Kräuterbrot mit frischen Kräutern

Juchu! Endlich Sommerwetter, draußen sitzen, sich vom allgemeinen Grill-Fieber anstecken lassen und im Grünen lecker essen. Als passende Beilage empfiehlt sich ja geradezu ein leckeres Kräuterbrot – noch besser schmeckt es, na klar, wenn es mit frisch geernteten Kräutern aus dem eigenen Garten gebacken wurde.

Wir haben den Selbstversuch gewagt und verschiedene Zwiebelgewächse (Winterheckezwiebel, Zwiebellauch, Chinesischer Lauch, Rakkyo, Schnittlauch ‚Profusion‘, Zimmerknoblauchblüten) im Teig getestet.
Als Alternative zum Vergleich: Olivenkraut.

Zutaten:
1 Pizzateig (falls es fix gehen soll, einfach fertigen Teig nehmen)
150 g Frischkäse (evtl. zusätzlich geriebenen Käse)
Salz, Pfeffer
Kräuter – wir haben uns spontan für vier Varianten entschieden:
No 1 – mit Zimmerknoblauchblüten
No 2 – mit Olivenkraut
No 3 – mit verschiedenen Zwiebelgewächsen (s.o.)
No 4 – wie No 3, zusätzlich geriebenen Käse über die Kräuter geben

Zubereitung: Kräuter klein schneiden. Pizzateig ausrollen und mit Frischkäse bestreichen. Salzen, pfeffern und mit Kräutern reichlich belegen.

Den Teig von der kurzen Seite aufrollen und der Länge nach dreimal tief einschneiden. Ca. 20 min im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) backen und den köstlichen Duft aus dem Ofen genießen!

Die KollegInnen durften das noch warme Brot probieren und waren allesamt begeistert.  Womit wir gar nicht gerechnet hatten: Olivenkraut und Knoblauchblüten im Brot waren die Renner!

Verraten Sie uns Ihr Lieblingskräuterbrot?

Duftende Kräutersträuße im Frühling

Nachdem Michaelas Kräutersträuße zum Saisonstart sehr viel Anklang gefunden haben, lässt sie ihren Blick nun jeden Freitag durch die Gärtnerei schweifen, um einen jahreszeitlich passenden Strauß für unseren Direktverkauf zu zaubern.

Auch uns verzaubert sie mit dem Ergebnis jedes Mal auf’s Neue: ob Strauß oder Sträußchen – die bunte Mischung ist jedesmal eine wunderbare Überraschung fürs Auge und eine würzige für die Nase.

Heute war es eine Mischung aus Blüten von Jakobsleiter, Meisterwurz und rosa blühendem Salbei. Dazwischen die dunklen und herrlich frisch duftenden Blätter der Englischen Minze.

Der nächste Strauß sah wirklich edel aus. Wer hätte gedacht, dass Ewiger Kohl solch ein Blickfang sein kann? Die weiteren Zutaten waren die köstlich duftenden Blüten der Mexikanischen Orangenblume eingebunden in Blätter von La Lot, Kleinem Galgant und Sibirischem Tee.


Auch das folgende, sehr würzig duftende Exemplar hat uns optisch schier vom Hocker gehauen: Die Blüten von Sanikel und Zimmerknoblauch, kombiniert mit Blättern von Meerkohl und Zweigen von Teebaum.




Last but not least – ein Strauß wahrlich zum Reinbeißen! Neun verschiedene Sorten Basilikum – Basilikum ‚Pesto Perpetuo‘, ‚Zanzibar‘, ‚Rotes Lesbos‘, Rotes und Türkisches Buschbasilikum, Buschbasilikum ‚Corfu‘, Strauchbasilikum ‚Mammut‘, Zyprisches Strauchbasilikum und das großblättrige Zitronenbasilikum – fanden den Weg in die Vase und wirkten dort äußerst dekorativ!


Da sich Basilikum in der Vase allerdings nicht lange wohl fühlt, bleibt dieses Sträußchen wohl eher die Selbstbedienungsvariante für ein leckeres Essen, bei dem frisches Basilikum als Zutat unverzichtbar ist 😉

Wir wünschen einen fröhlichen Restfrühling – die nächsten Sträuße gibt’s im Sommer!

7-Kräuter-Kekse

Frühlingszeit ist Kräuterzeit! Kräutersuppen, -soßen und -dips werden jetzt wieder besonders gerne kreiert und vorgestellt. Mmmmh! Lecker! Als kleine dekorative Zutat haben wir heute pikante Käsekekse mit 7 verschiedenen frischen Kräutern gebacken.

Welche Kräuter den Weg in den Teig fanden? Heute waren es Bärlauch, Liebstöckel, Piemontesischer Limonenthymian, Mexikanischer Oregano, Griechisches Strauchbasilikum, winterfester Majoran und Italienischer Origano.

Der Teig ist schnell gemacht:
150 g Mehl
150 g Butter
150 g geriebenen Käse (z.B. Emmentaler)
1 Eigelb
Zutaten vermengen, sehr fein gehackte Kräuter dazugeben und 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen. Kekse ausstechen, auf Backpapier legen und 20 Min. im vorgeheizten Ofen bei 200°C backen.

Natürlich kann man je nach Geschmack variieren und auch ganz andere Kräutermischungen ausprobieren. Der getrocknete Wintervorrat ist für dieses Rezept auf jeden Fall geeignet!

Wir wünschen fröhliche Feiertage!

Kräutersträuße

Kräutersträuße am 15. August zu binden hat in einigen Landesteilen eine lange Tradition. Es gibt sogar Überlieferungen, wie ein solcher Strauß auszusehen hat, damit er besonders heilkräftig ist.

„Kräutersträuße kann man eigentlich zu jeder Jahreszeit binden, denn man findet immer etwas Schönes für’s Auge und Duftiges für die Nase“ sagte sich Michaela. Und band für unseren Verkaufsstart am vergangenen Samstag spontan acht verschiedene Sträuße.


Die Kombinationen waren mehr als ungewöhnlich – plötzlich erschienen uns Blüten, Blätter und auch das Kraut diverser Pflanzen in einem ganz anderen Licht. Der Duft war zum Teil umwerfend lecker.

Und weil wir selbst so positiv überrascht waren, geben wir diese Ideen gerne an Sie weiter. Vielleicht gehen auch Sie fortan mit ganz anderen Augen durch Ihren Kräutergarten?

Strauß No1
Bulbine (Blüten)
Schlüsselblume (Blüten)
Kardamom (Blatt)
Kanuka (Kraut)
Zwerg-Zyperngras (Blüten)
Teebaum (Kraut)

Strauß No2
Sibirischer Tee
(Blüten, Blatt)
Zwerg-Zyperngras
(Blüten)
Kanuka (Kraut)
Lungenkraut (Blüten)

Strauß No3
Brutblatt/Goethe-Pflanze (Blüten)
Zwerg-Zyperngras (Blüten)
Kardamom (Blatt)

Strauß No4                    
Sibirischer Tee (Blüten, Blatt)
Myrte (Kraut)
Lungenkraut (Blüten)
Betel-Pfeffer (Blatt)

Strauß No5     
Bulbine (Blüten)
Myrte (Kraut)
Teebaum (Kraut)

Strauß No6                    
Rosmarin ‚Santa Barbara‘ (Blüten)
Afrikanische Immortelle (Kraut)
Salbei (Blatt)

Strauß No7        
Sibirischer Tee (Blatt)
Schlüsselblume (Blüten)
Myrte (Kraut)
Teebaum (Kraut)

Strauß No8  
Sibirischer Tee (Blüten, Blatt)
Myrte (Kraut)
Teebaum (Kraut)

Kulinarisches mit Duftveilchen

Zu den allerersten Duftboten im Jahr gehören die Duftveilchen. Wenn unsere Nasen im März plötzlich den zarten Duft der strahlend blauen Veilchenblüten einfangen, dann ist der Frühling nicht mehr weit. So erging es wohl auch Rilke als er sein Gedicht „Vom Glück“ schrieb:

Still für sich,
und doch für mich
blüht das kleine Veilchen.
Bringt mir Freud
im Wintersleid
für ein ganzes Weilchen.

Diesen charakteristischen Duft auch geschmacklich einzufangen war unser Ziel.
Also landeten jede Menge der schönen Blüten in einem Likör, einer Marinade und einem Sirup. Auch als Deko sind sie wegen ihrer intensiven Farbe ein echter Hingucker.

Veilchen-Likör

150g weißen Kandiszucker in eine Flasche füllen, 2 Handvoll Veilchenblüten zugeben
und mit einem halben Liter Wodka übergießen. Mindestens 4 Wochen ziehen lassen.

Veilchenmarinade an Salat mit Ziegenkäse
3 EL Rotweinessig, 4 EL Wasser, 3 EL Öl, Zucker, Salz, Pfeffer, 1 Handvoll
Veilchenblüten, einige Blätter von Bärlauch und Brasilianischem Sauerklee zu einer Marinade vermengen. Über einen Salat geben und ziehen lassen.
Mit Himbeeren, Veilchen- und Sauerkleeblüten dekorieren.


Variante 1:     Salat mit Ziegenfrischkäse belegen und Veilchensirup (s.u.) darüber geben.


Variante 2:     Ziegenkäse im Speckmantel kurz anbraten und auf dem Salat anrichten.

Veilchen-Thymian Sirup

1 kg braunen Zucker in 1 Liter Wasser auflösen. 4 Handvoll Veilchenblüten
und 2 Handvoll Thymian (wir haben Ingwerthymian verwendet) hinzugeben. Über Nacht ziehen lassen, dann abfiltern und 30min einkochen lassen. Naturjoghurt in Gläser füllen und mit dem Sirup verfeinern.

Wir wünschen guten Appetit!