eva und André

Apfel und Minze – eine sommerliche Kombination

Beim Schneiden der üppig wachsenden Apfelminze kam Michaela diiiieee Idee:
Wie wär’s heute mit einem leckeren Apfel-Minz-Kompott?

Bestimmt erfrischend bei sommerlichen Temperaturen! Das Rezept war schnell gefunden und die Zubereitung dauerte nicht länger als ein paar Minuten, also wirklich etwas für Schnellentschlossene:

Karamellisiertes Apfelkompott mit Bowles Apfelminze
Vorab ein paar Zweige Minze mit heißem Wasser aufgießen und zur Seite stellen.
500g Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden.
In einer Schüssel mit etwas Zitronensaft beträufeln und ab und zu umrühren, damit die Äpfel nicht braun werden.
20g Butter mit 50g Zucker karamellisieren lassen. Die Äpfel dazugeben, umrühren
und nach ein paar Minuten mit 200ml Pfefferminztee ablöschen.
Eine Handvoll Rosinen, 2 Handvoll (oder mehr) sehr fein gehackte Minze und eine Prise Salz dazugeben und ab und zu umrühren. Bei mittlerer Hitze weiter köcheln lassen.
Nach etwa 20 Minuten ist der Tee gut reduziert und das Kompott kann warm
oder kalt serviert werden.

Ups, zuviel Minze geschnitten? Vielleicht einfach noch einen Tee dazu kochen? Köstlich und sicher auch als Eistee klasse!