Der 1. Basilikumtag

8. Juni 2010
von Daniel Rühlemann / in Gärtnerei / 4 Kommentare »

Am Samstag den 05.06.2010 war unser erster Basilikumtag. Im nächsten Jahr wir das wiederholen. Es gab ein reichhaltiges Büffett von Patricia, natürlich mit verschiendenen Sorten Basilikum. Besonders das Basilikumpesto hat mich umgehauen. So viel Geschmack! Aber auch kein Wunder, den erstens schmeckt selbstgemachtes Pesto IMMER besser als gekauftes, und zweitens haben wir nur den stärksten Aromabringer unter der Sonne Horstedts dafür genommen: Das Zyprische Strauchbasilikum! Bei der Verarbeitung fiel auch auf, dass diese Sorte besonders fleischige, und damit ergiebigere Blätter als die meisten anderen Sorten hat.

Ein anderes Highlight war das Orangen-Zitronenbasilikum-Eis mit Ahornsirup, Orangensaft, Zitronensaft und unserem Zitronenbasilikum “Mrs. Burns Lemon”. Eine Zubereitung bei der das leckere Zitronenaroma dieses Basilikums so richtig gut rauskam. Das hat uns echt Mut gemacht. Demnächst werden wir noch tausend andere Kräuter in unsere neue Eismaschine reinwerfen - wir werden berichten!

Es gab an diesem Tag 10 Sorten Basilikum als Pflanze, die sonst nur als Saatgut da waren, extra zu unserem normalen Angebot von 23 Sorten Basilikumpflanzen:

Thai-Basilikum
Basilikum “Rotes Krauses”
Anisbasilikum
Zimtbasilikum
Thai-Basilikum “Siam Queen”
Basilikum “Ararat”
Zitronenbasilikum “Sweet Dani”
Basilikum “Magical Michael”
Basilikum “Amethyst”
Basilikum “Queen of Sheba”

…und am Nachmittag einen Vortrag über meine ganz persönlichen Ansichten zu Basilikum.

Hier nochmal alle unsere Basilikumsorten im Shop

..und hier der Text unseres Flyers, der an diesem Tag in der Gärtnerei auslag:

***************************

Basilikum

Genießen Sie es von Anfang an.

Basilikum ist eine unserer Spezialitäten, und vermutlich gibt es in Deutschland keine andere Gärtnerei, die mehr Basilikumsorten anbietet als wir. Jedes Jahr probieren wir neue Sorten aus, und immer wieder sind wir überrascht von der riesigen Formen- und Duftvielfalt.

Warum lieben wir Basilikum?

Weil es sooo lecker schmeckt..
Weil es sooo schnell wächst..
Weil es sooo leicht zu ziehen ist..
Weil es an sooo viele Gerichte passt..
Weil es ein tolles Geschenk ist..

Freundschaft mit Basilikum – Lust oder Frust?

Damit man wirklich von Anfang an viel Freude mit diesem vielseitigen Würzkraut hat, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

1) Basilikum kommt aus dem tropischen Asien. Es mag Wärme über alles. Es gibt einige relativ robuste Sorten, die auch in Norddeutschland im Freien gut wachsen, viele andere Sorten, vor allem das ganz normale Genoveser Basilikum, (das ist die Sorte, die Sie generell im Supermarkt bekommen) eignen sich nicht für draussen. Wirklich robuste Sorten sind: „African Blue“, „Wildes Purpur“, Cubanisches Strauchbasiikum, Russisches Strauchbasilikum, Wildes Basilikum.

2) Basilikum wächst enorm schnell, das bedeutet es braucht Futter. In Töpfen sorgen Sie daher am besten für regelmäßige Nachdüngung in flüssiger Form, und im Garten ist ein Standort in nährstoffreicher Erde anzuraten. Das Aroma von Basilikum leidet übrigens bei Unterdüngung!

3) Bilden sich Blüten, denkt sich Basilikum: „Jau, jetzt brauch ich keinen Samen mehr bilden, es ist geschafft, die nächsten Nachkommen in Form von Samen sind in Sicht, also brauch’ ich auch keine Blätter mehr.“ (Es gibt doch nichts, was nicht denken kann, oder?) Für ganz Faule haben wir auch die nicht- oder wenigblühenden Sorten wie z.B. Cubanisches, Zyprisches und Griechisches Strauchbasilikum.

4) Ernten Sie daher immer die Triebspitzen, oder ganze Zweige, denn an den Spitzen würden die Blüten erscheinen. Wenn Knospen und Blüten erstmal da sind, sollte man sie auskneifen; - es sei denn Sie wollen einen Preis für florales Gestalten gewinnen. In den Blattachseln bilden sich schnell wieder neue Blätter und Triebe.

5) Pflanzen Sie immer mehrere Pflanzen, mehrere Sorten. Sie werden feststellen, das sich einige super gut entwickeln, während andere eher rückwärts wachsen. Das ist normal. Das ist die Natur.

Basilikum - Die vier Aromaklassen

Es gibt grundsätzlich vier Hauptgeschmacksrichtungen:

1. Piment- und Nelkenaroma (die meisten Basilikumsorten, auch das Supermarktbasilikum)

2. Zitronenaroma (Zitronenbasilikum, Thai-Lemonbasilikum, Limonenbasilikum)

3. Zimtaroma (Zimtbasilikum, Griechisches Strauchbasilikum, Türkisches Buschbasilikum, Basilikum „Rotes Lesbos“)

4. Anisaroma (Thai-Basilikum “Horapha”, Madeira-Basilikum)

In der Küche können alle Aromaklassen für pikante als auch süße Gerichte verwendet werden.

Basilikum - Vermehrung

Aussaat: Das Saatgut wird nur angedrückt, und nicht mit Erde übersiebt. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht austrocknet an der Oberfläche, bevor die Samen keimen. Generell keimt Basilikum sehr schnell, innerhalb von 3-10 Tagen sollten Pflänzchen zu sehen sein. Voraussetzung ist eine Mindesttemperatur von 20°C. Je wärmer, desto besser!

Stecklinge: Alle Arten lassen sich auch über Stecklinge vermehren, und das macht Spass und geht noch schneller als mit Aussaat, weil Sie dann innerhalb einer Woche schon eine relativ große, fertige Pflanze haben. Schneiden Sie einen weichen Trieb mit 2 Blattpaaren ab, stellen ihn an einem absonnigen, warmen Ort in ein Glas Wasser – und nach wenigen Tagen können Sie zusehen wie sich Wurzeln bilden. Wer will kann das Wasser auch täglich wechseln. Wenn die Wurzeln ca. 5 cm lang sind, dann eintopfen und langsam an volle Sonne gewöhnen. Einige lassen sich überhaupt nur über Stecklinge vermehren. Dazu gehören folgende Basilikumsorten: „African Blue“, „Wildes Purpur“, „Corfu“, Cubanisches Strauchbasilikum.

Lassen Sie’s wachsen!

Ihr Daniel Rühlemann


Galgant - Alpinia galanga

8. Mai 2010
von Daniel Rühlemann / in Kräuter / 1 Kommentar »

Der Alpinia galanga ist der große Galgant. Er hat ein schilfähnliches Erscheinungsbild, kann bis zu 2m hoch werden und gedeiht am besten im freucht-tropischen Klima auf lockerem, nährstoffreichen Böden. Seine Vermehrung erfolgt über Rhizome. Er eignet sich zum Räuchern und vertrömt dabei einen angenehmen nach Zimt und Tannennadeln duftenden Geruch. Der Wurzel des Galgant wird eine stimulierende, potzenzsteigernde Wirkung zugeschrieben.

Galgant wird auch Thai-Ingwer genannt, obwohl sein Geschmack intensiver als Ingwer ist. Die Rhizome sind ein beliebtes Mittel gegen Bauchschmerzen. In der thailändischen Küche werden die Rhizome frisch zum Kochen genutzt.

Tom Kha Gai - Kokossuppe mit Huhn

750 ml Wasser
500 ml kokosmilch
250 g Hühnerbrustfilet
3-4 Kaffir-Limettenblätter
3 Stengel Zitronengras
5-10 dünne Scheiben Galgant
1 Korianderwurtzel
2 Frühlingszwiebeln (unterer, weißer Teil)
1 frische Chilischote
250 g Strohpilze (ersatzweise frische Champignons oder Austernpilze)
1-2 EL Palmzucker
Salz oder 1-2 EL Fischsauce
Saft von 3-5 Limetten oder 3 EL Limonensaft
Korianderblätter und Frühlingszwiebeln zum Garnieren
Zubereitung:
Zitronengras (unterer weißer Teil) anquetschen,
Galgantscheiben, Korianderwurzel anquetschen (damit sich der Geschmack besser entfaltet), Frühlingszwiebel und Zitronenblätter in kaltem Wasser aufsetzen
und gut 1,5 bis 2 Stunden simmern (knapp unter dem Siedepunkte kochen) lassen.
Kokosmilch, angequetschte Chili und in Streifen
geschnittenes Hühnerfleisch zugeben und gar kochen.
Halbierte Strohpilze zufügen und ca 5-10 Minuten weiterköcheln lassen.
Mit Palmzucker, Salz oder Fischsauce und Limettensaft abschmecken
und mit Korianderblättern und Frühlingszwiebelröllchen garniert servieren.
Die Galgantscheiben und das Zitronengras werden in der thailändischen Küchen nicht mitgegessen. Die Galgant-Scheiben können jedoch gerne verzehrt werden.Sie wirken dann wie ein Magenbitter.

Dazu reicht man gedämpften Jasminreis.

In Europa wird er als Lebkuchengewürz verwendet. Ich werde ihn dieses Jahr zu Weihnachten mal ausprobieren.

Ihre Patricia Rühlemann


Mitragyna speciosa (Kratom) - bald verboten?

19. April 2010
von Patricia Rühlemann / in Heilpflanze des Jahres, Kräuter / 13 Kommentare »

Heute erhielten wir die Nachricht, dass der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel in wenigen Tagen tagen wird - nämlich am 3.Mai 2010, um unter anderem darüber zu entscheiden, ob Mitragyna speciosa (Kratom) unter Anlage I des BtmG fallen soll, siehe: BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Wir werden dieses auf alle Fälle beobachten, denn: sollte das Verbot beschlossen werden, heißt dass für uns, dass wir uns von einer weiteren schönen, schwierig zu haltenden Rarität trennen müssen, deren Handel und Abgabe dann nicht mehr gestattet ist.

Ihre Patricia Rühlemann

P.S.: Der Sachverständigenausschuss hat die Entscheidung über den Kratom auf Dezember vertagt. Lesen hierzu auch die Kommentare.


Heilpflanzen des Jahres?

14. April 2010
von Daniel Rühlemann / in Kräuter / 3 Kommentare »

Für die einen ist es der Gewürznelkenbaum, für andere der Efeu. Und für die Amerikaner ist es der Dill. Die “Heilpflanze des Jahres” wird scheinbar von verschiedensten Instanzen bekannt gegeben, und keiner fragt warum. Oder?

Toll ist es auch, wenn schon bis zum Jahr 2015 festgelegt wird welches Kraut in welchem Jahr “Kraut des Jahres” wird, wie auf der Site der International Herb Society:

The International Herb Association

Meine Liste geht sogar bis 2020: ;-)

Heilpflanze des Jahres 2011 - Basilikum
Heilpflanze des Jahres 2012 - Himmelstee
Heilpflanze des Jahres 2013 - Jiaogulan
Heilpflanze des Jahres 2014 - Mukunuwenna
Heilpflanze des Jahres 2015 - Jalprosi Kandela
Heilpflanze des Jahres 2016 - Mbtulela
Heilpflanze des Jahres 2017 - Quantalquatl
Heilpflanze des Jahres 2018 - Fruchtbarkeitswurzel
Heilpflanze des Jahres 2019 - Intelligenzstrauch
Heilpflanze des Jahres 2020 - Blaublättriges Friedenskraut

Welches ist Ihre Heilpflanze des Jahres?

Ihr Daniel Rühlemann


Am 1. April ging es wieder los …

14. April 2010
von Daniel Rühlemann / in Kräuter / 2 Kommentare »

Seit dem 1. April heisst es bei uns wieder: Willkommen in der Welt der Kräuter und Duftpflanzen. Bis es soweit war, gab es bei uns einiges zu tun.
Hier einige Einblicke …


Ihre Patricia Rühlemann