Arme Ritter mit Minze

Michaela: „Schon seit längerer Zeit spukten mir verschiedene Ideen zu ‚Armen Rittern‘ mit Kräutern im Kopf herum. Heute habe ich einige Varianten ausprobiert und die mit Minze kann ich sehr empfehlen, denn die Minze bringt an heißen Tagen kühlende Frische ins süße Essen. Es braucht zwar etwas Vorbereitung, aber das Essen selbst ist schnell gemacht!“

Rezept:
Je zwei Handvoll Russische Pfefferminze und Thai-Minze klein schneiden. Die Russische Pfefferminze in einen halben Liter Kakao, die Thai-Minze in einen halben Liter mit 3 TL Honig gesüßte Milch geben. Beides über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Am nächsten Tag die Kräuter abfiltern und mit je zwei Eiern verquirlen. Toastscheiben in der Masse gut einweichen lassen. Butter in einer Pfanne zerlassen und die Brotscheiben goldbraun braten.

Guten Appetit!

Kochen mit Pilzkraut

In der Oase, unserem Verkaufsgewächshaus, steht zur Zeit ein Kübel, in dem sich das Pilzkraut so richtig wohl fühlt. Im Freiland dagegen steht der Zimmerknoblauch in voller Blüte.

Na, daraus könnten wir doch was Leckeres zaubern!“, dachte sich Michaela, schritt zur Tat und hier kommt das sehr gelungene Rezept:

Gefüllte Champignons mit Pilzkraut und Zimmerknoblauchblüten

500g große Champignons putzen, die Stiele vorsichtig rausziehen und beiseite legen.
2 kleine Zwiebeln, die Pilzstiele, 2 Handvoll Pilzkraut und 1 Handvoll Knoblauchblüten klein schneiden.

Die Pilzköpfe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und den Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Zwiebel, Pilzwürfel und die Kräuter in wenig Butter kurz in der Pfanne anbraten. Die Mischung in einer Schüssel mit einem Becher Schmand verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Kräuterschmand in die Pilzköpfe füllen und etwas geriebenen Käse oder Gorgonzola darauf geben und etwa 15-20 Minuten im Ofen backen.


Alle Probieresser waren sich einig, dass der Gorgonzola hervorragend zu den Pilzen passte, aber der geriebene Käse eindeutig das schönere Bild ergibt 🙂

Mjam, lecker!

Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel

Bärlauch & Spargel, ein sehr kurzfristiges Vergnügen!
Während der Bärlauch sich schon langsam wieder in die Sommerpause verabschiedet, sieht der Spargel seiner kulinarischen Blütezeit erst entgegen.

Um dieses köstliche, aber seltene Paar zu feiern, verrät Michaela heute ein sehr leckeres und einfaches Rezept:

Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel
Eine kleine Zwiebel schälen, würfeln und in Butter andünsten. 200g Risottoreis hinzufügen und köcheln lassen bis er glasig erscheint. Mit 100ml Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Unter ständigem Rühren vorsichtig nach und nach 1L Fleischbrühe zugeben und
15-20min kochen, bis der Reis gar ist. Ein paar Minuten bevor der Reis gar ist, 250g grünen Spargel in Scheibchen schneiden und dem Risotto hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann 50 g geriebenen Parmesan, 50 g Ziegenfrischkäse,
50 g Butter und eine gute Handvoll klein geschnittenen Bärlauch unterrühren.
Etwas durchziehen lassen und servieren… Mmmhhhh.

„Kräuter bei die Fische!“

Heute hat Michaela ganz was Feines in die Pfanne gehauen: frische Stinte!

„Stinte sind eine saisonale Köstlichkeit unserer norddeutschen Region. Der Stint wird aufgrund seines intensiven Gurkengeruchs auch als Gurkenfisch bezeichnet. Es handelt sich um kleine sardinenartige Fische, die zwischen Februar und April von der Nordsee zum Laichen in die Elbe ziehen. Die einfache Zubereitung macht ihn für mich zu einem meiner Lieblingsfische!“

Schon vor Wochen hat sie extra für die Stinte ein Kräutersalz hergestellt, das nun endlich an dieselben durfte!

Und so einfach geht‘s:
Ausgenommene Stinte mit dem Kräutersalz großzügig würzen, dann – wichtig! – in Roggenmehl wenden und in heißem Öl wenige Minuten von beiden Seiten knusprig braten. Bei kleinen Fischen kann man Flossen und Gräten mitessen. Bei Größeren entfernt man lediglich die Rückengräte. Dieses Fischgericht wird in der Region häufig als
„Stinte satt“ angeboten und wird ohne Besteck mit den Fingern genossen.




Passend dazu: Selbstgemachtes Kräutersalz aus frischen Kräutern

Dosierung und Wahl der Kräuter sind rein intuitiv entstanden. Da nehme jeder einfach das, was er gut findet. Wir dachten, je vielfältiger desto besser, und haben folgendes Grün verwendet: Pinien-Rosmarin, Sizilianischer Gewürzfenchel, Italienischer Oreganothymian, Piemontesischer Limonenthymian, Salbei, weiß blühend, Currystrauch ‚Dartington‘, Majoran, winterfest, Rakkyo,
Kriechende Sellerie, Zimmerknoblauch, grün, Meerfenchel.

Alle Kräuter, möglichst ohne Stängel, mit 200g Salz in den Kräuterhacker geben und solange zerkleinern bis eine pastenähnliche Konsistenz entsteht. Dann zur Masse weitere 300g Salz geben und alles gut vermengen. Die ganze Menge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Bei 50°C ca. eine Stunde im Ofen lassen, ausschalten und über Nacht weiter trockenen lassen.


Wir haben herkömmliches Salz verwendet, das sich dann gut für Streuer eignet,
aber natürlich kann man auch grobes Salz verwenden. Allein der Geruch, nachdem man
den Ofen öffnet, ist dieses Rezept wert. Unbedingt probieren!!!

PS.: Das Salz lässt sich selbstverständlich auch für alle anderen Fischsorten verwenden.

Kräuter-Hingucker-Ofenkartoffeln

Kaum hat das Jahr begonnen, zieht es Michaela schon wieder in die kreative Kräuter-Küche. Immer auf der Suche nach leckeren Rezepten, stieß sie auf eine schöne Deko-Idee mit Kräutern, die wir unbedingt selbst ausprobieren wollten.

Denn egal ob zum Angrillen im Januar oder zum Oster-Brunch im Frühjahr:
Diese Ofenkartoffeln sind wirklich ein Hingucker!

Und so einfach geht’s:
Mittelgroße Kartoffeln (Menge nach Bedarf) nach dem Waschen halbieren.
Die Schnittfläche mit Öl bestreichen, salzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Verschiedene Teile frischer Kräuter (heute waren es: Vietnamesischer WasserfenchelMeerfenchel, Piemontesischer Limonenthymian, Kriechende Sellerie, Pinien-Rosmarin, Samtsalbei, Rakkyo und Olivenkraut) auflegen, dann die Kartoffeln umdrehen; die Schnittfläche muss auf dem Backblech liegen.
Die Rückseite der Kartoffeln auch mit Öl bestreichen und ebenfalls salzen. Bei ca. 180°C (Umluft ca. 160°C) je nach Größe der Kartoffeln ca. 25-30 min backen.

Dazu einen leckeren Dip aus je einer Packung Tzatziki und Frischkäse mischen und alles zusammen auf einem Teller (praktisch ist ein Teller für halbierte Eier!) anrichten …

… dann erscheinen die ersten Gäste wie von selbst 😉

Unsere kollegialen Testesser waren sowohl von den Klassikern wie Rosmarin und Salbei begeistert, aber auch eher Ungewöhnliches wie Fenchel und Sellerie kamen sehr gut an! Mjam!