Wolf-Dieter Storl – der mit den Pflanzen spricht

Einer unserer Kunden kam auf uns zu, um auf die Vortragsreise von Wolf-Dieter Storl hinzuweisen. Dem komme ich gerne nach.
Wolf-Dieter Storl ist ein ganz großer Kenner der einheimischen Heilpflanzen. Er weiß um ihre Eigenschaften und Heilkräfte, kennt ihre Bedeutung in der Volksmedizin, ihre Rolle in Mythen, Sagen und Märchen. Geboren 1942 in Sachsen, ausgewandert in den 50er Jahren nach USA, Biologe und Ethnologe, führte u.a. Feldforschungen bei den Indianern durch – ist er seit 1986 wieder in Deutschland.
Vom 10.-14.10.2011 ist er in Norddeutschland auf Vortragsreise unterwegs. Er besucht Münster, Eckernförde, Ahrensburg, Berlin und Bremen.

An diesen Abenden erzählt Wolf-Dieter Storl von Heilpflanzen und Zauberpflanzen, vom Einklang mit der Natur, vom Ursprung und Weg des Menschen, vom Schamanentum und den Wurzeln unserer Spiritualität. Auf youtube fand ich dieses Video, dass einen kleinen Einblick in sein Leben und in sein Wirken gibt:

Karten gibt es zum Beispiel bei
seitenpfade

Patricia Rühlemann

Kräuter für Kinder 3.Teil: Hauswurz – Sempervivum tectorum

Hauswurz ist eine sehr schöne Kinderpflanze, denn sie ist kinderleicht anzupflanzen und zu pflegen. Eine Dachpfanne und ein paar Steine z.B. und schon kann es losgehen. Da sie zu den Sukkulenten zählt, genügt ihr auch ein steiniger Untergrund mit wenig Sand und Wasser. Hauswurz lässt sich deshalb auch gut in Steingärten pflanzen, z.B. gemeinsam mit Tripmadam. Sie verkraftet Trockenheit und auch Frost.

Ihre Genügsamkeit und das Durchhaltevermögen haben ihr wohl auch ihren lateinischen Namen beschert, der sich aus semper = immer , vivus = lebend und tectus = Dach zusammensetzt. Früher glaubten die Menschen, dass Hauswurz vor Blitzeinschlägen schützt, weshalb schon Karl der Große verordnete, dass es auf die Häuserdächer gepflanzt wird. Im Internet habe ich auf verschiedenen Seiten gefunden, dass am Schutz vor Blitzen wohl tatsächlich etwas dran sein soll. Untersuchungen haben demnach ergeben, dass die Spitzen der Blätter der Hauswurz den heutigen Blitzableitern ähnlich sind. Häuser mit Hauswurzbewuchs werden also durchaus von gewittrigen, elektrischen Entladungen heimgesucht, aber es baut sich kein extremes Spannungsgefälle auf, das zum Blitzschlag führt. Man benötigt für diesen natürlichen Blitzableiter aber  ziemlich viele dieser Pflanzen. Als Orakel diente die Hauswurz früher ebenfalls. Hatte man Hauswurz mit rötlich gefärbten Blüten, deutete sich ein freudiges Ereignis an, während schneeweiße Blüten den baldigen Tod eines Angehörigen verkündeten. Seit Alters her wird Hauswurz zudem äußerlich bei Verletzungen, Verbrennungen, Hämorrohiden und Hautausschlägen verwendet. Hierfür nimmt man entweder frische Blätter, die man zerkleinert und dann als Umschlag auf die Wunde packt oder den ausgedrückten Pflanzensaft mit etwas Wasser verdünnen und dann als Kompresse auflegen. Sempervivum tectorum steht unter Naturschutz. Wildpflanzen daher bitte am Fundort belassen.

Ihre Patricia Rühlemann

Ein Blick hinter die Kulissen

Am letzten Samstag war ich mit meiner Kamera mal wieder unterwegs. 
Beim Rundgang traf ich auf unsere „beiden Mädels von der Topfmaschine“: Gudrun und Elvira, die zusammen mit unserem Versandleiter Klaus gerade ihre Frühstückspause genossen. Meine Neugier siegte und so fragte ich sie: „Was gefällt dir an Rühlemann´s?“