Ashitaba fängt an zu keimen!

Ashitaba Sämlinge

Ashitaba Sämlinge

Wir haben unser Ashitaba am 8. Dezember 2011 ausgesät, und dann in unser Kalthaus mit kühlschrankähnlichen Temperaturen (3-8°C) verfrachtet. Am 20.01.2012 zeigten sich die ersten Sämlinge. Damit sie nicht austrocknen, wenn denn mal die Sonne scheint, haben wir sie noch mal abgesiebt – sprich feinkrümelige Erde mit einem Sieb darüber fein verteilt. In den nächsten Tagen werden wir die Saatschalen dann wärmer aufstellen, so bei etwa 16-18°C, damit die Sämlinge gleich in Wachstumslaune kommen.

Ein Gewächshaus müsste man haben…

…denken sicher viele in dieser Jahreszeit. Die Erntesaison ist in Deutschland ja nicht gerade lang.  Und da warten wir dann sehnsüchtig auf den Frühling, auf die warme Jahreszeit, damit wir wieder erntemäßig aus dem Vollen schöpfen können. Aber stopp mal, es gibt auch Winterkräuter, die jetzt um diese Zeit noch frisch aus dem Garten kommen UND Aroma haben. Wenn diese dann auch noch im frostfreien Gewächshaus ständen…

Ein Gewächshaus müsste man haben...

Ein Gewächshaus im botanischen Garten Potsdam

Es gibt so so einige, die laufen quasi im Winter zur Höchstform auf, wenn sie nicht dem Frost ausgesetzt sind. Eine davon scheint Sedanina zu sein. Eigentlich sowieso schon eines der Zart-Kräuter, also ideal für den Rohgebrauch in der Küche, macht Sedanina unablässig auch im Winter neue Schösslinge, wenn die Pflanzen warm stehen. Und wegen des wenigen Lichtes sind die dann auch noch doppelt zart.

Sedanina

Sedanina (Apium nodiflorum) in unserem Gewächshaus im Dezember

Na ja gut, es gibt auch genügend andere Kräuter die trotz warmem Gewächshaus in diesen Zeiten des Jahres vor sich hin dümpeln, oder Blätter verlieren, oder ganz eingehen. Eine wahre Herausforderung jedes Jahr, und das selbst bei uns erfahrenen Gärtnern, ist die Überwinterung von Damiana, kleinblättrig. Oder auch Gurmar. Oder indianischer Räuchersalbei.

Das Problem ist im Winter oft, dass man sparsam sein muss mit Gießen. Das Gießen gerade im Winter kann ja so gemein sein! Es ist doch so: geht es einer einzelnen Pflanze richtig gut, dann verbraucht sie auch mehr Wasser. In der Folge steht sie dann wieder zu trocken, und dann geht es ihr gar nicht mehr gut. Ich sage unseren Gärtnern für den Gießdienst im Winter immer wieder „Im Winter musst du mehr beobachten als Gießen, regelmäßig schauen ist auch ne wichtige Arbeit!“

Trotzdem passiert es dann immer mal wieder, dass einzelne Pflanzen sich verabschieden. Mildern kann man den Frust dann, indem man einfach gleich drei, vier fünf oder mehr Exemplare der gleichen Art hat. Dann gibt es immer noch Überlebende. Einige Leute brauchen eben Herausforderungen – ich gehöre auch dazu!

Gut, es gibt also auch Schwierigkeiten. Aber bleiben wir doch bei den Kräutern, die im  Winter so richtig gut sind, vor allem wenn man es frostfrei ist, wie das Kresse-Schaumkraut, das jetzt schön saftig grün ist, und immer noch wächst, auch bei niedrigsten Temperaturen.

Kresse-Schaumkraut (Cardamine raphanifolia)

Kresse-Schaumkraut (Cardamine raphanifolia)

Oder noch ein anderes würziges Kraut aus der Kreuzblütlerfamilie, das ausdauernde Löffelkraut. Hiervon kann man sogar noch bei starken Frösten zarte Blätter ernten.

Ausdauerndese Löffelkraut (Cochlearia glastifolia)

Ausdauerndes Löffelkraut (Cochlearia glastifolia)

Es gibt tatsächlich mehrere Pflanzen, bei denen die Haupterntezeit, die dunklen Monate im Jahr sind. Brunnenkresse ist auch so eine. Sie bleibt meist blütenlos in dieser Zeit, und wenn es über Null Grad ist, dann wächst sie immer weiter und weiter, und versorgt uns mit saftigem Grün.

Rote Brunnenkresse (Nasturtium x officinalis)

Rote Brunnenkresse (Nasturtium x officinale)

Werden dagegen die Tage wieder deutlich länger als die Nächte, strebt sie wieder in die Blütenbildung, Tja, und wenn dann erst die Samenbildung anfängt, dann kann man sie oft für den Rest des Sommers vergessen, da ist nicht mehr viel zu holen.

Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Ein Gewächshaus müsste man haben..

…dann gäbe es auch bei eisigen Schneestürmen am warmem Herd ein würziges Brunnenkressesüppchen.

Ich wünschte alle hätten ein Gewächshaus.

Wir bauen ein Insektenhotel

Unsere Helfer haben ein neues Zuhause!

Es hat sich in Insektenkreisen herumgesprochen, das wir hier in der Gärtnerei viele Arbeitsplätze für Nützlinge zu vergeben haben.

Da die Nachfrage groß ist, haben wir uns gefragt:

Wie bringen wir unsere fleißigen Helfer gut unter?

Wir kamen auf die Idee ins Hotelgewerbe zu investieren..

Michael und ich fanden einen gut geeigneten Bauplatz im Verkaufsbereich der Gärtnerei. Die Genehmigung war schnell erteilt und pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen war Baubeginn. Der Rohbau war schnell fertig und Micha und ich begannen schnell mit der Inneneinrichtung.

Kaum fertiggestellt kamen die ersten Gäste angeflogen und reservierten ihre Zimmer.

Sie können sich das neue Hotel im Verkaufsbereich unserer Gärtnerei anschauen.

Ihr Bernd-U. Eggers

Japanische Blütenkresse

Die Blütenkresse (Orychophragmus violaceus) erinnert mich immer ein wenig an die Nachtviole, doch das Überraschende in diesem Winter war, dass sie unglaublich früh anfing zu blühen, schon Anfang Februar hat sie hier in einem kalten Gewächshaus die Blütenstängel „geschoben“. Daher wohl auch der Name „February-Orchid“. Wir haben sie dann kurzerhand Ende Februar in ein wärmeres Haus versetzt, und sie blüht jetzt, im April immer noch.

Da die Winterhärte in Deutschland noch nicht getestet ist, habe ich eine Kiste Pflanzen im Freiland über den Winter stehen gelassen. Einige Pflanzen haben tatsächlich trotz des ziemlich strengen Winters überlebt, wie dieses Foto Mitte März zeigt:

Diese werden wir weiter vermehren, und auf Winterhärte auslesen.

Ich denke aber, das waren noch ganz kleine, junge Pflanzen, und ausgewachsene Pflanzen an einem geschützten Platz im Garten kommen dann bestimmt auch gut über den Winter.

Mehr über diese kulinarische Entdeckung aus Japan lesen Sie in unserm Shop.