Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel

Bärlauch & Spargel, ein sehr kurzfristiges Vergnügen!
Während der Bärlauch sich schon langsam wieder in die Sommerpause verabschiedet, sieht der Spargel seiner kulinarischen Blütezeit erst entgegen.

Um dieses köstliche, aber seltene Paar zu feiern, verrät Michaela heute ein sehr leckeres und einfaches Rezept:

Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel
Eine kleine Zwiebel schälen, würfeln und in Butter andünsten. 200g Risottoreis hinzufügen und köcheln lassen bis er glasig erscheint. Mit 100ml Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Unter ständigem Rühren vorsichtig nach und nach 1L Fleischbrühe zugeben und
15-20min kochen, bis der Reis gar ist. Ein paar Minuten bevor der Reis gar ist, 250g grünen Spargel in Scheibchen schneiden und dem Risotto hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann 50 g geriebenen Parmesan, 50 g Ziegenfrischkäse,
50 g Butter und eine gute Handvoll klein geschnittenen Bärlauch unterrühren.
Etwas durchziehen lassen und servieren… Mmmhhhh.

„Kräuter bei die Fische!“

Heute hat Michaela ganz was Feines in die Pfanne gehauen: frische Stinte!

„Stinte sind eine saisonale Köstlichkeit unserer norddeutschen Region. Der Stint wird aufgrund seines intensiven Gurkengeruchs auch als Gurkenfisch bezeichnet. Es handelt sich um kleine sardinenartige Fische, die zwischen Februar und April von der Nordsee zum Laichen in die Elbe ziehen. Die einfache Zubereitung macht ihn für mich zu einem meiner Lieblingsfische!“

Schon vor Wochen hat sie extra für die Stinte ein Kräutersalz hergestellt, das nun endlich an dieselben durfte!

Und so einfach geht‘s:
Ausgenommene Stinte mit dem Kräutersalz großzügig würzen, dann – wichtig! – in Roggenmehl wenden und in heißem Öl wenige Minuten von beiden Seiten knusprig braten. Bei kleinen Fischen kann man Flossen und Gräten mitessen. Bei Größeren entfernt man lediglich die Rückengräte. Dieses Fischgericht wird in der Region häufig als
„Stinte satt“ angeboten und wird ohne Besteck mit den Fingern genossen.




Passend dazu: Selbstgemachtes Kräutersalz aus frischen Kräutern

Dosierung und Wahl der Kräuter sind rein intuitiv entstanden. Da nehme jeder einfach das, was er gut findet. Wir dachten, je vielfältiger desto besser, und haben folgendes Grün verwendet: Pinien-Rosmarin, Sizilianischer Gewürzfenchel, Italienischer Oreganothymian, Piemontesischer Limonenthymian, Salbei, weiß blühend, Currystrauch ‚Dartington‘, Majoran, winterfest, Rakkyo,
Kriechende Sellerie, Zimmerknoblauch, grün, Meerfenchel.

Alle Kräuter, möglichst ohne Stängel, mit 200g Salz in den Kräuterhacker geben und solange zerkleinern bis eine pastenähnliche Konsistenz entsteht. Dann zur Masse weitere 300g Salz geben und alles gut vermengen. Die ganze Menge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Bei 50°C ca. eine Stunde im Ofen lassen, ausschalten und über Nacht weiter trockenen lassen.


Wir haben herkömmliches Salz verwendet, das sich dann gut für Streuer eignet,
aber natürlich kann man auch grobes Salz verwenden. Allein der Geruch, nachdem man
den Ofen öffnet, ist dieses Rezept wert. Unbedingt probieren!!!

PS.: Das Salz lässt sich selbstverständlich auch für alle anderen Fischsorten verwenden.

Kräuter-Hingucker-Ofenkartoffeln

Kaum hat das Jahr begonnen, zieht es Michaela schon wieder in die kreative Kräuter-Küche. Immer auf der Suche nach leckeren Rezepten, stieß sie auf eine schöne Deko-Idee mit Kräutern, die wir unbedingt selbst ausprobieren wollten.

Denn egal ob zum Angrillen im Januar oder zum Oster-Brunch im Frühjahr:
Diese Ofenkartoffeln sind wirklich ein Hingucker!

Und so einfach geht’s:
Mittelgroße Kartoffeln (Menge nach Bedarf) nach dem Waschen halbieren.
Die Schnittfläche mit Öl bestreichen, salzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Verschiedene Teile frischer Kräuter (heute waren es: Vietnamesischer WasserfenchelMeerfenchel, Piemontesischer Limonenthymian, Kriechende Sellerie, Pinien-Rosmarin, Samtsalbei, Rakkyo und Olivenkraut) auflegen, dann die Kartoffeln umdrehen; die Schnittfläche muss auf dem Backblech liegen.
Die Rückseite der Kartoffeln auch mit Öl bestreichen und ebenfalls salzen. Bei ca. 180°C (Umluft ca. 160°C) je nach Größe der Kartoffeln ca. 25-30 min backen.

Dazu einen leckeren Dip aus je einer Packung Tzatziki und Frischkäse mischen und alles zusammen auf einem Teller (praktisch ist ein Teller für halbierte Eier!) anrichten …

… dann erscheinen die ersten Gäste wie von selbst 😉

Unsere kollegialen Testesser waren sowohl von den Klassikern wie Rosmarin und Salbei begeistert, aber auch eher Ungewöhnliches wie Fenchel und Sellerie kamen sehr gut an! Mjam!

Heiße Brötchen für kalte Tage

Draußen weht uns heute ein kalter stürmischer Wind um die Nase. Irgendwas Warmes muss her … wie gut, dass Michaela heute in Backlaune ist! So konnte sie unseren KollegInnen an diesem wirklich ungemütlichen Tag eine kleine heiße Freude machen.

Vielleicht können Sie sich ja auch für unser Rezept erwärmen… wir jedenfalls waren von diesem schnellen, leckeren Rezept begeistert:

600g Mehl
2 Pck. Backpulver
500g Sahnequark
16 EL Milch
12 EL Öl
2 EL Zucker
1 TL Salz
gut miteinander verkneten.

50g Röstzwiebeln
200g geraspelter Käse
und eine Handvoll Kräuter (wir haben uns für Olivenkraut, Zimmerknoblauch, winterfesten Majoran und italienischen Origano entschieden)

untermengen. Für eine deftige Variante fügen Sie noch 150g Schinkenwürfel hinzu.
Kleine Brötchen formen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen.


Dazu empfiehlt sich ein kleiner Dip aus einer Packung Tzatziki und einer Packung Frischkäse, verfeinert mit geschnittenem Zimmerknoblauch. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Guten Appetit!

Kräutersträuße im Herbst

„Ob wir wohl auch im Herbst noch Kräutersträuße vorstellen können?“ fragten wir uns im Sommer. Die Antwort: „Ja, unbedingt!“

Es ist wirklich überraschend, wieviel Blüten und Farben zu finden sind, wenn man nur genau hinschaut. Michaela tat genau dies und hier sind die Ergebnisse!

Die nimmermüden Blüten von Yauthli und Anisgoldrute zaubern noch im Herbst ein leuchtendes Gelb in Kräutersträuße. Schöner Kontrast: herbstfarbenes Kraut von Hillary’s Sweet Lemon Mint.

Auf den Duft und die Blüten des Fliederknöterichs freute Michaela sich schon das ganze Jahr. Im Oktober war es dann so weit: zusammen mit den Blütenrispen und Blättern des Japanischen Wasserpfeffers und den rosa gefüllten Blüten des Seifenkrauts ergibt sich eine fast frühlingshafte Farbkombination.

Kommen statt des Wasserpfeffers die gefüllten Blüten der Chinesischen Tee-Chrysantheme zum Einsatz, bekommt das Ganze eine für die Jahreszeit ganz untypische Zartheit.

Der vierte Strauß dagegen macht dem Herbst farblich alle Ehre: Blüten der Schokoladen-Kosmee, umgeben von Zweigen der Koreanischen Abelie und Japanischen Tee-Hortensie, gefüllt mit Blättern von Baumspinat gehen Ton in Ton mit der inzwischen herbstlichen Umgebung.

Dies war der vorerst letzte Teil unserer Reihe, obwohl … auch der Winter hat ja seine zauberhaften Seiten. Schau’n wir mal!