Archiv für die Kategorie „Heilpflanze des Jahres“

Mitragyna speciosa (Kratom) - bald verboten?

19. April 2010
von Patricia Rühlemann / in Heilpflanze des Jahres, Kräuter / 13 Kommentare »

Heute erhielten wir die Nachricht, dass der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel in wenigen Tagen tagen wird - nämlich am 3.Mai 2010, um unter anderem darüber zu entscheiden, ob Mitragyna speciosa (Kratom) unter Anlage I des BtmG fallen soll, siehe: BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Wir werden dieses auf alle Fälle beobachten, denn: sollte das Verbot beschlossen werden, heißt dass für uns, dass wir uns von einer weiteren schönen, schwierig zu haltenden Rarität trennen müssen, deren Handel und Abgabe dann nicht mehr gestattet ist.

Ihre Patricia Rühlemann

P.S.: Der Sachverständigenausschuss hat die Entscheidung über den Kratom auf Dezember vertagt. Lesen hierzu auch die Kommentare.


Meerfenchel …Crithmum maritimum

16. Februar 2010
von Patricia Rühlemann / in Heilpflanze des Jahres, Kräuter, Videos / 4 Kommentare »

Auf Madeira haben wir es wild wachsend entlang des Strandes gefunden: Meerfenchel.

Meerfenchel ist zwar keine Heilpflanze des Jahres, aber sehr wohl eine alte Heilpflanze.
Auf Grund der vorbeugenden Wirkung gegen Skorbut wurde Sie schon im 15. und 16. Jh. von Seeleuten durch Einlegen haltbar gemacht und als Proviant auf den Schiffen mitgeführt.
In einem Kräuterbuch von 1625 wird die Pflanze auch bereits ausführlich erwähnt. Dort heißt es: Der Meerfenchel ist von den Alten rohe und gekocht in de Speiß wie andere Kochkreuter oder Gemüß gegegessen worden. Deßgleichen haben haben sie denselben auch eyngemacht mit Saltz und Esig und den uber Jahr zum Gebrauch gehalten. Gefällt Ihnen diese Sprache? Dann lesen Sie hier mehr:
www.kraeuter.ch

Meerfenchel

Meerfenchel ist salz- und kalkliebend und mag es sonnig. Er ist zwar frosthart, sollte aber besser im Winter abgedeckt werden.
Als Zimmerpflanze gehalten, bleibt Meerfenchel das ganze Jahr über grün.
Sauer eingelegt galten die Blätter im Mittelalter als Delikatesse.
Was den Geschmack angeht, nun, so viel sei hier verraten: Er hat nichts von einem echten Fenchel. Manche meinen, er schmecke leicht nach Anis, andere finden ihn leicht zitronig. Ich finde ihn etwas herb.
Aber probieren Sie doch selbst.

Ihre Patricia Rühlemann